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Dagmara Kraus
nur mut, mond
(für ein kind)

 Ich verstehe nicht, wie man Gedichte
 über den Mond schreiben kann
 Zbigniew Herbert

 fast fipsig : der mondspion, das zwergen
 mal der mitternacht; ein perlensprenkel,
sonnezwistig, listig, lausig angefacht

  weltab; ein klicker, eisstein, flohnst du
  glarend übers große rad – fadenöse, lose,
waise, am gestärkten kragen kahler nacht

  flugsand ? blesse ? hat nicht david dich da
  hochgeschafft, mit der schleuder, himmels
tresse, orion um den ruhm gebracht ?

  hab den nachtflor ausgemessen, mir einen
  fummel draus gemacht; mit der brosche,
deinem halo, allen stoff des alls gerafft –

  ach wie die gammaeulen neiden und
  der verkrachte goliath, dem du trendelstern
die stirne kreidelst, hat jetzt doppelt keine macht

© kookbooks 2012

Dagmara Kraus   2014    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht

 

 
Dagmara Kraus
Lyrik