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Nicht allein der Inhalt macht ein Buch zu einem politischen Buch

Michael Wildenhain im Gespräch mit Johanna Hemkentokrax
Michael Wildenhain

Foto: Marijan Murat

  Das vollständige Interview ist im Magazin poet nr. 9 (Herbst 2010) erschien. Bei den Gesprächs­beiträgen in poet nr. 9 geht es um das Thema Literatur und Politik.


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Michael Wildenhain wurde 1958 geboren. Er wuchs in Berlin (West) auf, wo er nach dem Abitur Philosophie und Wirtschafts­ingenieur­wesen studierte. Anfang der 80er Jahre lebte er zwei Jahre lang in besetzten Häusern. 1983 erschien im Rotbuch­verlag sein erster Roman zum beispiel k., der sich sprachlich experimen­tell mit der Haus­besetzer­szene und autonomen Bewe­gung West­berlins beschäf­tigt.
      Es folgten weitere Romane, Theater­stücke, Gedichtbände und Erzäh­lun­gen. Seit den 90er Jahren ver­öffent­lichte er eine Reihe von Jugend­romanen, die sich mit politischen Themen wie zum Beispiel Rechts­extremismus aus­einander­setzen. Seit 1987 lebt Michael Wildenhain als freier Schriftsteller in Berlin.

Johanna Hemkentokrax: Lieber Michael Wildenhain, was zeichnet poli­tische Literatur Ihrer Sicht nach aus? Was macht ein Buch zum politischen Buch?

Michael Wildenhain | Träumer des Absoluten
Michael Wildenhain
Träumer des Absoluten
Roman
Klett-Cotta, 2008

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Michael Wildenhain: Es fällt mir nicht leicht, diese Fragen eindeutig zu beantworten. Das hat sicherlich mit einem Aspekt zu tun, der für mich beim Nachdenken über politische Literatur im Lauf der Jahre an Gewicht gewon­nen hat.
  Politische Literatur ist zunächst Literatur und muss deren Gesetz­mäßig­keiten gehorchen. Pures Agitprop zum Beispiel ist keine Literatur und insofern auch keine politische Literatur. Für eine politische Literatur im en­geren Sinn gilt, nach meiner Ansicht: Sie muss in adäquater Form – das ist allerdings ein sehr, sehr weites Feld – ein politisches Geschehen schildern, das die darin agierenden, beschriebenen Personen zwingt, sich mit Fragen aus­einander zu setzen, die sich aus dem Gesche­hen mit einiger Not­wen­digkeit ergeben und zutreffend nur mit litera­rischen Mitteln zu fassen und zu behandeln sind und nicht, zum Beispiel, besser mit theoretischen Mitteln zu behandeln wären. Ein sehr gelungenes Beispiel für politische Literatur ist Mauser von Heiner Müller im Hinblick auf die Frage nach dem Verhält­nis von Einzelnem und Kollektiv in einer spezifischen, hier revolu­tionären, Situation.
  Ich bin inzwischen überzeugt, dass ein Buch nur dann zu einem poli­tischen Buch im engeren Sinn werden kann, wenn es auf einen ent­sprechenden Resonanz­raum trift. Das heißt: Nicht allein der Inhalt macht ein Buch zu einem politischen Buch, sondern in hohem Maße die Rezeption. Wenn ein politisiertes und eventuell politisch aktives Publikum sich ein Buch aneignet, weil es sich darin wiederfindet oder weil es den Eindruck hat, anhand oder mithilfe des Buches seien aus Sicht der Leser bestimmte politische Fragen von einiger Relevanz besser zu begreifen bzw. zu hand­haben, dann wird das Buch zu einem politisch nützlichen Buch. Als Beispiele: Brecht ist als politischer Autor ohne die KPD bzw. die Arbeiter­bewegung der späten 20er/frühen 30er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht denkbar, Heiner Müller nicht ohne die DDR. Das waren die Resonanzräume, auf die sich die Autoren in ihrem Schreiben beziehen konnten. Gibt es die entsprechende Rezeption nicht, dann wird das Buch bestenfalls zu einem zeitgeschichtlichen Dokument. Damit wird es nicht disqualifiziert, aber es verändert seinen Charakter: Es greift nicht mehr in die Diskussion und damit nicht mehr ins politische Geschehen ein. Abschließend und zusammen­fassend: Primär ist der gesellschaftliche und politische Prozess, sekundär ist die literarische Reflexion darüber; die gesellschaftliche und politische Realität gibt die Rahmenbedingungen vor, innerhalb derer Literatur über­haupt nur politisch werden kann.

J. Hemkentokrax: Würden Sie sich als politischen Schriftsteller bezeich­nen?

M. Wildenhain: Hätte ich bis einschließlich Die kalte Haut der Stadt (1991) und auch in Bezug auf die Theaterstücke Anfang bis Mitte der 90er Jahre bejaht.

J. Hemkentokrax: Gab es Vorbilder?

M. Wildenhain: Hatte ich: Anna Seghers, Heiner Müller, Thomas Brasch, Christian Geissler.

J. Hemkentokrax: Wie sehen Sie den Einfluss gesellschaftskritischer oder politischer Literatur auf Leser heute auch im Vergleich zu früher?

M. Wildenhain: Der Einfluss ist minimal. Gehört werden „große Namen”; der Gehalt der geäußerten Gedanken ist nachrangig. Außerdem hat Literatur im Allgemeinen an Stellenwert verloren. Das Fernsehen und noch einige andere Medien sind wichtig, Literatur nicht. All das mag früher anders gewesen sein – wobei die Frage ist: Welche Zeit ist mit „früher” gemeint? In den Jahren nach dem Krieg (Gruppe 47 etc.) und bis in die 50er Jahre war der Einfluss der Literatur sicherlich größer. Interessanter ist aber der Ver­gleich mit den späten 60er und frühen 70er Jahren. Die damalige Protest­bewegung hatte ein stark intellektuelles Gepräge. Die Wege in die Medien waren kurz. Und obwohl viel Unsinn verzapft worden ist, war der Einfluss der – extrem kritisch befragten – Literatur größer. Interessant ist es, in dem Zu­sammenhang die Publikationen und Äußerungen Hans Magnus Enzens­bergers zu lesen. Was es allerdings immer geben wird, ist die Wirkung bestimmter Bücher auf Einzelne.

J. Hemkentokrax: Wenn man sich die Verlagsprogramme ansieht, fällt auf, dass es wenige explizit politische Bücher im Bereich Belletristik gibt. Woran liegt das?

M. Wildenhain: Für politische Literatur fehlt weitgehend der beschriebene Resonanzraum. Der gesellschaftliche und politische Protest bleibt vage und ist wenig fokussiert. Die Aktivisten der Protestbewegungen haben kaum Zugang zu den relevanten Medien, können sich dort nicht äußern und werden insofern vor allem als diffuse und meist gesichtslose Masse wahr­genommen. Für die Verlage wiederum stellt politische Literatur ein hohes finanzielles Risiko dar. Ein anderer Gesichtspunkt ist, dass es an einer politischen Zentralperspektive fehlt. Daran könnten sich Begriffe ausbilden, die dann wiederum einer politischen Literatur eine Art Bezugsrahmen oder Reibefläche geben könnten. Der Sozialismus, so die weitverbreitete Über­zeugung, ist zunächst diskreditiert – und damit auch das Denken in der ent­sprechenden Begrifflichkeit. Etwas anderes gibt es aber aktuell nicht, wenn man sich nicht als Anhänger des politischen Islam versteht.

J. Hemkentokrax: Bis in die 80er Jahre hinein haben sich Schriftsteller auch öffentlich stärker in politische Debatten eingemischt und sie beeinflusst. Hat politische Literatur ihre Berechtigung und der Schriftsteller seine Rolle als gesellschaftlicher Beobachter verloren? Es gibt ja kaum noch Schriftsteller, die sich in aktuelle politische Debatten zu Wort melden, Autoren wie Raul Zelik einmal ausgenommen.

M. Wildenhain: Sich als Schriftsteller einzumischen, hat keinen größeren Nutzen. Außerdem ist es nicht so ohne weiteres einfach, eine Möglichkeit zu finden, um sich zu äußern. Mit Aktien darf jeder handeln – der Zugang zu den Medien ist limitiert. Etwas anderes ist es, wenn man angefragt wird. Ich denke, dann werden sich viele auch äußern.
  Allgemein wird heute allerdings eher so verfahren: Die Akademie der Künste veranstaltet eine „Lesung gegen Rassismus” oder ähnliches (schon an und für sich etwas albern). Geladen, um zu lesen, werden nicht die Anti­fa-Aktivisten aus Guben oder Greifswald, sondern eine bekannte Schauspie­lerin und, sagen wir mal, ein ehemalige Torwart der Fußballnationalmann­schaft. Und genau auf dem Niveau werden auch die Debatten geführt.

J. Hemkentokrax: Das Politische neigt ja schnell zum Plakativen – gerade in der Kunst. Wie kann man politisch schreiben, ohne in diese Falle zu tappen?

M. Wildenhain: Diese Frage ist interessant und wichtig. Da politische Kunst und Literatur oft plakativ war und ist, hat sie einen schlechten Ruf. Um das Plakative zu vermeiden, lässt sein kein Allheilmittel anführen. Aber es gibt einige Aspekte, die unbedingt zu vermeiden sind. Zum Beispiel die Figuren nicht zu denunzieren. Wer in der Literatur und auch sonst vollmundig politische Parolen verkündet, die allbekannt sind, wirkt in der Regel ein bisschen doof. Wirken die Figuren unbeabsichtigt dümmlich, hat der Autor sie, oft unbewusst, denunziert – und das Gegenteil von dem erreicht, was er erreichen wollte.
  Was schon zum zweiten Aspekt führt. Literatur funktioniert eher implizit – wenn alles ausgesprochen wird, fühlt sich der Leser belehrt und hat keine Lust mehr. Breit angelegte politische Debatten funktionieren im Roman nicht. Interessant kann es hingegen sein, wenn der Diskussion ein Subtext unterliegt. Schlichtes Beispiel: Eine Frau/ein Mann soll beeindruckt und ein/e Nebenbuhler/in ausgestochen werden. Auf eine solche Weise können auch die aberwitzigsten politischen „Gehalte” beiläufig transportiert werden. Es ließe sich noch einiges mehr anführen, aber als Beispiel mag das reichen ...

J. Hemkentokrax: Sie sind mit Büchern wie zum beispiel k. und Prinzenbad bekannt geworden, die sich sprachlich sehr experimentell mit der Berliner Hausbesetzerszene in den 80ern beschäftigen, in der Sie selbst eine Zeit lang aktiv waren. Heute schreiben Sie immer noch über politische Themen, der Ton ist aber sanfter geworden. Wie hat sich Ihr Schreiben in den letzten zwei Jahrzehnten verändert?
Michael Wildenhain | zum beispiel k.
Michael Wildenhain
zum beipsiel k.
Rotbuch Verlag, Berlin 1983

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M. Wildenhain: Es mag abgegriffen klingen, aber das ist sicherlich eine Frage des veränderten, mit der Zeit sich ändernden Blickwinkels (Alter, Kinder usw.).
  Aus heutiger Sicht war einer der eigentümlichsten Aspekte meines politischen Engagements Anfang der 80er Jahre die ungeheure und gerade deshalb auch sym­pathische Naivität und Selbstüberschätzung: Wir sind in der Lage, uns außerhalb der Gesellschaft zu stellen – schon allein das ist eine fragwürdige theoretische Kon­zeption –, und wir können den staatlichen Institutionen trotzen. Das ist, denke ich, ein gutes Wort dafür. Genau aus dieser Vermessenheit ergab sich, zumindest für eine gewisse Zeit, eine enorme Kraft. Ist der Prozess einmal durchlaufen, resultiert daraus eine Erfahrung, die verhin­dert, eine quasi „unschuldige” Ausgangssituation und die entsprechende innere Verfasstheit erneut herzustellen. Die ersten Bücher sind, sozusagen, noch im Gewühl entstanden, die späteren mit einigem Abstand. Außerdem führt der veränderte Blick dazu, auch andere Themen als relevant wahrzunehmen – und auch andere Möglichkeiten der Form.
  In Träumer des Absoluten gibt es ja erneut ein großes Kapitel, das die Hausbesetzungen bis hin zu den Revolutionären Zellen thematisiert und insofern an zum beispiel k. und Die kalte Haut der Stadt anknüpft. Aber während in zum beispiel k. der Rasanz der Vorgänge formal eingehen sollte und in Die kalte Haut der Stadt der Gestus des Angriffs, des Aufstands, der sich erhebenden Masse, geht es in Träumer des Absoluten eben auch um Reflexion aus zeitlichem Abstand. Und außerdem um eine neue globale Konstellation.

J. Hemkentokrax: Würden Sie sagen, dass es im Allgemeinen auch nicht mehr diesen radikalen Konsens gibt, den es in den 80ern in einem größeren Teil „linker Subkultur” bzw. der Hausbesetzerszene gab, über den man schreiben könnte oder aus dem heraus geschrieben werden kann. Sind insbesondere junge Menschen in dieser Hinsicht harmloser, kompromiss­bereiter, man könnte auch sagen, angepasster geworden?

M. Wildenhain: Ein Konsens war das damals auch nicht. Ich glaube eher, dass die radikale linke Subkultur der frühen 80er Jahre – und die sich daraus entwickelnden sozialen Bewegungen – so etwas wie das Verglimmen einer politischen Option, eines politischen Bogenschlags war, der 1917 oder 1905, vielleicht auch schon früher seinen Ausgangspunkt hatte, seinen Ausgang genommen hat. Damals ließ sich das nicht erkennen, jetzt aber schon. – Und ich denke, was heute stattfindet, ist eine Art tastender Suche nach einem neuen – oder erneuten – Ansatzpunkt. Und diejenigen, die jung sind, haben dafür in der Regel einen guten Sensor. Andererseits: Kurz bevor die 80er Revolte begann, wurde in den Medien breit die Schlafteit der Generation gegeißelt. Sich spontan gegen etwas zu organisieren, ist nicht schwierig und viele sind rascher dazu bereit, als vermutet; schwierig ist es, zu wissen, wohin man will – und in welchen Schritten das zwar radikal, aber in eben durchsetzbaren Schritten zu bewerkstelligen ist.

J. Hemkentokrax: Einen Mangel an Themen gibt es ja auch heute nicht, wenn man sich Debatten um staatliche Repression, Vorratsdatenspeiche­rung, Internetüberwachung, den Paragraphen 129a und wachsenden Rechts­extremismus ansieht.

M. Wildenhain: Punktuelle Themen eignen sich schlecht für einen litera­rischen Ansatz, Rechtsextremismus nehme ich da mal aus, weil zu sehr das Pamphlet gegen den jeweiligen Missstand durchschimmert. Eine ande­re Schwierigkeit kann das Problem fehlender Kenntnis sein. Ulrich Peltzer hat sich in Teil der Lösung sowohl um die Darstellung der politischen Grup­pe seiner weiblichen Hauptperson weitgehend rumgemogelt als auch um die Schilderung der ehemaligen Kombattanten der Roten Brigaden im Pariser Exil.

J. Hemkentokrax: Fehlt jungen Autoren vielleicht auch der Mut, sich poli­tisch zu positionieren, gerade im „linken” oder antifaschistischen Kontext, weil das einfach keine angesagten Themen im Literaturbetrieb sind? Was würden Sie ihnen raten?

M. Wildenhain: Mit Ratschlägen ist das immer etwas schwierig und kann auch leicht anmaßend werden. – Mir ging es in den ersten Fassungen mei­nes Manuskripts, aus dem am Ende zum beispiel k. wurde, eher darum, mich politisch zu positionieren – die Anfänge sind in so einer Broschü­rengruppe entstanden –, als darum, Literatur zu schreiben. Und vom Lite­raturbetrieb wusste ich nichts – und ich hab mich dem auch lange weitgeh­end entzogen. Raten würde ich zu einem auch nur ähnlichen Vorgehen niemandem. Ich denke, es sind zwei verschiedene Dinge: auf der einen Seite Literatur, auf der anderen Seite politische Positionierung. Manchmal kann aus einer politischen Aktivität oder einem politischen Leben Literatur entstehen – aber wohl eher nicht, wenn schon die politische Betätigung mit der Absicht einhergeht, darüber schreiben zu wollen; vermute ich mal.
  Im aktuellen Literaturgeschehen hat man mit allem, was nach linker Literatur riecht, in der Tat schlechte Karten. Andererseits gibt es Nischen – Raul Zelik hat das ja gezeigt und zeigt das ja.

J. Hemkentokrax: Welche Bedeutung hat(te) für Sie Gewalt in der Literatur, also vor allen Dingen politische Gewalt?

M. Wildenhain: Gewalt, Liebe und Tod sind die großen Themen der Literatur, neben Verrat und Schuld und noch zwei, drei anderen. Und fast jedes leidlich radikale politische Geschehen geht mit Gewalt einher. Manchmal, aber selten gibt es Ausnahmen. Da nicht wenige meiner Bücher in der Sphäre radikalen politischen Geschehens spielen, nehmen entspre­chend gewaltförmige Vorgänge einen großen Raum ein, weil es schlicht notwendig ist. Und in dem Kontext der Anwendung politischer Gewalt ent­stehen die Fragen, die mich literarisch interessieren: Fragen nach Verant­wortung und Verrat, persönlicher Loyalität und Schuld, Solidarität und dem Nachlassen der Kraft und der Überzeugungen. All die Fragen ergeben sich aus der Anwendung politischer Gewalt, vor allem aber die Frage: Welches Opfer bin ich unter Umständen bereit zu bringen? Und: Für was? In gewis­ser Hinsicht Fragen, die nicht unmittelbar politisch, sondern eher existentiell sind, aber vor dem Hintergrund politischer Ereignisse entstehen bzw. statt­finden.
  Vielleicht noch eine Anmerkung zum letzten Buch Träumer des Absoluten: Der Vorteil einer gewissen historischen Distanz ist es natürlich auch, über Dinge schreiben zu können, die sich zugetragen haben, über die unmittelbar danach zu schreiben sich aber verbietet, zum Beispiel über die „Verteidigung von Kreuzberg 36”.

J. Hemkentokrax: Wie engagieren Sie sich heute politisch?

M. Wildenhain: Ich denke, unterdessen geht es mir eigentlich weniger um radikale Positionen als vielmehr um eine zutreffende Bezeichnung, die manchmal aus sich heraus radikal klingt. Was mich eher stört, ist die vorherrschende Ideologisierung von Debatten, auch literarischen Debatten. Und vor allem auch die Einfältigkeit herrschender Historisierung; aber das wäre wohl ein anderes Thema.

J. Hemkentokrax: Vielen Dank für das Gespräch!
  Das vollständige Interview
ist erschienen in poet nr. 9,
Anfang September 2010

Neu. Lieferbar
Calwer Hermann-Hesse-Preis 2010

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poet nr. 9   externer Link

poet nr. 9 bietet auf über 270 Seiten Prosa, Lyrik und Autorengespräche. Jeder Autor ist automatisch Zeitzeuge, gleich mit welcher Intention er schreibt. Doch wie sieht das Wechselspiel zwischen Literatur und Politik aus? Sechs namhafte Autoren geben Auskunft. Darunter Reinhard Jirgl, Michael Wildenhain, Iris Hanika, Norbert Lange, Edo Popović, Kathrin Röggla.



  poet nr. 8
literaturmagazin
poetenladen, Leipzig 2010

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Wie erleben Schriftsteller anderer Länder die deutsche Sprache und Literatur? Gibt es den kosmopolitischen Autor oder wird angesichts einer alles nivellierenden Globa­lisie­rung das Regionale in der Literatur wichtiger? Der poet (Ausgabe 8) hat Autoren zum Thema Sprache und Heimat befragt: Ilija Trojanow, María Cecilia Barbetta, Luo Lingyuan, Jan Faktor, You-Il Kang.

Johanna Hemkentokrax   08.09.2010    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
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