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●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 
Ron Winkler – Frenetische Stille
Gedichte | Berlin Verlag 2010
Tom Schulz    24.3.2010
Ron Winkler | Frenetische Stille  
„die verschiedenen obdachlosen Sloterdijks“

Das Cover des neuen Gedichtbands von Ron Winkler ziert ein Gemälde des britischen Künstlers Christopher Winter mit dem Titel Daytripper im Stil der sog. Neuen Leipziger Schule. Man sieht vor einem Gebirgs­panorama, wie Alpen, eine monströs wirkende Idyllik, vor der zwei jugendliche Gestalten, ein Mädchen und ein Junge, im Zentrum des Bildes über einer Bergwiese schweben.

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Matthias Politycki – Jenseitsnovelle
Novelle | Hoffmann und Campe 2009
Armin Steigenberger    04.03.2010
Matthias Politycki | Jenseitsnovelle  
Liebe, Tod, Verrat und I-Ging

„Wenn nur der Geruch nicht gewesen wäre! Als ob Doro vergessen hatte, das Blumenwasser zu wechseln, als ob die Stengel über Nacht zu faulen angefangen hatten und der Luft nun ein süßsaures Nebenaroma beimischten.“ Eine Novelle mit der raffiniertesten Exposition, wie man sie sich bloß vorstellen kann: Hinrich Schepp betritt am Spätmorgen das Wohnzimmer – und der Leser weiß schon beim ersten Satz, was passiert ist.

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Lorenz Langenegger – Hier im Regen
Roman | Jung und Jung Verlag 2009
Michael Buselmeier    01.03.2010
Lorenz Langenegger | Hier im Regen  
Ein schlichter Held

Der erste Roman des 1980 geborenen, bisher mit Arbeiten für das Theater hervorgetretenen Schweizers Lorenz Langenegger erzählt in kurzen, ruhigen, fast schon abgeklärten Sätzen vom Alltag eines schlichten Helden, aus dessen Perspektive eine unspektakuläre Welt im Präsens erscheint. Jakob Walter, knapp 30, kinderlos verheiratet, ist Sachbearbeiter bei der Steuerverwaltung in Bern, ein unauffälliger Typ, der nicht recht weiß, was er mit seiner Freizeit anfangen soll; so auch am „Nationalfeiertag“ und dem anschließenden Wochenende.

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Kito Lorenc – Erinnerung an eine Nacht im Freien
Gedichte | Wieser Verlag 2009
Michael Wüstefeld    24.02.2010
Kito Lorenc | Erinnerung an eine Nacht im Freien  
Die wenigsten Meisen sind gedrosselte Amseln

Nachdem der in Schleife bei Weißwasser geborene Dichter Kito Lorenc im März 2008 Siebzig geworden war, kamen urplötzliche die Ehrungen. Zuerst erhielt er nach Erich Fried, Peter Handke, Volker Braun u. a. den „Goldenen Schlüssel der Poesie von Smederevo“. Es folgten „doctor philosophiae honoris causa“ an der TU Dresden und „Lessingpreis des Freistaates Sachsen“.

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Uwe Tellkamp – Reise zur blauen Stadt
Gedichte | Insel Verlag 2009
Michael Wüstefeld    24.02.2010
Uwe Tellkamp | Reise zur blauen Stadt  
Das Blaue vom Himmel herunter

„Hinter die Fassaden/wird man selten geladen.“ Dieser Zweizeiler steht ungewöhnlich fremd platziert unter dem Inhaltsverzeichnis, als wolle der Dichter seinen Lesern damit den Stuhl vor die Tür setzen, ihnen zu ver­stehen geben, auch hinter die Fassaden der Gedichte ist keiner geladen. Nach dem turmhohen Erfolg seines dritten Romans wird leichthin vergessen, daß Uwe Tellkamp, geboren 1968 in Dresden, nicht nur Romancier, sondern auch Dichter und Arzt ist.

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Kristof Magnusson – Das war ich nicht
Roman | Kunstmann Verlag, München 2010
Dietmar Jacobsen    23.02.2010
Kristof Magnusson | Das war ich nicht  
Alles Krise, oder was?
In Kristof Magnussons zweitem Roman kreuzen sich die Wege dreier Menschen in Chicago

Jasper Lüdemann ist Trader. Junior Trader, um genau zu sein. Als solcher steht er mitten in der Nacht auf, kämpft sich zu Fuß und mit dem Bus durch das erwachende Chicago bis zu seinem Arbeitsplatz im Händlersaal der altehrwürdigen Bank von Rutherford & Gold, um dann den ganzen Tag lang Geld aus Geld zu machen.

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Katrin Marie Merten – Salinenland
Gedichte | Lyrikedition 2000, 2009
Stephan Turowski    22.02.2010
Katrin Marie Merten | Salinenland  
Das Gehen in Silben

Mit ihrem Gedichtband Salinenland hat die in Leipzig lebende Lyrikerin Katrin Marie Merten ein stimmiges und eigentümliches Debüt vorgelegt. Beim Lesen der in fünf große Kapitel gegliederten Texte ist es zuerst einmal die Atmosphäre des Ganzen, die einem nachgeht, ohne daß man genau wüßte, woran das liegt. Es ist eine Art inneres, um Unaus­gesprochenes kreisendes Beben und Zittern, um das diese Gedichte kreisen.

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Robert Åsbacka – Das zerbrechliche Leben
Roman | Hanser 2010
Walter Fabian Schmid    15.02.2010
Robert Åsbacka | Das zerbrechliche Leben  
Mensch, willst du leben seliglich

„Im Herbst vierundneunzig war Siri dann zu dieser Reise aufgebrochen. Heute vor zwölf Jahren, auf den Tag genau. Seitdem war nur noch er übrig.“ So schnell schnappt die Zeit in zerbrechlichen Leben und schnappt die Leben weg. Ein 78 Jahre altes Leben namens Thomasson bleibt einsam zurück, ein träger Stoiker, über dem der Himmel immer grau ist.

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Christoph Szalay – stadt land fluss
Gedichte | Leykam Verlag 2009
Arnim Steigenberger    16.02.2010
Christoph Szalay |  stadt land fluss  
this (perfect) new sound

Wenn es in der Dichtung darum ginge, Dinge zum Vorschein zu bringen, die mit normaler Alltagssprache nicht mehr formulierbar sind, wenn also Dichter gewisser­maßen Forscher des Unbekannten in uns sind, wären Gedichte so etwas wie Erfor­schungen des Innenlebens mit Sonde oder Echolot.

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Großmann/Helbig (Hg.) – Skeptische Zärtlichkeit. Junge deutschsprachige Lyrik
Anthologie | Leipziger Literaturverlag 2009
Peter Gehrisch     12.02.2010
Skeptische Zärtlichkeit. Junge deutschsprachige Lyrik   
Die Lyrik geht ihren ureigenen Weg

Mit „Skeptische Zärtlichkeit. Junge deutsch­sprachige Lyrik“ legen Ulf Groß­mann und Axel Helbig als Herausgeber (gleich­zeitig auch Redak­teure der Zeitschrift für Literatur und Kunst, Ostragehege) einen Band vor, der an einen Versuch anknüpft, die aktuelle Lyrik­szene zu beleuchten. Es handelt sich um Kurt Drawerts Samm­lung „Lage­be­sprechung“, einen kleinen, vor acht Jahren bei Suhrkamp erschienenen Band.

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Kritik 16
Kritiken zu Gedichten, Romanen und Erzählungen
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Ich habe ja damals wirklich unmit­tel­bar nach dem Tod Ernst Jandls an diesem Requiem zu schreiben begon­nen, ich muss­te es tun, ich hatte ja sonst nichts mehr, überhaupt nichts mehr, alles war ja verloren­gegangen, also fing ich wie ver­rückt zu schreiben an, das Schreiben als einziges Über­lebens­mittel
Friederike Mayröcker im poet-Gespräch


Ich sehe mich nicht in erster Linie als Autor oder Schriftsteller. Diese Bezeichnung ist mir fremd. Ich habe etwas ge­schrie­ben, und das ist publiziert worden, aber dieses umfassende Gefühl, dass ich Schriftsteller sei, fehlt mir. Wenn man schreibt, dann wird man eben so bezeichnet, doch es bedeutet wenig.
Christoph Wilhelm Aigner im poet-Gespräch