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●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 
Maurice Blanchot – Das Todesurteil
Erzählung | Urs Engeler 2007
Gisela Trahms     21.12.2007
Anthony Maurice Blanchot | Das Todesurteil  
Wörter von jenseits der Grenze

Eine junge, an einer mysteriösen Krankheit leidende Frau, vom Arzt monatelang mit Morphium traktiert, stirbt schließlich. Umgeben von trauernden Angehörigen liegt die Tote auf dem Bett, als der Ich-Erzähler hereintritt und sie beim Namen ruft, worauf sie die Augen aufschlägt und ins Leben zurückkehrt, nur um später wiederum zu sterben.

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Anthony McCarten – Superhero
Roman | Diogenes 2007
Dietmar Jacobsen     20.12.2007
Anthony McCarten | Superhero  
Miracleman versus Gummifinger

Donald Delpe ist 14 Jahre alt und lebt in dem Städtchen Watford nördlich von London. Niemand will den in sich gekehrten Jungen mit seinem Zeichenblock so richtig verstehen, vor allem die Mädchen nicht, denen er sehnsüchtig nachschaut. Und als ob sein Misserfolg im Kampf der Geschlechter nicht schon genug des zu Verzweiflung Anlass Gebenden wäre, hat er auch noch Krebs. Kein Wunder, dass er so verschlossen wirkt. Gar nicht bereit, Hilfe anzunehmen.

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Werner Bräunig – Rummelplatz
Roman | Aufbau 2007
Dietmar Jacobsen     11.12.2007
Werner Bräunig | Rummelplatz  
Aus dem Nachlass einer verschwundenen Gesellschaft

Werner Bräunig, 1934 in Chemnitz geboren, war in den frühen 50er Jahren dabei, als eine äußerst heterogene Gesellschaft von – hauptsächlich – Männern sich in den erzgebirgischen Gruben aufmachte, den Wettlauf um die Atomenergie für ein System zu führen, das ihnen die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg übergestülpt hatte ohne großes Wenn und Aber.

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Pierre Bayard – Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
Antje Kunstmann 2007
Hannes Bajohr    04.12.2007
Pierre Bayard | Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat  
Lesen gibt es gar nicht

Pierre Bayard kämpft in Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat gegen schlechtes Gewissen und überkommene Bildungsideale.

„Ein mühseliger und strapazierender Unsinn ist es, dicke Bücher zu verfassen“, schreibt Jorge Luis Borges im Vorwort zu seinen „Fiktionen“. „Aus größerer Gewitztheit habe ich das Schreiben von Anmerkungen zu imaginären Büchern vorgezogen.“

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Erst lesen. Dann schreiben – Kutzmutz / Porombka
Luchterhand 2007
Katharina Bendixen    01.12.2007
Erst lesen. Dann schreiben |  Kutzmutz / Porombka  
Lektürefrüchten

„Wer es sich einfach machen will, fängt ohnehin nicht an zu schreiben.“ Zu lesen eigentlich auch nicht, so unüberschaubar ist die Flut an Neuerscheinungen und Klassikern, die man kennen sollte. Und wenn man aus dem Lesen etwas für das Schreiben lernen will, fällt die Auswahl noch schwerer.

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Juli Zeh – Schilf
Roman | Schöffling 2007
Anke Bastrop    28.11.2007
Juli Zeh | Schilf  
Ihre Gedanken begannen, in Bildern zu arbeiten

In die Tradition eines Goetheschen Prinzips scheint sich Juli Zeh mit ihrem neuen Roman Schilf zu stellen. Anders gesagt: Wie auch in früheren Texten treibt kein Grundelement der Sprache ihren Roman so drängend an wie die Frage. Die Frage nach Moral, Existenz und Zeit. Derart ganzheitliche Antriebe fasern natürlich aus in Einzelfragen, Facetten, Nuancen, so dass der Text eine furiose Suchbewegung nachzuzeichnen beginnt.

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Zur Rezension von Katharina Bendixen 06.09.2007  externer Link

Axel Sanjosé – Gelegentlich Krähen
Gedichte | Landpresse 2004
Ralf Willms    25.11.2007
Axel Sanjosé | Gelegentlich Krähen  
Gedichte, Gewalt I

In den Gedichten Axel Sanjosés kommen immer wieder Spuren extremer Gewalt zum Vorschein, nicht selten recht unverhüllt, so wie in diesem titellosen Gedicht: „Es war in den letzten Ritzen der Sprache, / ein Unzeichen ... / Man fand Worte, es nicht mehr zu nennen, / Satzfetzen, man fand Zitate, Zwang und Zärtlichkeit, / sagte Unsagbares, lallte Unlallbares, / riss die Eingeweide mit bloßer Hand aus dem Rücken ... gab Kindern Draht, sich Nabel zu bohren, / teilte Spinnen aus und Splitter / zu gurgeln, zu gurgeln.“

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Walle Sayer – Den Tag zu den Tagen
Gedichte | Klöpfer & Meyer 2006
Ralf Willms    25.11.2007
Walle Sayer | Den Tag zu den Tagen  
Gedichte, Gewalt II

Auch in Walle Sayers Den Tag zu den Tagen, spielt die Gewalt eine zentrale Rolle. Der Band beginnt mit dem Gedicht Gesuch, seine ersten Zeilen: „An der Steige, / hinter der Kurve gleich, / Schauplatz, auf dem nichts geschieht, / außer daß Dachsparren sich versteckt halten ...“ Ein Schauplatz, auf dem nichts mehr geschieht.

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Bernhard Seiter – Elf Finger
Roman | Picus Verlag 2007
Katharina Bendixen    22.11.2007
Bernhard Seiter | Elf Finger  
Einsame Stadtabenteurer

Dem fünfjährigen Jakob steht das größte Abenteuer seines Lebens bevor: Allein darf er elf Stationen mit der U-Bahn fahren. Sein Kindermädchen setzt ihn in den Zug, seine Mutter erwartet ihn an der elften Haltestelle. Die fünf Finger jeder Hand muss Jakob ausstrecken, und am Ende noch einen dazu.

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Bess Dreyer – parallele orte
Gedichte | Auslesen-Verlag 2007
Myriam Keil    20.11.2007
Bess Dreyer | parallele orte  
Die Kammern eines Herzens

Die Bilder schießen auf einen zu, man muss sich zum langsamen Lesen zwingen. So etwas kann ins Auge gehen. Muss aber nicht, nein, muss ganz und gar nicht, wie der Gedichtband parallele orte von Bess Dreyer beweist.

Man kennt es, das Grundgefühl, das sich durch dieses Buch zieht. Vor allem an Tagen, an denen man dünnhäutig ist, stürzen die Wahrnehmungen rückhaltlos auf den Verstand ein.

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Kritik 36
Kritiken zu Gedichten, Romanen und Erzählungen
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Ich habe ja damals wirklich unmit­tel­bar nach dem Tod Ernst Jandls an diesem Requiem zu schreiben begon­nen, ich muss­te es tun, ich hatte ja sonst nichts mehr, überhaupt nichts mehr, alles war ja verloren­gegangen, also fing ich wie ver­rückt zu schreiben an, das Schreiben als einziges Über­lebens­mittel
Friederike Mayröcker im poet-Gespräch


Ich sehe mich nicht in erster Linie als Autor oder Schriftsteller. Diese Bezeichnung ist mir fremd. Ich habe etwas ge­schrie­ben, und das ist publiziert worden, aber dieses umfassende Gefühl, dass ich Schriftsteller sei, fehlt mir. Wenn man schreibt, dann wird man eben so bezeichnet, doch es bedeutet wenig.
Christoph Wilhelm Aigner im poet-Gespräch