Tradititionell leitet das Erlanger Poetenfest nun schon in seiner 28. Auflage den literarischen Herbst ein. Rund 80 Schriftsteller, Literaturkritiker und Publizisten sind zu Lesungen und Gesprächen geladen.
Offiziell eröffnet wird das 28. Erlanger Poetenfest am Donnerstag, 28. August, im Erlanger Markgrafentheater mit einem Autorenporträt der österreichischen Autorin
Marlene Streeruwitz . Für die weitern Autorenporträts an den folgenden Abenden wurde eingeladen der Georg-Büchner-Preisträger 2008 Josef Winkler und der Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff.
Markenzeichen des Erlanger Poetenfests sind die langen Lesenachmittage. Am Samstag, 30. und Sonntag, 31. August werden unter dem Motto
Literatur aktuell zahlreiche Neuerscheinungen im Erlanger Schlossgarten vorgestellt. Samstag lesen u.a. Uwe Kolbe,
Kurt Drawert, Marcel Beyer, Ulrike Draesner, Feridun Zaimoglu und Ingo Schulze. Für Sonntag stehen u.a. Markus Orths, Jan Koneffke,
Sabine Scho, Ursula Krechel, Raphael Urweider, Marion Poschmann, Klaus Modick und Tilman Rammstedt auf dem Programm.
Bereits zum fünften Mal ist das Poetenfest Rahmen für die Erlanger Übersetzerwerkstatt, einem offenen Arbeitstreffen, das für jeden zugänglich ist. In diesem Jahr nehmen u.a. Jan Koneffke, Susanne Lange, Mirjam Pressler, Ilma Rakusa, Zsuzsanna Gahse und Anne Weber daran teil. Der Bayerische Rundfunk (Bayern 2) überträgt zum zweiten Mal sein Büchermagazin
Diwan live vom Erlanger Poetenfest. Neben einigen Teilnehmern des Poetenfests wird hierzu auch Uwe Timm in der Orangerie zu Gast sein.
Von Samstag, 30. auf Sonntag, 31. August findet die
lange Nacht statt. Dabei gibt es eine multimediale Lesung mit Thomas von Steinaecker aus seinem neuen Roman
Geister und musikalischer Begleitung durch Simon Stockhausen, eine Leseperformance mit dem Lyriker
Christian Schloyer und der Gruppe
falschtechst-schlachtfest und die
Blumenbar Clubnacht. Mit letzterem startet das Erlanger Poetenfest eine neue Reihe, in der sich jedes Jahr ein anderer junger Verlag im Rahmen der
langen Nacht präsentieren soll.
Weitere Programmschwerpunkte sind die Gespräche und Diskussionen – in diesem Jahr geht es um das Jahr 1968, um die Zukunft des Wissens, um Buchkunst, Sachbücher, die Frauenbewegung, um den Irak und – im Gespräch mit dem Historiker Karl Schlögel – um das Erbe des Stalinismus. Auch zum Sachbuch und zu Kinder- und Jugenbüchern werden Veranstaltungen stattfinden.
Das ganze Wochenende über ist im Erlanger Markgrafentheater die Ausstellung
Franz Mon – Sichtbare Sprache zu sehen, in deren Rahmen der 82-Jährige am Freitag auch selber lesen und zur Diskussion stehen wird. Erstmals veranstaltet der Verein
Druck & Buch e. V. aus Nürnberg parallel zum Erlanger Poetenfest eine Buchkunstausstellung mit Kleinverlagen, Editionen und Handpressen aus dem deutschsprachigen Raum im Foyer des Erlanger Schlosses.
Bis auf die Abendveranstaltungen ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei.
Poetenfest Erlangen
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