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Sandra Trojan

um uns arm zu machen


Keine Locken habe ich gehabt
um uns ein Gewand zu weben
einzig Fäden & auch das Netz
aus frischen Sehnen zwischen
unsern Wirbelsäulen zum
Trocknen aufgehängt hielt kaum
länger als die Bronzeketten
& das Surren unter meinen
Rippen hat nur für kurze Zeit
den Honig dir versüßt & bloß
der Fuchsschwanzdocht in
meiner Metahöhle leitet noch
das Licht, wenigstens zu einem
meiner Augen & trotzdem –
Bis gegen Mitternacht lass ich
dich schlafen, nehm erst dann
die beiden Flügeltüren
samt der Pfosten und reiß sie
mit dem Querbalken heraus.
Kannst in Delilah dich verlieben
derweil ich unser beider
Richter bin für zwanzig Jahr.

 

Aus: Um uns arm zu machen. poetenladen 2009

Sandra Trojan    9.3.2009    Druckansicht Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen empfehlen

 

 
 
Sandra Trojan
Lyrik