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| Der Leonce- und Lena-Preis geht 2013 an Katharina Schultens |
News 428 23.03.2013 |
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Katharina Schultens
Mit ihrem Zyklus „hysteresis“ konnte Katharina Schultens die Jury überzeugen und erhielt den Leonce- und Lena-Preis zugesprochen.
Die beiden Förderpreise gingen an Uljana Wulf, die gleichfalls einen Zyklus ( Spitzen) las, und an Tobias Roth, der als Lyriker und als Kritiker bislang hervorgetreten ist ( Kritiken im poetenladen von Tobias Roth).
Die Preisträgerin Katharina Schultens wurde 1980 in Rheinland-Pfalz geboren, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim, St. Louis und Bologna. Seit 2006 arbeitet sie als Referentin im Bereich Forschungsverwaltung der Humboldt-Universität in Berlin. Sie veröffentlichte den Band gierstabil (luxbooks 2011).
In der Lyrik-Kommentarserie Der gelbe Akrobat von Michael Braun und Michael Buselmeier ist sie mit dem Gedicht vertreten: die möglichkeit einer verwechslung bestünde jederzeit
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| Poetenladen auf der Leipziger Buchmesse 2013 |
News 427 18.02.2013 |
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Der Poetenladen freut sich auf die Buchmesse 2013 in Leipzig und lädt Leser, Autoren und Interessierte herzlich ein, uns am Stand (Halle 5 – D219) an der Leseinsel Junge Verlag zu besuchen.
14.03.2013 – 17.03.2013
Ebenso freuen wir uns auf viele spannende Lesungen an ausgewählten Orten wie der Leseinsel Junge Verlage, der Moritzbastei (L3) oder der Lyrikbuchhandlung und dem Hehlheim. Erfolgreich schon in den Jahren zuvor waren die Lesungen der Unabhängigen Verlage (Lindenfels Westflügel) und die Lyriknacht Teil der Bewegung in der HGB.
Donnerstag, 14.03.2013
16:00 Uhr | Leseinsel Junge Verlage
Marie T. Martin, Diana Feuerbach
21:00 Uhr | L3 Lange Leipziger Lesenacht | Moritzbastei (Schwalbennest)
Christian Schloyer, Jan Skudlarek, Sünje Lewejohann
Moderation: Ulrike Feibig
23:00 Uhr | Lyrikbuchhandlung
Marie T. Martin (23:20 Uhr) Weitere Autoren: Dagmara Kraus, Maarten Inghels
Karl-Heine-Str. 59, Leipzig-Plagwitz
Freitag, 15.03.2012
13:30 Uhr | Leseinsel Junge Verlage
Christian Schloyer | Jürgen Nendza
20:00 Uhr | UV Lesung der Unabhängigen Verlage
Innenwelten: Jürgen Nendza liest aus Und das is alles genug
Lindenfels Westflügel, Hähnelstraße 27, café
20:00 Uhr | poetenladen im Helheim
Sandra Trojan, Marie T. Martin, Bertram Reinecke, Michael Fiedler, Sina Klein, Yevgeniy Breyger
Weißenfelser Straße 32 04229 Leipzig
23:00 Uhr | Lyrikbuchhandlung
Jürgen Nendza (23.00–23.20) | Ulrich Koch (23.20–23.40)
Weitere Autoren: Marquardt/Breyger, kookbooks
Karl-Heine-Str. 59, Leipzig-Plagwitz
Samstag, 16.03.2012
12:00 Uhr | dein Atem die Schritte die Amsel
Martie T. Martin und Jürgen Nendza u.a.
Literarischer Salon NRW, Halle 5, Stand F406
14:00 Uhr | Leseinsel Junge Verlage
Martina Weber, Ulrich Koch
18:00 Uhr | Leipziger Verlage stellen sich vor
Ulrich Koch, (Andreas Altmann,) Andreas Heidtmann
Buchhandlung Hugendubel, Petersstraße 12-14
20:00 Uhr | Teil der Bewegung – Lyriknacht an Musik
Kerstin Hensel und Martina Weber
Weiterhin mit: Aleš Šteger, Martina Hefter, Hendrik Jackson, Tristan Marquardt, Steffen Popp, Lars Reyer, Jan Skudlarek, Levin Westermann
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstraße 11, Galerie
Weitere Termine zu poetenladen-Veranstaltungen im Rahmen der Buchmesse folgen .
poetenladen | Halle 5 Stand D 219 | Leseinsel Junge Verlage
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| Der Lyriker Jean Krier ist gestorben |
News 426 14.01.2012 |
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Herzens Lust Spiele
Wie die Familie mitteilte, verstarb der Luxemburger Dichter am Samstag, den 12.01.2013, mit 63 Jahren in der Universitätsklinik Freiburg in Breisgau.
Jean Krier gehörte – spätestens seit der Auszeichnung mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis – zu den angesehendsten deutschspachigen Lyrikern. Sein letzter Band Herzens Lust Spiele (poetenladen 2010) fand weithin Anerkennung. So schrieb die Frankfurter Rundschau:
„Jean Krier erfindet die Sprache der Lyrik neu.“ Und die Neue Zürcher: „Das Alte Testament klingt an und die Apokalypse des Johannes, Dichter des Barock, Hölderlin, Gottfried Benn, Georg Büchner oder Ashbery, William Carlos Williams, Beckett, Proust. Und sosehr diese Gedichte vom Bewusstsein der Vergänglichkeit, dem Ausgesetztsein handeln, vermeiden sie doch souverän (auch trotzig, auch heiter) jedes Pathos durch Lakonie oder eine kleine ironische Geste.“
Vielfach bezog Jean Krier Vergänglichkeit und seine eigene (Herz-)Schwäche in seine Dichtung mit ein – bis hin zum Einband des Buches Herzens Lust Spiele, das eine Ultraschallaufnahme seines Herzens zeigt.
Jena Krier wurde 1949 in Luxemburg geboren. Studium der Germanistik und Anglistik. Er lebte und arbeitete in Luxemburg. Veröffentlichungen in vielen Literaturzeitschriften, wie Sinn und Form, ndl, manuskripte, Akzente etc.
Jean Krier veröffentlichte mehrere viel beachtete Gedichtbände. 2010 erschien im poetenladen sein Gedichtband Herzens Lust Spiele.
Für diesen Gedichtband sowie für sein lyrisches Gesamtwerk erhielt er 2011 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im selben Jahr wurde ihm der wichtigste Luxemburgische Literaturpreis zugesprochen, der Prix Servais.
Jean Krier im poetenladen
Herzens Lust Spiele
Für poet nr. 14 hatte Jean Krier bereits neue Gedichte ausgewählt, die in der Ausgabe nr. 14 (März 2013) erscheinen werden.
Der Verlag trauert um seinen Autor, mit dem bereits ein weiterer Gedichtband in Vorplanung war.
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| Lyrikpreis München an Anne-Marie Kenessey |
News 425 08.12.2012 |
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Im Münchner Wettbewerbsfinale am 07.12.2012 setzte sich die Zürcher Autorin Anne-Marie Kenessey durch und erhielt den Hauptpreis (Dotation 1000 Euro).
Neben der Preisträgerin Anne-Marie Kenessey waren Jürgen Flenker aus Münster (Platz 2) und Jörg Neugebauer (Patz 3) aus Neu-Ulm erfolgreich. Zu den weiteren Final-Teilnehmern gehörten Patrick Beck, Sina Klein und Angelia Maria Schwaller.
Anne-Marie Kenessey, geboren 1973, überzeugte mit ihren wortschöpferischen, sprachspielerischen Gedichten, die sich teils experimenteller Sprechweisen bedienen. Die Jury zeigte sich – wie in anderen Fällen auch – diskussionsfreudig, dabei überwog gleichwohl der Eindruck, dass die Lyrikerin ein beachtliches Spektrum poetischer Ausdrucksformen in hoher sprachkünstlerischer Form entwickle.
Einig war man sich, dass sich eine Traditionslinie zeige, die, von Avantgarde-Strömungen wie dem Dadaismus ausgehend, über Schwitters bis hin zu Ernst Jandl und Oskar Pastior führe. Beeindrucken konnte Anne-Marie Kenessey auch durch ihren Vortrag, mit dem sie vor allem jene Gedichte, die vom Lautmalerischen lebten, angemessen zur Geltung brachte.
Anne-Marie Kenessey wurde 1973 in Zürich geboren, wo sie auch heute lebt. Seit 2009 Gedichte in Literaturzeitschriften wie „Sprache im technischen Zeitalter“ und „Wespennest“. Ihr Debüt „Im Fossil versteckt sich das Seepferd vor dir“ erschien 2012 im Verlag Edition Isele.
Preisräger der Vorjahre waren Sandra Trojan (2011) sowie Lisa Elsässer und Carl-Christian Elze (beide 2010).
Anne-Marie Kenessey im poetenladen
Website Lyrikpreis München
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| Dresdner Lyrikpreis 2012 geht an Hartwig Mauritz |
News 424 26.11.2012 |
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Beim Finale um den Dresdner Lyrikwettbewerb am 24. November 2012 in Dresden (Villa Augustin) ging Hartwig Mauritz als Síeger hervor.
Der Lyriker wurde 1964 in Eckernförde geboren. Er lebt in Vaals in den Niederlanden. Mauritz studierte Elektrotechnik und arbeitet seit 1995 als Lehrer am Berufskolleg. Seine Gedichte sind in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien erschienen. Zuletzt publizierte er „biotope" (Lyrikedition 2008). In diesem Herbst folgt der Gedichtband „rumor der frösche auf den dünnen flächen der physik".
Der mit 5000 Euro dotierte Dresdner Lyrikpreis wird im zweijährigen Rhythmus von der Landeshauptstadt Dresden ausgelobt. Zu den Nominiwrten zählten unter anderen Daniela Danz, Thomas Böhme und Renatus Deckert.
„In diesem 48jährigen Dichter, der nahe Aachen gleich hinter der niederländischen Grenze lebt, haben wir einen poetischen Nachfahren von Dichtern wie Hans Magnus Enzensberger und dem Schweden Lars Gustafsson. Fasziniert von Grenzüberschreitungen im Wissensdurst wie im Lebenshunger, von Biografien und Lebensleistungen, die Türen öffneten in neue Erkenntnis- und Erlebensräume, schrieb Hartwig Mauritz lakonisch und doch voller transzendenter Feinheiten, die uns zu fesseln vermögen“, so der Laudator Richard Pietraß.
Hartwig Mauritz im poetenladen
Hartwig Mauritz im poet nr. 13
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| Gewinner des 20. open mike |
News 423 11.11.2012 |
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Die Die Preisträger für Prosa heißen: Sandra Gugić, Juan S. Guse, Joey Juschka (Publikumspreis). Der Lyrikpreisträger ist Martin Piekar
Sandra Gugić, in Wien geboren, Studium an der Universität für Angewandte Kunst in Wien sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Stipendien und Preise u.a.: österreichisches Staatsstipendium für Literatur des bm:ukk 2010/11, Hohenemser Literaturpreis (Anerkennungspreis) 2011. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien
Juan S. Guse, geboren 1989 in Seligenstadt am Main, Literaturstudium, Mitherausgeber der »BELLA triste«.
Joey Juschka, 1977 in Halle / Saale geboren, studierte Germanistik und Anglistik / Amerikanistik, erst in Halle und in Newcastle, Großbritannien, und schließlich in Berlin. In Berlin blieb sie dann auch und arbeitete in verschiedenen Jobs rund um Sprache und Kunst: als Deutschtrainerin, Performerin, Dramaturgin, Festivalorganisatorin.
Martin Piekar, 1990 geboren, Student der Philosophie und der Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main; wohnhaft allerdings in Bad Soden a. T. 2007 Teilnehmer des Schreibzimmers im Literaturhaus Frankfurt, 2010 Gewinner des Gedichts des Jahres beim Lyrix-Wettbewerb des Deutschlandradios, 2012 Stipendiat der Stiftung Niedersachsen beim Literaturlabor Wolfenbüttel. Veröffentlichte bereits in Literaturzeitschriften (z.B. »POET«, »etcetera«, »floppy myriapodo«, »Federwelt«).
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| Ursula Krechel erhält den Deutschen Buchpreis |
News 422 08.10.2012 |
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Die Autorin Ursula Krechel hat den Deutschen Buchpreis 2012 gewonnen. Sie erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Roman „Landgericht“.
Die Begründung der Jury lautet: „Ursula Krechel erzählt in ihrem Roman Landgericht die Lebensverwicklung des aus dem Exil zurückkehrenden Richters Richard Kornitzer. Er ist vom Glauben an Recht und Rechtsstaatlichkeit durchdrungen und zerbricht, als er in der Enge Nachkriegsdeutschlands den Kampf um die Wiederherstellung seiner Würde verliert. Die Sprache des Romans oszilliert zwischen Erzählung, Dokumentation, Essay und Analyse. Bald poetisch, bald lakonisch, zeichnet Krechel präzise ihr Bild der frühen Bundesrepublik – von der Architektur über die Lebensformen bis hinein in die Widersprüche der Familienpsychologie. Landgericht ist ein bewegender, politisch akuter, in seiner Anmutung bewundernswert kühler und moderner Roman.“
Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2012 gehören an: Silke Grundmann-Schleicher (Buchhandlung Schleichers, Berlin), Andreas Isenschmid (NZZ am Sonn-tag), Oliver Jungen (freier Kritiker), Dirk Knipphals (die tageszeitung), Stephan Lohr (Norddeutscher Rundfunk), Jutta Person (freie Kritikerin) und Christiane Schmidt (freie Lektorin).
Ursula Krechen im poenladen und in poet nr. 7 (vergriffen):
Gespräch mit Jan Kuhlbrodt – Ich werde keine klassische Romancière 
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| Finalisten des 20. open mike stehen fest |
News 421 01.10.2012 |
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22 Autoren konnten sich für das Finale des 20. open mike der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation qualifizieren, das vom 9. bis 11.11. im Heimathafen Neukölln in Berlin stattfindet.
Von den Finalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind 14 Autoren für Prosa und 8 für Lyrik eingeladen. Folgende Autoren sind nominiert:
für Lyrik Yevgeniy Breyger (Magdeburg), Sascha Kokot (Leipzig), Martin Piekar (Bad Soden), Friederike Scheffler (Berlin), Michael Spyra (Leipzig), Arne Vogelgesang (Berlin), Linus Westheuser (Berlin), Tristan Marquardt (München);
In eigener Sache: Damit sind 8 der 9 Lyrikfinalisten auch im poetenalden vertreten. Wir wüsnchen allen gutes Gelingen!
für Prosa Verena Boos (Frankfurt/M.), Vera Buck (Zürich), Thomas Dörschel (Berlin), Verena Güntner (Berlin), Sandra Gugic (Berlin/Wien), Juan S. Guse (Hildesheim), Ann-Christin Helmke (Fernwald), Alina Herbing (Hildesheim), Joey Juschka (Berlin), Juliane Link (Berlin), Nina Lörken (Berlin), Stefan Mesch (Eppingen), Nadja Schlüter (München), Kerstin Schubert (Zittau). Die Teilnehmerliste sowie aktuelle Infos rund um den open mike sind ab sofort auch auf www.literaturwerkstatt.org und auf dem open mike-Blog zu finden.
Die Auswahl der Teilnehmer haben sechs Lektoren aus renommierten Verlagen getroffen. Daniel Beskos (mairisch Verlag), Natalie Buchholz ( Klett Cotta Verlag), Christoph Buchwald (Cossee Verlag/Jahrbuch der Lyrik), Lars Claßen (Suhrkamp Verlag), Georg Hasibeder (Haymon Verlag) und Birgit Schmitz (Berlin Verlag) wählten aus über 630 anonymisierten Texten ihre Kandidaten aus. Während des Finales stellen sie die Teilnehmer dem Publikum und der Jury vor.
Die Juroren Marcel Beyer, Thomas von Steinaecker und Silke Scheuermann können bis zu drei Preisträger küren. Einer der Preise wird für Lyrik vergeben. Für die Preisträger steht eine Gewinnsumme von insgesamt 7500 EUR zur Verfügung. Auch das Publikum kann einen Gewinner küren: die taz-Publikumsjury wird den taz-Preis verleihen.
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| Katharina Hartwell wird Sylter Inselschreiberin |
News 420 10.09.2012 |
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 Preisträgerin Katharina Hartwell
(Foto: J. Henrich)

Katharina Hartwell
Im Eisluftballon
Erzählungen
poetenladen, Leipzig 2011
online ordern 
Das 13. Sylt-Quelle Literaturstipendium Inselschreiber erhält 2013 die in Leipzig lebende Autorin Katharina Hartwell. Sie gewann den Wettbewerb mit der Erzählung
Insgesamt hatten sich 123 Autoren für den Literaturpreis unter dem Motto „Wer wagt, riskiert“ beworben. Die Auszeichnung umfasst ein Preisgeld von 2500 Euro und einen zweimonatigen Aufenthalt in Rantum auf Sylt. Hartwells Erzählung habe durch ihre sprachliche Behutsamkeit und die dichte, eindringliche Stimmung beeindruckt, urteilte die Jury.
Die Jury begründete ihre Entscheidung iwe folgt: „Die Erzählung 'Jesper kommt zurück' beeindruckt durch ihre sprachliche Behutsamkeit und die dichte, eindringliche Stimmung, die sie erzeugt. Die Beschreibung der Naturereignisse definiert nicht nur die Stimmung des Textes, sie spiegelt auch die Gestimmtheit, die psychischen Befindlichkeiten der beiden im Mittelpunkt stehenden Jungen wider, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Vom Beginn der Erzählung an wird angedeutet, dass etwas geschehen ist, was zunächst nicht formuliert werden kann. Dass dieses Geheimnis von anderer Dimension ist, als die Geheimnisse aus Kindertagen, wird immer deutlicher und ist erzählerisch auch auf symbolischer Ebene sensibel und überzeugend umgesetzt.“
Die Stiftung vergibt das Inselschreiber-Stipendium seit 2001 jedes Jahr an deutschsprachige Autoren, die bereits in Buchform publiziert haben. Katharina Hartwells literarisches Debüt ist der 2010 erschienene Erzählband Im Eisluftballon (Poetenladen Verlag).
Katharina Hartwell im poetenladen
Ihr Prosadebüt: Im Eisluftballon (poetenladen Verlag) 
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| Andreas Altmann erhält Literaturpreis 2012 des Sächsischen Kunstministeriums |
News 419 30.07.2012 |
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Der Literaturpreis 2012 des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (Dotation 5.500 EUro) geht an Andreas Altmann.
Mit Andreas Altmann wird ein sächsischer Autor geehrt, der sich durch die langjährige Kontinuität und Authentizität seines dichterischen Schaffens im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht hat.
„Seine Dichtung zeichnet sich durch ihre magische Bildkraft und ihren unaufdringlichen Ton aus. Durch die Verschmelzung von Sprache, Ich und Natur gelingt es ihm, ein dichterisches Refugium zu erschaffen, das in der heutigen deutschen Lyrik einzigartig ist. Er bringt die Sprache gleichsam zum Leuchten und verbindet Natur und Poetik, wozu für ihn auch der Blick auf industrielle Hinterlassenschaften gehört, die Teil unserer zivilisatorischen Umwelt sind.
Neben seiner dichterischen Arbeit trat Andreas Altmann auch als Herausgeber hervor und präsentierte zuletzt mit den Anthologie ‚Es gibt eine andere Welt‘ ein Standardwerk heutigen Dichtens in Sachsen“, so die Begründung der Jury.
Die Preisverleihung findet im Herbst statt im Rahmen des Projektes „Landnahme“ des Sächsischen Literaturrats e.V
Andreas Altmann: geboren 1963 in Hainichen (Sachsen), Studium der Sozialpädagogik in Leipzig, lebt heute in Berlin. Er veröffentliche bislang sieben Gedichtbände und gab mit Axel Helbig die Anthologie „Es gibt eine andere Welt. Neue Lyrik aus Sachsen“ heraus.
Weiteres beim Medienservice Sachsen
Andreas Altmann im poetenladen
Andreas Altmann im Verlag
Das zweite Meer (aktueller Gedichtband)
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| Lessing-Preis an Volker Lösch, Förderpreise an J. Schalansky und F. Gerstenberg |
News 418 24.07.2012 |
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Der mit 13.000 Euro dotierte Lessing-Preis 2013 des Freistaates Sachsen geht an den Regisseur Volker Lösch. Die Forderpreise (5.500 Euro) erhalten Franziska Gerstenberg und Judith Schalansky.
In der Begründung des Lessing-Kuratoriums für Volker Lösch als Hauptpreisträger heißt es: „Die Dramaturgie seiner Inszenierungen folgt den Konfliktlinien unserer Zeit und macht sie ästhetisch wahrnehmbar. In den Bürger-Chören seines Theaters erhalten die Übergangenen und Nichtbeachteten, die Marginalisierten und Ausgegrenzten eine eigene Stimme. Löschs künstlerische Theaterpraxis stellt Öffentlichkeit her. Sie macht das Stadttheater wieder zu einem Ort der Auseinandersetzung über Angelegenheiten, die alle Bürger betreffen.“
Volker Lösch, 1963 in Worms geboren, arbeitete zunächst als Schauspieler, bevor er als Regisseur an zahlreichen Stadt- und Staatstheatern tätig war. Die Bürgerchöre in seinen Stücken besetzt er bevorzugt mit Vertretern sozialer Randgruppen. Mit solch einem Laiensprechchor arbeitete Lösch erstmals in seiner Inszenierung des Stückes Orestie nach dem griechischen Dichter Aischylos am Staatsschauspiel Dresden im Oktober 2003. Seit der Spielzeit 2005/06 ist Volker Lösch Hausregisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am Staatstheater Stuttgart.
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Franziska Gerstenberg, 1979 in Dresden geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt heute in Berlin. Sie wurde bekannt mit ihren Kurzgeschichten. 2004 und 2007 wurden ihre Bände ´So viel Vögel und Solche Geschenke veröffentlicht. Inzwischen ist ihr erster Roman Spiel mit ihr erschienen.
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Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr literarisches Debüt, der Matrosenroman Blau steht dir nicht, erschien 2008. Judith Schalansky ist auch als Buchgestalterin tätig und erhielt für ihren Atlas der abgelegenen Inseln die Auszeichnung »Schönstes Buch des Jahres 2009«. Viel Beachtung fand ihr neuester Roman Der Hals der Giraffe.
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| Bachmannpreis2012 an Olga Martynova |
News 417 09.07.2012 |
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Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2012 geht an Olga Martynova und ihren Text »Ich werde sagen Hi«.
Die weitere Preise: kelag-Preis an Matthias Nawrat
3sat-Preis an Lisa Kränzler
Ernst-Willner-Preis an Inger-Maria Mahlke
Publikumspreis an Cornelia Travnicek
In der Laudatio von Paul Jandl heißt es: In Olga Martynovas Geschichte gehe es »um eine Kindheit, die endet, als eine kreative Rationalität beginnt: Ein junger Mann entde»ckt, wie sich das erzählen lässt – und weil Olga Martynova eine große Schriftstellerin ist, entdeckt sie das in ihrem Text mit ihm«
Offizielle Bachmannpreis-Seite
Preisträger im poetenladen bzw. im Magazin poet:
Matthias Nawrat in poet nr. 12
Inger-Maria Mahlke in poet nr. 10

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Matthias Nawrat
vertreten mit Prosa
in poet nr. 12 |

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Inger-Maria Mahlke
vertreten mit Prosa
in poet nr. 10 |
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| Julia Trompeter erhält Brinkmann-Stipendium 2012 |
News 416 09.07.2012 |
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Julia Trompeter, in Siegburg (NRW) geborene Lyrikerin und Prosaautorin, erhält das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2012, mit dem erstmals nicht nur Kölner Autoren, sondern Schreibende aus ganz NRW ausgezeichnet werden konnten.
In der Brgründung heißt es: Julia Trompeter blickt mutig genau dort hin, wo die eigene Schreiblust angesichts der großen Meister gemeinhin versiegt: auf die literarische Tradition. Kunstfertig und mit charmantem Trotz geht sie in Dialog und stößt sich zugleich davon ab. Mit Witz eignet sie sich Erzählstile an und findet in der Auseinandersetzung mit Vorbildern zu einem eigenen Ton.
In sprachexperimenteller Lyrik, vor allem aber in ihrem Roman Die Mittlerin, welcher der Jury in Auszügen vorliegt, gestaltet sie mit spielerischer Leichtigkeit und Sinn für Komik das Leben als Kopftheater, das sich an der Realität messen muss.nproduzenten und -rezipienten. Seit 1992 lebt sie in Berlin.
Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2012  | Julia Trompeter im poetenladen

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Julia Trompeter
Vertreten mit Gedichten
in poet nr. 9 |
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| Kathrin Röggla erhält Arthur-Schnitzler-Preis 2012 |
News 415 12.05.2012 |
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Ausgezeichnete Autorin
Über einen weiteren Preis darf sich die in Salzburg geborene und in Berlin lebende Autorin Kathrin Röggla freuen: Sie erhält den mit 10.000 Euro dotierten Arthur-Schnitzler-Preis.
Der Arthur-Schnitzler-Preis ist eine weitere Auszeichnung der viel gerühmten Autorin, die ihre literarische Laufbahn einst beim 1. Open-Mike in Berlin begann. Die Verleihung findet am 20. Mai im Rahmen einer Matinee am Volkstheater Wien statt Der Preis wird vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sowie von der Kulturabteilung der Stadt Wien finanziert. Bisherige Preisträger waren Franzobel (2002) und Gert Jonke (2005). Mit Kathrin Röggla, so heißt es, sei eine der profiliertesten und kontroversesten deutschsprachigen Dramatikerinnen gekürt worden.
Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und studierte Germanistik sowie Publizistik. Sie veröffentlichte rund zwanzig Radioarbeiten, elf Theaterstücke und zwölf Bücher.Nach tokio, rückwärtstagebuch und dem ebenso letztes Jahr publizierten Essay Gespensterarbeit, Krisenmanagement und Weltmarktfiktion thematisiert ihr formvollendet komponierter Erzählband die alarmbereiten (2010) den Alarmismus der Politik und Wirtschaft, die Sensationsgier von Medienproduzenten und -rezipienten. Seit 1992 lebt sie in Berlin.
Homepage von Kathrin Röggla  | Kathrin Röggla im poetenladen

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Kathrin Röggla im Gespräch
über Literatur und Politik:
Es fehlt das theoretische Rüstzeug (poet 9)
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Kathrin Röggla im Gespräch
über Literatur und Zeit:
Eine rasante Taktung, die den Ton angibt (poet 11)
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| Preis der Autoren für Finn-Ole Heinrich und Spaceman Spiff |
News 414 10.05.2012 |
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Fotograf: Dylan Thompson
Das Liedermacher-Autoren-Duo Finn-Ole Heinrich und Spaceman Spiff werden für ihr Bühnenprogramm „Du drehst den Kopf, ich dreh den Kopf“ ausgezeichnet.
Der Preis, der für die „überzeugende Zusammenführung von Musik, Literatur und Performance zu einer eigenen Kunstform “ verliehen wird, ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Autorenstiftung Frankfurt gestiftet. Seit 2007 vergibt die Autorenstiftung Frankfurt am Main alljährlich den Preis, eine Auszeichnung für „herausragende Werke der darstellenden Künste, deren Einzigartigkeit darin besteht, dass es ein Preis von Autoren für Autoren ist“.
Die Erzählungen und Songs des Duos Heinrich-Spiff sind im mairisch Verlag erschienen. Bei ihren ersten Live-Auftritten, so heißt es, schuf das Duo eine fast schon magische Atmosphäre, mit einfachen Songs und Texten, die ungewöhnlich nahe gehen und im richtigen Moment laut knallen. Frühere Preisträger waren u.a. Annette Hess, Thomas Steinaecker und Paul Brodowsky
Finn-Ole Heinrich: *1982, aufgewachsen in Cuxhaven, Filmstudium in Hannover. Jetzt lebt er in Hamburg.
Spaceman Spiff: alias Hannes Wittmer, *1986, aufgewachsen in Würzburg, lebt in Hamburg.
Website: Autorenstiftung
Ein ausführliches Interview mit Spaceman Spiff (Hannes Wittmer), geführt von Katharina Bendixen, ist im akutellen poet 12  nachzulesen.
Kein Anti-Kitsch-Blatt vor den Mund nehmen
SPACEMAN SPIFF IM GESPRACH
KATHARINA BENDIXEN: Wenn du ein Lied schreibst, hast du dann zuerst den Text oder die Melodie im Kopf?
HANNES WITTMER: Ganz unterschiedlich. Manchmal ist der Text zuerst da, ein Satzfetzen, den ich mir irgendwo notiert habe, manchmal habe ich auch ein Gitarrenriff im Kopf, und dann gibt es einen Moment, wo beides zusammenfliest. Ich habe schon oft versucht, mich hinzusetzen und ein Lied zu schreiben, aber das kann ich gar nicht. Meistens passiert das in einer halben Stunde. Monatelang habe ich nichts Neues geschrieben, und dann gibt es eben diesen Moment. Ich glaube, ich selbst bin daran nicht so richtig beteiligt. Das Lied benutzt mich, um geschrieben zu werden. (Weiteres im Literaturmagazin poet nr. 12 )
Illustration: Miriam Zedelius
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| MDR-Literaturpreis für Gianna Molinari |
News 413 08.05.2012 |
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Zum 17. Mal fand der
Wettbewerb statt.
Der diesjährige Kurzgeschichtenpreis des MDR (Dotation 5000 Euro) geht an die 1988 in Basel geboren Jungautorin Gianna Molinari.
Im Literaturhaus Leipzig kürte die Jury nach dem Wettlesen Gianna Molinari mit ihrer Kurzgeschichte Herr Bleier zum Sieger. Die Schweizerin erhielt auch den Publikumspreis des Abends. In ihrer skurrilen Geschichte blickt ein alternder Tierpräparator auf sein Lebenswerk zurück – bis er sich selbst als Präparat sieht. Die Plätze zwei und drei belegten Ursula Kirchenmayer und Alina Herbing. Schon am Dienstag gehen die Teilnehmer der Endrunde auf Lesereise durch Mitteldeutschland. Ihre Kurzgeschichten können Sie auf der Seite des MDR lesen: Finalisten und ihre Texte
Gianna Molinari, 1988 in Basel/Schweiz geboren. Nach Abitur ein Jahr Praktika an verschiedenen Schweizer Theatern als Regieassistentin, seit 2009 Studium am Schweizerischen Literaturinstitut Biel.
Ursula Kirchenmayer, 1984 in Lugosch/Rumänien geboren, lebt in Berlin. Arbeitete und studierte in Buenos Aires und Lima, Studentin der Romanistik und Germanistik in Potsdam, seit 2010 zudem Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.
Alina Herbing, 1984 in Lübeck geboren, lebt in Hildesheim. Studium der Geschichte und Germanistik in Greifswald und Berlin, seit 2009 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Mitherausgeberin der Zeitschrift für junge Literatur Bella triste. Alina Herbing im poetenladen
Zu den früheren Gewinnern zählen unter anderem Clemens Meyer, Thomas Pletzinger, Katharina Hartwell und Matthias Nawrat. Matthias Nawrat ist in poet nr. 12 mit einem Portrait vertreten. Katharina Hartwells Debütband erschien im poetenladen Verlag. Thomas Pletzinger ist ebenfalls im poetenladen vertreten.
Zur MDR-Wettbewerbsseite 
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| Microsoft glaubt ans E-Book |
News 412 07.05.2012 |
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Buch oder E-Book?
Micoroft setzt aufs E-Book:
Konkurrenz für Apple und Amazon.
Eine Frage, die zunehmend Brisanz zeigt: Wie lang wird es das Buch noch geben? Oder wird es dauerhaft neben den elektronischen Varianten Bestand haben? Jedenfalls bekommen Apple und Amazon Konkurrenz.
300 Mio. Dollar investiert Microsoft in die größte US-Buchhandelskette Barnes & Noble. Der Buchhandel in den USA steht unter Druck, denn die elektronischen Bücher haben sich hier viel schneller ausgebreitet als in Europa. Die zweitgrößte Buchhandelskette Borders ist bereits pleite gegangen; auch Barnes & Noble schwächelt bei den gedruckten Büchern.
Und weiter?
Die Aktien der Buchhandelskette schnellten mit der Bekanntgabe um 70 Prozent nach oben. Gespannt sein darf man auf die Entwicklung in Europa und Deutschland. Dass Buchläden reihenweise schließen werden, darf man annehmen. Wie ist es aber mit jenem Buch, das als gestalteter Gegenstand seinen Wert hat und eine ästhetische Leistung darstellt?
Es geht ja – etwa bei Gedichten – nicht darum, die bloße Textmenge funktional zu erschließen, sondern im Lesen selbst einen künstlerischen Prozess mitzuvollziehen, der durch das Umblättern von Seiten, durch die stetige Übersicht über das Buch, durch die Konzentration auf eben dieses Substanzhafte bestimmt ist. Ein aufgeschlagenes Buch ist eben eine echte Einladung, weiterzulesen, mehr als ein elektronisches Lesezeichen in einem Gerät, das Tausende anderer Texte, Bilder und Videos enthält.
Es gibt die Fastfoodketten und den familiär geführten Italiener: So wird der Buchmarkt sich stärker polarisieren – hier die reine, schnell konsumierbare Leseware, die gut zum E-Book passt, dort der ästethische und künstlerische Mehrwert in einer Gestalt, die mir das Lesen einprägsamer macht. Menschen, die mit den elektronischen Medien aufwachsen, werden das Buch allerdings weniger vermissen als jene, die wesentliche Eindrücke bücherlesend gewonnen haben.
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| Uwe Kolbe erhält Lyrikpreis Meran 2012 |
News 411 06.05.2012 |
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Glückwunsch an die Preisträger: Uwe Kolbe sowie Christoph Wenzel und Karin Fellner.
Am Abend des 05. Mai 2012 hat die Jury des Lyrikpreises Meran (siehe News 410) ) drei Preisträger bekannt gegeben. Den Lyrikpreis Meran der Südtiroler Landesregierung (8.000 Euro) erhält Uwe Kolbe. Der Alfred-Gruber-Preis (Stiftung Südtiroler Sparkasse, 3.500 Euro) geht an Christoph Wenzel. Mit dem Medienpreis (RAI- Senders Bozen, 2.500 Euro) wird Karin Fellner ausgezeichnet.
Die Statements der Jury:
„Für Gedichte, die Stationen einer Biographie in schillernden Bildern, in saloppem und hohem Ton abschreiten, die anspielungsreich Literatur, Kunst, ein ganzes Dichterleben umfassen und auf ihrer paradoxen Suche nach Klarheit einen Paradiesgarten finden - bekommt Uwe Kolbe den Lyrikpreis Meran 2012.“
„Für einen Zyklus, der bei kluger Abwägung aller poetischen Mittel – Metaphorik, Klang, Dialekt – zu einer atmosphärisch dichten Komposition führt, für im Grundton elegische Miniaturen, denen es gelingt, eine Industrielandschaft, eine Zeit auf berührende Weise im Gedicht zu bewahren, erhält Christoph Wenzel den Alfred-Gruber-Preis 2012.“
„Eine Poesie, die sich auf den Zauber des Phantastischen versteht, genauso wie auf den Blick für die verborgenen Öffnungen und Zwischenräume, die „subraumrisse“, in denen immer wieder etwas Neues anfangen kann. Der dichterische Schwung dieses surrealistisch unbekümmerten Lobs der Torheit überzeugte die Jury – der Medienpreis des RAI Sender Bozens geht an Karin Fellner.“
Uwe Kolbe, geboren 1957 in Berlin (Ost), lebt in Berlin. 1976 wurden auf Vermittlung von Franz Fühmann erste Texte von Uwe Kolbe in der Literaturzeitschrift Sinn und Form veröffentlicht. 1987 siedelte er in die Bundesrepublik über. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis und dem Preis der Literaturhäuser. Zahlreiche Gedichtbände, so zuletzt Heimliche Feste (Suhrkamp 2008).
Zn den Preisträgern der letzten Jahre gehören: Ulrike A. Sandig (2006), Martina Hefter (2008) und Andre Rudolph (2010).
Uwe Kolbe – Kein Haus
Wenn aber kein Haus mein eigen,
ich zu den Verzerrten gehöre,
denen nicht Not, aber ungerecht
Zorn galt, der älter war, zu alt,
dass, die ihn ausschrien gegen sie,
auch gegen sich schrien, sich selbst
nicht hörten, ach die – Eltern?
Weiterlesen: Uwe Kolbe: Kein Haus (poet nr. 11)
Uwe Kolbe mit Übersetzungen zu Luke Davies: Love Poems (poet nr. 12)
Elke Erb über Uwe Kolbe
Zur Seite Lyrikpreis Meran 
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| Lyrikpreis Meran 2012 – Die Finalisten |
News 410 28.04.2012 |
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Vom 4. bis zum 6. Mai 2012 findet zum elften Mal der Wettbewerb um den Lyrikpreis Meran statt ( Meran, Pavillon des Fleurs ).
Die ausgewählten Finalisten lassen ein spannendes und hochrangiges Lyrikwettlesen erwarten. Nach der Eröffnung am Donnerstagabend wird am Freitag (4.5.2012) und Samstag (5.5.2012) gelesen. Am Abend des zweiten Lesetages (5.5.2012) werden um 18 Uhr im Pavillon des Fleurs drei Preise vergeben:
Lyrikpreis Meran (8.000 Euro)
Alfred-Gruber-Preis (3.500 Euro)
Medienpreis des RAI-Senders Bozen (2.500 Euro)
Zu den Teilnehmern gehören:
Daniela Danz * 1976
Karin Fellner * 1970
Stefan Heuer * 1971
Andrea Heuser * 1972
Uwe Kolbe * 1957
Thomas Kunst * 1965
Marie T. Martin * 1982
Hartwig Mauritz * 1964
Christoph Wenzel * 1979
Der poetenladen wünscht allen Teinehmern den größen Erfolg und schöne Tage in Meran. Die jüngste Finalistin, Marie T. Martin, hat soeben ihren ersten Gedichtband im poetenlden Verlag publiziert: Wisperzimmer.
Am Freitag (04.05.) lesen: Thomas Kunst (10 Uhr), Uwe Kolbe (11 Uhr), Andrea Heuser (12 Uhr), Stefan Heuer (16 Uhr), Marie T. Martin (17 Uhr) und Karin Fellner (18 Uhr).
Am Samstag (05.05) folgen Hartwig Mauritz (10 Uhr), Christoph Wenzel (11 Uhr) und Daniela Danz (12 Uhr).
Als Juroren sind dabei: Ilma Rakusa (Autorin, Zürich), Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main), Maria Gazzetti (Lyrik Kabinett München), Hans Höller (Universität Salzburg) und Jan Wagner (Autor, Hamburg)
Zn den Preisträgern der letzten Jahre gehören: Ulrike A. Sandig (2006), Martina Hefter (2008) und Andre Rudolph (2010).
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| Poetenladen auf der Leipziger Buchmesse 2012 |
News 409 20.02.2012 |
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Der Poetenladen freut sich auf die Buchmesse 2012 in Leipzig und lädt Leser, Autoren und Interessierte herzlich ein, uns am Stand (D217) nahe der Leseinsel Junge Verlag zu besuchen.
14.03.2012 – 18.03.2012
Ebenso freuen wir uns auf viele spannende Lesungen, die bereits am Buchmessevortrag, also am Mittwocn, den 14. März 2012, beginnen. In der temporären Lyrikbuchhandlung (Galerie Delikatessenhaus) wird es am Mittwoch um 23 Uhr die erste Lesung mit vier Lyrikerinnen geben. Unsere Autoren sind unter anderem auch auf der UV (Lesung der Unabhängigen Verlage) und auf der L3 (Lange Leipziger Lesenacht) vertreten und wie immer selbstverständlich auf der Leseinsel Junge Verlage.
Mittwoch, 14.03.2012
23:00 Uhr | Lyrikbuchhandlung im Kunstraum Delikatessenhaus
Kathrin Bach | Kenah Cusanit | Marie T. Martin | Sandra Trojan
Lyrikbuchhandlung, Karl-Heine-Straße 59
Donnerstag, 15.03.2012
23:00 Uhr | L3 Lange Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei
Michael Fiedler | Andre Rudolph | Katharina Bendixen
Freitag, 16.03.2012
15:00 Uhr | Leseinsel Junge Verlage
Katharina Bendixen und Christian de Simoni | Junges Erzählen
18:00 Uhr | Leipziger Verlage stellen sich vor
Katharina Bendixen, Christian de Simoni, Andreas Heidtmann
Buchhandlung Hugendubel, Petersstraße 12-14
23:00 Uhr | UV Lesung der Unabhängigen Verlage
Vertigo: Christian de Simoni liest aus seinem Roman Rückseitenwetter
Lindenfels Westflügel, Hähnelstraße 27, Saal
Samstag, 17.03.2012
12:00 Uhr | mephisto, Glashalle, Rotes Sofa
Katharina Bendixen und ihr neuer Erzählband Gern, wenn du willst
15:00 Uhr | Leseinsel Junge Verlage
POET – Andreas Altmann, Doris Wirth, Bertram Reinecke u.a.
15:00 Uhr | Lesung Druckerei Pöge, Handwerkerhof 15
Katharina Bendixen u.a., Moderation: Claudius Nießen
19:30 Uhr | Teil der Bewegung – Lyriknacht an Musik
Marie T. Martin und Michael Fiedler
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstraße 11, Galerie
Sonntag, 18.03.2012
12:30 Uhr | mephisto, Glashalle, Rotes Sofa
Michael Fiedler und sein neuer Lyrikband Geometrie und Fertigteile (Reihe Neue Lyrik)
14:00 Uhr | Leseinsel Junge Verlage
Poesie hoch 3 – Sandra Trojan | Michael Fiedler | Special Guest
poetenladem | Halle 5 Stand D 217 | Leseinsel Junge Verlage
Details zu den Veranstaltungen 
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| Lyrikpreis München an Sandra Trojan |
News 408 28.11.2011 |
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Sandra Trojan
(Foto: Juliane Henrich)
Der zum zweiten Mal vergebene Lyrikpreis München geht 2011 an Sandra Trojan.
Über den diesjährigen Lyrikpreis München wurde im öffentlichen Wettbewerbslesen der acht Finalistinnen und Finalisten am Samstagabend, 26.11.2011, im Vortragssaal der Münchner Stadtbibliothek entschieden. Den Preis (Dotation 1000 Euro) erhielt die in Leipzig lebende Autorin Sandra Trojan, die 2009 mit ihrem Debüt Um uns arm zu machen (poetenladen) an die Öffentlichkeit getreten war. Eine lobende Erwähnung sprach die Jury dem gleichfalls aus Leipzig stammenden Sascha Kokot aus, der in diesem Jahr auch als Finalist beim Leonce-und-Lena-Wettbewerb gelesen hatte.
Zu den weiteren Finalisten gehörten: Sabina Lorenz, Marie T. Martin, Walter Fabian Schmid, Bastian Schneider, Martina Weber sowie Janin Wölke, die jedoch nicht selbst vor Ort sein konnte.
Die Juroren des Abends waren: Eva-Elisabeth Fischer, Redakteurin SZ; Rolf Grimminger, Professor der Germanistik; Christian Lux, Verleger luxbooks; Antonio Pellegrino, Redakteur Literaturkritik, BR
Insgesamt stufte die Jury das Niveau der vorgetragenen Lyrik – mit kleineren Ausnahmen – als hoch ein. Der Wettbewerb wird vom Münchner Literaturbüro e.V. veranstaltet. Auf der Webseite des Wettbewerbs finden sich Informationen zu den drei vorausgegangenen Leseabenden, wo jeweils die Finalisten für die Endrunde gekürt wurden.

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| Reihe „Neue Lyrik“ ins Leben gerufen |
News 407 12.09.2011 |
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Anne Dorn
(Foto: Hildegard Weber)

Michael Fiedler
(Foto: poetenladen)
Eine neu begründetete Lyrikreihe der Kulturstiftung Sachsen im Verlag poetenladen wird in diesem Herbst mit ersten Titeln eröffnet.
Die Kulturstiftung beginnt im Herbst 2011 gemeinsam mit den Schriftstellern Jayne-Anne Igel und Jan Kuhlbrodt als Mitherausgeber und dem Leipziger Verleger Andreas Heidtmann eine vorerst auf sechs Bände angelegte Reihe von Gedichten. Pro Jahr sollen zwei Gedichtbände von herausragender Qualität, kommentiert und mit einem Nachwort versehen, im Leipziger poetenladen Verlag erscheinen. Dabei soll jeweils ein bekannter Autor und ein Debütant im Wechsel publiziert werden. Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre (sechs Bände) angelegt. Im Herbst 2011 beginnt die Reihe mit einem Gedichtband von Anne Dorn, es folgt im gleichen Jahr das Debüt von Michael Fiedler.
Die Autoren
Anne Dorn, „Wetterleuchten“:
Anne Dorn wurde 1925 in Wachau bei Dresden geboren und lebt heute als Schriftstellerin in Köln. Sie wird der so genannten „Kölner Schule des neuen Realismus“ zugerechnet. Anne Dorn verfasste mehrere Romane, Hörspiele und arbeitet für das Fernsehen. Ihre Gedichte erschienen regelmäßig im „Jahrbuch der Lyrik“. Beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 ging auch ein großer Teil ihrer Originalmanuskripte verloren, die sich dort – neben den Nachlässen von Heinrich Böll und Dieter Wellershoff – als Vorlass befanden. So ist es ein Glück, dass ihr Gedicht-Manuskript erhalten blieb. Es ist das dichterische Debüt der viel beachteten Autorin.
Michael Fiedler, „Geometrie und Fertigteile“:
Michael Fiedler wurde 1981 in Leipzig geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Neben Cut-ups schreibt er Teaser-Texte für Theaterstücke, Flyer und Webseiten. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte in Anthologien und Zeitschriften. Im April 2011 erschien eine Auswahl seiner Gedichte in der renommierten Lyrik-Zeitschrift „zwischen den zeilen“ (Heft 31), herausgegeben von Urs Engeler. Der Gedichtband „Geometrie und Fertigteile“ ist Michael Fiedlers Debüt als Autor.
Die Herausgeber
Jayne-Ann Igel, geboren 1954 in Leipzig, lebt in Dresden als Autorin und Herausgeberin.
Jan Kuhlbrodt, geboren 1966 in Chemnitz, lebt in Leipzig als Autor und Herausgeber.
Ralph Lindner ist Direktor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Adresse: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden
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| Bachmannpreis für Maja Haderlap |
News 406 10.07.2011 |
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ORF Bachmannpreis
Nach einer Stichwahl gegen Steffen Popp gewann Maja Haderlap den Hauptpreis (25.000 Euro). Steffen Popp erhielt den Kelag-Preis, der in seiner Dotation (10.000 Euro) an zweiter Stelle steht.
Die diesjährige Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin steht fest: Es ist die 1961 in Bad Eisenkappel geborene und in Klagenfurt lebende Autorin Maja Haderlap. Sie las eine Geschichte, die sich mit Kindheitserinnerungen einer Kärntner Slowenin beschäftigt, mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Partisanen-Widerstand gegen das Dritte Reich. Die Jurorin Daniela Strigl, auf deren Einladung die Autorin las, sagte in ihrer Laudatio:
„Es gibt Glücksfälle in der Literatur. Wenn jemand etwas zu erzählen hat und lange nicht kann und irgendwann drängt der Stoff, drängt die Geschichte zur Gestaltung und findet eine Autorin, deren sprachliche Mittel ihr auch gewachsen sind. In Im Kessel entdeckt eine Tochter, das ihr Vater ein Verwundeter ist, ein Gezeichneter, einer auf den man sich nicht verlassen kann. Stark sind in diesem Dorf, in diesen Familien, die Frauen.“
Viel Beifall fand Steffen Popp mit dem Text Spur einer Dorfgeschichte, der starke lyrische Züge aufweist. Eingeladen worden war er von Meike Feßmann. In ihrer Laudatio heißt es: „Steffen Popp erzählt von einem Dorf im Thüringer Wald, das es wirklich gibt. ... Steffen Popp ist einer Spur gefolgt und hat eine neue Spur gezogen – eine leuchtende Spur, die wir nun in unseren Köpfen haben.“
Steffen Popp, der in diesem Jahr auch den Leonce-und-Lena-Preis erhielt, war bislang vor allem als Lyriker hervorgetreten ( Kolonie Zur Sonne, Kookbooks 2008), aber auch mit dem Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin (Kookbooks 2006).
Weitere Preise gingen an Nina Bußmann (3sat-Preis), Leif Randt (Ernst-Willner-Preis) und Thomas Klupp ( Publikumspreis)
Offizielle Seite zum Ingeborg Bachmannpreis
Autoren und Texte
Steffen Popp in Akrobat II (poetenladen) 
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| Büchnerpreis für Friedrich Christian Delius |
News 405 20.05.2011 |
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Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2011 an den Schriftsteller Friedrich Christian Delius.
In der Begründung der Akademie heißt es: “Als kritischer, findiger und erfinderischer Beobachter hat er in seinen Romanen und Erzählungen die Geschichte der deutschen Bewusstseinslagen im 20. Jahrhundert erzählt – von der Vorgeschichte der NS-Zeit über die Zeit der Teilung bis in die unmittelbare Gegenwart.
Seine politisch hellwachen, ideologieresistenten und menschen-freundlichen Texte loten die historischen Tiefendimensionen der Gegenwart aus. Seiner souveränen Erzählkunst gelingt es, eine manchmal satirische Beobachtungsschärfe zu verbinden mit einer humanen Sensibilität, die seine Figuren oft decouvriert, aber nie denunziert.”
Auch als Lyriker ist Delius hervorgetreten. Zu finden auch in der poetenladen-Anthologie: Der gelbe Akrobat von Michael Braun und Michael Buselmeier. Darin findet sich das Gedicht: Abschied von Willy. Kommentiert von Michael Buselmeier.
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| Schubart-Preis für Hans Christoph Buch |
News 404 09.04.2011 |
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Die Stadt Aalen hat am Sonntag, 3. April 2011, an den Autor Hans Christoph Buch den Schubart-Literaturpreis verliehen.
Der 1944 in Wetzlar geborene Schriftsteller weise wie der Namensgeber der Auszeichnung auf Missstände hin. Speziell Buchs Texte über den »permanenten Weltbürgerkrieg« waren nach Ansicht der Jury der Ehrung wert. Bei seinen Reisen zu Konfliktherden, wie aktuell nach Nordafrika, trete der Autor nicht als romantischer Revolutionstourist auf, lobte Laudator Wolf Biermann. Zudem beschrieb Buch das Scheitern Haitis nach dem katastrophalen Erdbeben.
Der alle zwei Jahre vergebene Preis ist mit 12.000 Euro dotiert und erinnert an den in Aalen aufgewachsenen Dichter, Komponisten und Journalisten Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791).
Neben dem Hauptpreis gehen ein Förderpreis an den Poetry-Slam-Künstler Timo Brunke sowie ein Sonderpreis an Bernd Jürgen Warneken. Der Tübinger Kulturwissenschaftler hat eine Schubart-Biografie geschrieben.
Web-Site der Stadt Aalen
Liste der bisherigen Schubart-Preis-Träger
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| Leonce-und-Lena-Preis 2011 an Steffen Popp |
News 403 26.03.2010 |
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Der Leonce-und-Lena-Preis 2011 geht an Steffen Popp – Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise für Jan Volker Röhnert und Andre Rudolph
Beitrag zum Wettbewerb 
Die Favoriten haben sich weitestgehend durchgesetzt, etwa Steffen Popp mit dem Hauptpreis, aber auch Röhnert und Rudolph mit den Förderpreisen. Ihnen hatte man im Vorfeld auch den Hauptpreis zugetraut. Die Frauen, darunter die Favoritin Nadja Küchenmeister, gingen leer aus.
Bei Steffen Popp würdigt die Jury, dass er das Landschaftsgedicht auf neue Grundlagen stelle.
Steffen Popp wurde 1978 in Greifswald geboren und lebt in Berlin. Das Studium der Philosophie und Deutschen Literatur schloss er in Berlin ab, derzeit Promotion zum Thema Poesie und Lebensform. Er veröffentlichte die Gedichtbände Wie Alpen und Kolonie Zur Sonne, den Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin und Übertragungen der us-amerikanischen Lyriker Christian Hawkey und Ben Lerner.
Jan Volker Röhnert wurde 1976 in Gera geboren; 2003-2008 Assistent an der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität; 2008-2010 DAAD-Lektor in Sofia/ Bulgarien; lebt gegenwärtig als freier Autor in Weimar. Erhielt u. a. den Lyrikdebütpreis des Literarischen Colloquiums Berlin (2003) und zuletzt das Harald-Gerlach-Stipendium des Freistaats Thüringen (2010). Gedichtbände u.a.: Burgruinenblues (edition muschelkalk 2003); Die Hingabe, endloser Kokon (edition Azur 2005); Metropolen (Hanser 2007)
Andre Rudolph wurde 1975 in Warschau als Sohn eines deutschen Vaters und einer polnischen Mutter geboren. 1993-1999 Studium der Germanistik, Philosophie und Slawistik in Leipzig und Freiburg. Lebt als Autor und Übersetzer in Leipzig. Gedichte, Essays und Übersetzungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit. Gedichte. Luxbooks, Wiesbaden 2009.
Das Lyrik Kabinett präsentiert die Preisträger des Literarischen März 2011
Einführungen und Moderation: Christian Döring
Am Montag, dem 28. März 2011 um 20:00 Uhr
Amalienstrasse 83 / Rückgebäude In Zusammenarbeit mit dem Literarischen März Darmstadt | Eintritt: €7,00 / €5,00
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| Servais-Preis an Jean Krier |
News 402 25.03.2011 |
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© Robert Bosch Stiftung / Yves Noir
Der Gedichtband „Herzens Lust Spiele“ von Jean Krier wird mit dem Prix Servais 2011 ausgezeichnet.
Nachdem der 1949 in Luxemburg geborene Lyriker Jean Krier erst in der letzten Woche für seinen im poetenladen erschienenen Gedichtband „Herzens Lust Spiele“ den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis verliehen bekommen hat, wurde er gestern mit dem Servais-Preis 2011 ausgezeichnet. Der Servais-Preis, der seit 1992 jedes Jahr für das beste literarische Werk des Vorjahres vergeben wird, gilt als der renommierteste Literaturpreis Luxemburgs und ist mit 4000 Euro dotiert.
In der Begründung der Jury heißt es:
Die Jury ehrt damit den in Zyklen komponierten Band mit deutschsprachigen und überwiegend in Langversen und in fragmentierter Syntax geschriebenen Prosagedichten [...]. Die Freilegung sprachlicher Schichtungen offenbart eine berührende Authentizität sowohl der Reflexionen über als auch der Erfahrungen von Selbsterkundungen, Reisewahrnehmungen, Krankheitsleid und Todesahnung. Die Lakonik des persönlich-existentiellen Angstschreis und die Epiphanie des vermeintlich Rätselhaften, des Ominösen und Unerklärbaren charakterisieren Jean Kriers Gedichte in „Herzens Lust Spiele“.
Ein Termin für die Preisverleihung steht noch nicht fest.
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| Literarischer März 2011 |
News 401 01.03.2010 |
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Bei dem Darmstädter Lyrikwettbewerb um den mit 8000 Euro dotierten Leonce-und-Lena-Preis stellen sich am 25. und 26. März 12 junge Autorinnen und Autoren der Jury.
Der Leonce-und-Lena-Preis gilt als bedeutendster Nachwuchspreis deutschsprachiger Lyrik. Er wurde nach dem Satire-Lustspiel von Georg Büchner benannt und wird bereits seit 1979 alle zwei Jahre vergeben.
Außerdem werden an diesem Wochenende auch die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise verliehen, die insgesamt ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 8000 Euro verbunden sind.
Fast alle Nominierten, die von den Lektoren Fritz Deppert, Christian Döring und Hanne F. Juritz aus mehr als 400 Bewerbern ausgewählt wurden, sind auch Autoren im poetenladen:
Ann-Kathrin Ast (geb. 1986 in Speyer)
Tom Bresemann (geb. 1978 Berlin)
Tobias Falberg (geb. 1976 in Wittenberg)
Sascha Kokot (geb. 1982 in Osterburg)
Thilo Krause (geb. 1977 in Dresden)
Nadja Küchenmeister (geb. 1981 in Berlin)
Steffen Popp (geb. 1978 in Greifswald)
Jan Röhnert (geb. 1976 in Gera)
Andre Rudolph (geb. 1975 in Warschau)
Walter Fabian Schmid (geb. 1983 in Regen)
Jan Skudlarek (geb. 1986 in Hamm)
Levin Westermann (geb. 1980 in Meerbusch)
Die Lyriker werden ihre bis zu zwölf eingereichten Gedichte in der Centralstation Darmstadt am Samstag, 26.März, ab 9 Uhr der Jury vorstellen (Jury: Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke, Monika Rinck und Raoul Schrott). Bewerben konnten sich Autoren im Alter bis zu 35 Jahren. Alle Nominierten dieses Jahres seien Lyriker, die sich schon einen Namen gemacht hätten, sagte Lektor Döring. Keiner von ihnen sei ein Debütant. Nach Dörings Auffassung ist die öffentliche Lesung der Autoren ein wichtiger Teil des Wettbewerbs, es solle nicht nur der geschriebene Text bewertet werden.
Der poetenladen wünscht allen Autorinnen und Autoren viel Erfolg.
Weitere Informationen auf der Seite des Literarischen Märzes
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| Adelbert-von-Chamisso-Preis an Jean Krier |
News 400 21.01.2011 |
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© Robert Bosch Stiftung / Yves Noir
Jean Krier erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2011. Mit dem Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung seit 1985 herausragende literarische Leistungen in deutscher Sprache, verfasst von Autoren, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist. Die Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro gehen an Olga Martynova und Nicol Ljubić. .
Jean Krier wird mit dem Chamisso-Preis 2011 für die freirhythmischen Elegien seines jüngsten Bandes „Herzens Lust Spiele“ (poetenladen 2010) geehrt.
Seine deutschsprachigen Wortteppiche, die er subtil mit französischen Einsprengseln spickt, speisen sich aus Erfahrungsmomenten und Lektüreerlebnissen. Die scheinbar prosanahen Texte nehmen die europäische Tradition der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts auf und erweitern deren thematisches und sprachliches Spektrum. Mit seinem Gesamtwerk bereichere der Luxemburger Dichter die deutschsprachige Lyrik und leiste auf originelle Weise einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der ihn prägenden Kulturen, so die Jury des Chamisso-Preises.
Olga Martynova erhält den Chamisso-Förderpreis für ihren Roman „Sogar Papageien überleben uns“ (Literaturverlag Droschl 2010), der deutlich macht, dass die Gegenwart Europas in Wahrheit aus zahlreichen kleinen Vergangenheiten besteht. Den Chamisso-Förderpreis erhält Nicol Ljubić für seinen Roman „Meeresstille“ (Hoffmann und Campe), dessen souveräne Komposition aus Realitätspartikeln und fiktionalen Passagen die Schuldfrage des Balkankrieges der 1990er Jahre explizit offen lässt.
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| Peter-Huchel-Preis an Marion Poschmann |
News 399 17.01.2011 |
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(Foto: Tobias Falberg)

Der Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht in diesem Jahr an die in Berlin lebende Autorin Marion Poschmann. Die Jury würdigte damit vor allem ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband Geistersehen als herausragende Neuerscheinung des Jahres 2010.
Mit Verweis auf Poschmanns sprachliche Virtuosität und gedankliche Geschlossenheit begründete die Jury unter anderem ihre Entscheidung. „Streng komponiert und motivisch eng verschränkt nutze ihr dritter Gedichtband Repertoire und Formsprache klassischer Dichtung, vor allem Ode und Sonett, um stilsicher und intellektuell brillant Möglichkeiten und Grenzen der Wahrnehmung auszuloten.“ (Quelle: SWR)
Der Peter-Huchel-Preis wird jährlich am 3. April, dem Geburtstag Huchels, verliehen. Die Auszeichnung ist mit 10.000 € dotiert. Zu den Preiträgern der letzten Jahre zählten u.a. Friederike Mayröcker, Gerhard Falkner, Uljana Wolf und Ulf Stolterfoth.
Peter-Huchel-Preis
Marion Poschmann ist in der Anthologie „Umkreisungen – 25 Auskünfte zum Gedicht“ vertreten, in der Lyrikerinnen und Lyriker mit Gedichten und poetologischen Essays zu Wort kommen. Die Sammlung wurde von Jürgen Brôcan und Jan Kuhlbrodt herausgegeben und erschien 2010 im poetenladen Verlag.
Umkreisungen im poetenladen
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| Stabwechsel im Lyrik Kabinett München |
News 398 07.12.2010 |
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Ursula Haeusgen
(Foto: Cornelia Klöss)

Maria Gazzetti
(Foto: Barbara Klemm)
Die Gründerin des Lyrik Kabinetts München, Ursula Haeusgen, zieht sich nach 20 Jahren als Leiterin zurück und übergibt den Staffelstab am 15. Dezember diesen Jahres an Maria Gazzetti.
Ursula Haeusgen gründete die Lesegesellschaft Lyrik Kabinett im Jahre 1994 und ist dessen Mäzenin. Sie unterstüzte das Kabinett unter anderem mit umfangreichen Bücherschenkungen und einem Bibliotheksneubau im Jahre 2004. Seit 2003 besteht das Kabinett als Stiftung. Es veranstaltet regelmäßig Lesungen und andere Veranstaltungen zur deutschsprachigen und internationalen Lyrik.
Maria Gazzetti war bis zu diesem Jahr langjährige Leiterein des Litraturhauses Frankfurt / Main. Unter ihrer Führung entwicklete sich die Einrichtung zu einer festen Größe des kulturellen Lebens in der Bundesrepublik. Bereits im letzten Jahr hatte Gazzetti überraschend angekündigt ihren Vertrag mit dem Literaturhaus nicht zu verlängern. Diese Entscheidung sorgte nach dem zuvor angekündigten Umzug des Suhrkamp Verlages von Frankfurt nach Berlin zu weiteren Spekulationen über das Sterben der Mainmetropole als Literaturort (u.a. FAZ vom 28. April 2009).
Die offizielle Übergabe der Leitung wird am 15. Dezember »ohne viele Worte geschehen«, wie das Lyrik Kabinett im Vorfeld ankündigte. Wie für die Einrichtung üblich, wird stattdessen auch an diesem Abend das Wort des Dichters im Mittelpunkt stehen. So wird der Lyriker Durs Grünbein mit einer Lesung aus seinem neuen Gedichtband Aroma den personellen Wechsel gestalten. Grünbein war seit 1992 mehrfach sowohl im Literaturhaus Frankfurt, als auch im Lyrik Kabinett München zu Gast. »So zeigt auch diese Lesung, worum es sich bei dem Stabwechsel handelt: Nicht um einen Bruch, nicht um einen Neuanfang - sondern ums Weitermachen mit neuen Energien!«, so die offizielle Ankündigung.
Ursula Haeusgen gebührt Dank für ihr langjähriges intensives Engagement und für ihren verdienstvollen Einsatz für die deutschsprachige und internationale Lyrik. Maria Gazzetti wünschen wir für ihre zukünftige Arbeit im Lyrik Kabinett viel Erfolg und alles Gute.
Stabwechsel zu Maria Gazzetti
Es liest Durs Grünbein aus seinem neuen Gedichtband Aroma
Am 15. Dezember 2010 um 20 Uhr
Stiftung Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a
80799 München
Eintritt: 7 € / 5 €
Lyrik Kabinett
Artikel in der FAZ: Haus ohne Hüterin
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Poetische News
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