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Alfonz

Der Comicreporter

Report aus der Comicwelt

Kurzkritik
  Alfonz
Der Comicreporter
Nr. 01/2012
Edition Alfons (2012)
Das Buch bei Amazon  externer Link


Bekanntlich ist ja die Graphic Novel daran schuld, dass sich immer mehr Literatur­leser für die Form des Comics interessieren. Als Vermittlerin zwischen Literatur und Bild­geschichte macht sie auch in Deutschland seit einigen Jahren einen guten Job. Hat man sich jedoch einmal auf den Trip ins Parallel­universum Comic eingelassen, könnte man dies auch schnell wieder bereuen. Viel zu orientierungslos schwebt man als Neuling durch den Raum. Um den Comic-Interes­sierten und vor allem denen, die es noch werden wollen, sowohl etwas mehr Über­blick, als auch Hintergrundwissen zu vermitteln, gibt es seit Juni dieses Jahres das Magazin „Alfonz – Der Comic­reporter“.

Herausgegeben wird „Alfonz“ von Volker Hamann und Matthias Hofmann im Hambur­ger Comic­fach­verlag Edition Alfons. Die erste Ausgabe umfasst 82 Seiten und bietet dem Leser zahlreiche News, Berichte, Artikel und Interviews. Dabei wird versucht ein möglichst breites Spektrum der Comic­szene abzubilden vom klassischen Strip über die Graphic Novel bis hin zum Manga. Allerdings geht es dabei weniger um eine lehrer­hafte Erklärung der Genres, als vielmehr um die Vermittlung der Werke über ihre Macher.

So findet man in der ersten Printausgabe von „Alfonz“ Auskünfte verschie­dener Zeichner über den Ver­bleib ihrer Originale nach Fertig­stel­lung eines Heftes bzw. Buches. Außerdem wartet die Titel­story mit einem aus­führlichen Portrait der in Öl gemalten Fantasy-Reihe „El Mercenario“ auf, die in diesem Jahr neu aufgelegt wurde. Ihr Schöpfer, der Spanier Vincente Segrelles, begann sein zeichne­risches Schaffen übrigens in der skizzenh­aften Illu­stration der Klassiker „Don Quijote“ und „Lazarillo de Tormes“.

Das Magazin „Alfonz“ sei all jenen empfohlen, die sich hintergründig mit der großen, weiten und vor allem bunten Welt der Comics beschäftigen möchten, ohne dabei von Cosplayern auf Messen an Infoständen verdrängt zu werden. Auch wenn das manchmal allzu kindlich geratene Layout vielleicht nicht auf den ersten Blick anspricht, ein Durch­blättern und Rein­lesen lohnt sich allemal. Denn was den Machern von „Alfonz“ schon im Edito­rial anzumerken ist: sie sind mit jeder Menge Herzblut bei der Sache. Und das schlägt sich folgerichtig in Qualität und Stil, vor allem in den von den Heraus­gebern verfassten Artikeln nieder. Wer trotzdem erst mal nur schnuppern möchte, kann dies gern auf www.alfonz.de tun. Hier gibt es zwei digitale „Nullnummern“ zum kosten­losen Download.

 

Mario Osterland    15.07.2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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