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Kathrin Röggla

Gespräch mit Roalnd Steiner für den poetenladen
Es fehlt das theoretische Rüstzeug
  Gespräch
Kathrin Röggla
 Foto: Jürgen Bauer
  Das vollständige Interview ist im Magazin poet nr. 9 (Herbst 2010) erschienen.
Bei den Gesprächs­beiträgen in poet nr 9 geht es um das Thema Literatur und Politik.

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Kathrin Röggla im poetenladen  externer Link
Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und studierte Germanistik sowie Publi­zistik. Sie ver­öffent­lichte rund zwanzig Radio­arbeiten, elf Theater­stücke und neun Bücher, für die sie zahl­reiche Aus­zeich­nungen erhielt, darunter: Anton-Wild­gans-Preis 2008, Solothurner Lite­ratur­preis und Inter­nationaler Preis für Kunst und Kultur Salzburg 2005, Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch und Preis der SWR-Besten­liste 2004, Italo-Svevo-Preis 2001.
 Nach tokio, rückwärtstage­buch und dem ebenso letztes Jahr publizierten Essay Gespensterarbeit, Krisen­mana­gement und Welt­marktfiktion thema­tisiert ihr form­vollendet komponierter Erzähl­band die alarmbereiten (2010) den Alarmismus der Politik und Wirtschaft, die Sensa­tionsgier von Medien­produzenten und -rezipienten. Seit 1992 lebt sie in Berlin.
Roland Steiner: Am Tag der Arbeit hatte u.a. Bundestagsvizepräsident Thierse die Polizeisperren in Berlin überwunden, um den Neonazi-Auf­marsch zu blockieren, hernach hagelte es Rücktrittaufforderungen seitens Polizeigewerkschaft, CDU, auch SPD. Soll Literatur so eine Diskurskette sym­bolischer Showpolitik – von der NPD-Vorbereitung über die mediale Ins­zenierung bis zu den hysterischen Reaktionen samt Verwertung – aufgrei­fen?

Kathrin Röggla: Es ist natürlich ein gefundenes Fressen, weil es sehr viel um Inszenierungen geht, ein Ineinandergleiten unterschiedlicher kleiner Er­zählungen. Aber ich würde es nicht normativ formulieren, dass Autoren auf­geboten sind dazu. Es wäre vielleicht, da solche Erzählungen zumindest im deutschsprachigen Literaturbetrieb zu fehlen scheinen – mir ist jetzt keiner bekannt, der sich mit diesen Medienphänomenen so stark auseinandersetzt – wünschenswert, wenn es zumThema gemacht wird.

R. Steiner: Kann man Politik literarisch aufgreifen, verarbeiten und analysie­ren, ohne diesen medialen Charakter zu reflektieren?

K. Röggla: Nein, man muss immer die Medien mit hereinnehmen. Das sage ich jetzt auch so, weil ich selbst gerade zum Thema des Konferenzdolme­tschens und des politischen Systems auch in Deutschland recherchiere – man muss einen Weg finden, wie man das zu Literatur macht, indem man die richtigen Fragen stellt. Literatur ist ein Medium, das sehr viel mehr Ruhe und Raum hat, komplexere Zusammenhänge darzustellen. Es gibt auch da Grenzen, aber im Vergleich zum Film oder anderen Medienformen hat sie mehr Möglichkeiten, weil sie in der Wahrnehmungs- und Rezeptionsform eine weit größere Zeitlichkeit hat. Man kann viel mehr verschiedene Fäden zusammenbringen und systemische Zusammenhänge viel klarer zeigen. Aber natürlich gibt es Grenzen an Abstraktionsvermögen von Literatur – Lite­ratur ist immer ein Zusammenspiel von Abstraktion und Konkretion; wenn es zu sehr in die Abstraktion geht, wird es schwierig, aber mit dem anschau­lichen Beispiel lässt sich etwas zeigen.
 Bei mir ist immer das Problem, dass ich keine Beispielerzählungen lie­fere, weil mich stets dieser systemische Zusammenhang interessiert und ich den auch in den Vordergrund rücken möchte. Ich erzähle nicht so gern anhand einer Heldenfigur, die etwa Liebeskummer hat, und der Liebeskum­mer ist dann wichtiger letztlich als die politische Erzählung, sondern über die Sprechformen, Rhetorik und Narrationsformen. Ich sehe überhaupt Kunst – sowohl bildende Kunst, als auch Film oder Literatur – als eine Möglichkeit, Formate und reale Zurichtungen zu hinterfragen, oder die zu konfrontieren mit einer anderen –

R. Steiner: Mit der gewohnten Zurichtung?

K. Röggla: Wir leben ja in einer Welt der Formate, wir werden medial z.B. mit Doku-Soaps „zuerzählt” oder eben mit Berichterstattungsformen, und die sind recht wesentlich und auch realitätsmächtig, also schaffen Wirklich­keit wiederum. Man kann ja nicht mehr sagen, da ist die echte Wirklichkeit und da sind die Medien, und die Medien reflektieren und schaffen ein Spie­gelverhältnis zur Realität, sondern sie erzeugen neue –

R. Steiner: Medienrealitäten?

K. Röggla: Ja, und das findet ja in einem ganz starren Formatrahmen statt, der sich natürlich schon wandelt, aber eben in seiner Zeit Geboten zu folgen hat. Jeder, der in den Medien arbeitet weiß, dass es ganz klare Auflagen gibt, wie was zu erscheinen hat, von der Redaktionskonferenz über technische Geschichten, wie etwas dargestellt wird. Dann hat das meistens ganz sim­ple Erzählformen – entweder Katastrophendramaturgie oder Märchenerzäh­lung und ähnliches – und Kunst kann das in Frage stellen, von einem an­deren Zeitrahmen beleuchten, kann Medien und Formatkritik üben und diesen Prozess zeigen.

R. Steiner: Das war auch das Thema Ihrer Vorlesung im Wiener Rathaus im Februar 2009, dieses Befragen der filmischen Genres, des Hollywood- Kinos, der Fernsehkrimis und des Gespensterformats, inwieweit das „Welt­marktfiktiv” hier hinein fiele. Dabei ist mir aufgefallen, dass Sie auch auf Guy Debords Gesellschaft des Spektakels fundieren.

K. Röggla: Ich will ihn jetzt nicht als totalen Paten für meine Theorie neh­men, weil es doch schon fünfzig Jahre her ist. Guy Debord, weil er (und das als Marxist) der erste war, der so ganz deutlich hervorgehoben hat, dass das Spektakel oder das Bild ontologisch über der Produktionsform stünde, es die Ware und gleichzeitig die Münze, mit der wir zahlen, sei. Ich hab das eher als Startschuss genommen für eine Drehung.
  Es gibt in der Wissenschaft jetzt wohl den narrative turn, der nach dem pictorial und dem linguistic turn sagt, dass Narrationen wirklichkeitskonsti­tutiv sind. Man geht davon aus, dass fiktive Formen unsere Wahrnehmungs­weisen bestimmen, und das fand ich sehr spannend. Also wenn ich jetzt so Anekdoten höre, wie, dass George W. Bush nach dem 11. September sich Drehbuchautoren ins Weiße Haus lud, um zu erfahren, wie der Plot weiter geht – dann geht das genau in die Richtung: Dass plötzlich an Orten Fiktionen auftauchen, die man früher niemals für möglich gehalten hätte.

R. Steiner: Das heißt, die Politik bedient sich dieser Medienformationen und Genres, möglicherweise auch bewusst, um dann wieder genau einpassfähig zu sein in die Weiterverwertung durch Berichterstattung – also PR-Input seitens der Politik im Wissen, dieses Format biete ich an, weil dieses Format ist einpassfähig.

K. Röggla: Und es geht noch weiter: dass man Prozesse, die in der Realität ablaufen, liest und versteht in Form von Narrationen. Das deckt sich mit Beobachtungen meinerseits – dass man sagen kann, es war ja wirklich wie eine Nachinszenierung von einem Katastrophenfilm. Man nimmt das wahr, und hat zuerst schon den Katastrophenfilm im Kopf, oder das Gefühl, man hat das alles schon hundertmal gesehen oder hat das schon erlebt. Auch in allen wissenschaftlichen Bereichen taucht das auch immer wieder auf, dass man von Wissenschaftserzählungen spricht, und dass sich auch die Wis­senschaftsprosa ändert.

R. Steiner: Cultural Studies und Poptheorie ...

K. Röggla: Ja, aber auch in anderen Bereichen: Ich habe mich im Zuge meiner Recherchen zu die alarmbereiten mit Katastrophentheorie und So­ziologie beschäftigt, auch in ökonomischen Fragen ist es mir immer wieder untergekommen; Finanzmarkterzählungen, wo auf einmal in den Sammel­bänden immer eine Fiktionsgeschichte steht. Ich weiß, dass ein hart gesot­tener Soziologie sagt, die Welt ist keine Erzählung, es gibt ja eine empi­rische Ebene und das muss man trennen. Ich habe mit dem Begründer der Katastrophensoziologie gesprochen, und der meinte, jeder der den Zweiten Weltkrieg miterlebt hat, der redet nicht von Erzählungen, das ist abgehoben. Aber Tatsache ist, dass durch unsere Mediengesellschaft Narrationsformen immer bestimmender werden.

Kathrin Röggla | die alarmbereit
Kathrin Röggla
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Fischer Verlag 2010

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R. Steiner: Sie arbeiten mit sozial­wissen­schaftlichen Methoden wie Befra­gung, teil­neh­men­der Beobach­tung, Inhalts- und Diskurs­ana­lysen. Ab wann besteht die Gefahr, dass aus einer sozialkritischen eine so­zial­wis­sen­schaft­liche Lite­ratur wird, über­frach­tet mit theo­re­ti­schen Mitteln oder Zugängen?

K. Röggla: Das funktio­niert nicht, das ist etwas, was man im Schreibpro­zess mitbekommt, diese Grenzen der Ab­strak­tion. Auch wenn ich mit diesen Mit­teln arbeite, so ist es nur ein Teil meiner Arbeit, natürlich spielen Musika­lität, Sinn­lichkeit, Bild­lichkeit eine sehr große Rolle, auch Komposition, Schnitt, Perspek­tiven­wechsel und Erzähl­formen. Man hat ja Sprache als Material, es kann nicht sein, dass eine Seite stärker wird. Ich merke es im Essay als Sonder­form, der auch ästhe­tisch-litera­risch sein muss, aber noch einmal mehr von der Abstrak­tions­ebene aufnimmt. Kürzlich habe ich mit einem Filmemacher gesprochen, der einen Dokumentarfilm über das Zu­stande­kommen eines EU-Gesetzes dreht. Und als ich ihm so zuhörte, dachte ich mir, dass es für Literatur sehr schwierig ist, dies darzustellen; überhaupt diese EU-Büro­kratie und dieser Apparat, davor habe ich Respekt. Also da irgend­einen Weg zu finden, das literarisch umzusetzen –

R. Steiner: Weil hier die Narrationen –

K. Röggla: Weil sehr viel Abstraktion erforderlich ist, und weil die künstle­rische Darstellbarkeit sehr schwierig ist. Bei meinem Thema der Inter­nationals und NGOs gibt es eigentlich nur eine Form, die literarisch kursiert, nämlich die Heldenerzählung, die schon Joseph Conrad geboten hat. Die wird immer wiederholt, und das finde ich furchtbar langweilig. Dann erzählt man nicht wirklich, wie das System funktioniert, oder nur einen Ausschnitt davon – es ist sehr aufwändig, einen Weg zu finden, diese Widersprüche, Absurditäten und Grotesken, die sich da abspielen, darzustellen. Da überlege ich schon seit Jahren, wie ich das machen kann.
  Man braucht etwa beim Theater eine Szene, man muss irgendwie eine Fokussierung erreichen: Wenn die Abstraktion das ordnende Element ist, wenn auf einmal ein Gedanke sozusagen darüber steht und alles regiert, dann ist das schwierig in einem literarischen Text. Ein literarischer Text ist hochdemokratisch, wo viele Elemente miteinander in Korrespondenz treten müssen und ein Ganzes bilden, er darf nicht zu stark regiert werden von einer Idee. Ein Ideenroman ist ein bisschen dünn.

R. Steiner: Aber bedrängen sich möglicherweise – jetzt als kleine Ursa­chenforschung, weswegen es zumindest im deutschsprachigen Raum nicht gerade viel politische Literatur und politische Literaten gibt – Politik und Ästhetik zu stark, dass die Vielschichtigkeit eines poetischen Textes leiden könnte?

K. Röggla: Das glaube ich nicht. Ich glaube, dass das Sprechen über diese Texte, wenn sie politisch sind, sehr stark oder fast immer auf der thema­tischen Ebene bleibt. Also bei mir ist jetzt eigentlich total absurd, weil ich ein Buch geschrieben habe, das ich sehr stark formal komponiert habe, was einen großen Eingriff auch in die Erzählformen darstellt, also wo man sagt, da fällt die Ästhetik sehr stark auf – aber ich spreche meistens über Inhalte. Und es ist schwierig, auf die ästhetische Ebene zu kommen, weil wir es auch nicht mehr gewohnt sind, über Formen zu sprechen. Obwohl wir in einer Welt leben, die stark von Formen bestimmt ist – durch die Medienge­sellschaft immer mehr –, haben wir das Vermögen verloren, über Formen zu sprechen und formale Fragen zu stellen. Weil es vielleicht wiederum einen Abstraktionsaufwand erfordert, der dann im Gespräch zu schwierig ist. Es fällt mir auf, dass es immer diese Sogrichtung gibt, über das Thema zu sprechen – „Inhaltismus” – und die formalen Fragen als zu technisch gelten.

R. Steiner: Gerade in die alarmbereiten, aber auch in wir schlafen nicht (2004) und Theatertexten fällt auf, dass der Leser bzw. Zuseher kein Identifikationsobjekt mit all seiner Psychogrammatik hat. Mir erscheint es sehr diskurshaft, ohne dass ein Individuum stark heraustritt: Ist für Sie persönlich dieses Konzept des Subjekts und der Identität literarisch überholt?

K. Röggla: Na ja, es verdeckt halt immer etwas. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es grundsätzlich überholt ist – es ist auch eine Frage, was man in den Blickwinkel nehmen möchte. Das Subjekt ist schon lange überholt in dem Sinn, als dass wir dreißig Jahre nach dem Foucault-Ausspruch leben. Dennoch schwirren wir wie die Fliegen um dieses Subjekt herum, und die meisten literarischen Beiträge handeln von diesem, restaurieren es ständig und bieten quasi einen Zufluchtsort für Subjektsüchtige. Ich kann ganz andere Dinge zeigen, wenn ich auf systemische Zusammenhänge blicke, auf Rhetoriken – ich kann auch näher beim Subjekt bleiben, wenn ich auf die Sachen die zwischen den Menschen ablaufen achte, als auf das, was den einzelnen Menschen betrift. Und ich kann die sozialen Bänder stärker sichtbar machen, die ja sehr, sehr wichtig sind, wir aber ein bisschen aus dem Blick verloren haben, die sozialen Verhältnisse, das, was man Gesell­schaft nennt.

R. Steiner: Der Neoliberalismus hat längst den Bildungsbereich infiziert, wo er ebenfalls kaum reflektiert wird. Diese Thematisierung und Analyse des Komplexes Ökonomie, der Global Players und der Investmentbanker ge­schieht sehr selten. Welche Kollegen fallen Ihnen ein?

K. Röggla: Es gab diesen Mobbing-Roman von Annette Pehnt, es gibt Ernst Wilhelm Händler, ... es gibt schon einzelne, die aber meistens traditionelle Erzählmuster verfolgen. Rene Pollesch als Theaterautor ist sofort zu nen­nen und Elfriede Jelinek. Es gibt schon Leute, aber auf Lesereisen erfahre ich immer noch, dass die Leute sagen, das ist ein ungewöhnliches Thema für Literatur – was ich absurd finde, weil es zentral ist.

R. Steiner: Mir erscheint es auch deswegen absurd, weil die Auswirkungen des Neoliberalismus und Konsumismus, insbesondere des Aspekts der poli­tisch durchaus gewollten Überschuldung, den Sie in Ihrem Theaterstück draußen tobt die dunkelziffer (2005) ansprechen, Literaten am eigenen Leib verspüren. Was hält sie hier zurück?

K. Röggla: Das war auch meine einzige Arbeit, wo ich eine direkte Wirkung erzeugt habe! Es gab eine Inszenierung im Maxim Gorki Theater, da hatte ich einen Schauspieler und einen Techniker, die suchten eine Schuldnerbe­ratung auf, nachdem sie von mir erfahren hatten, dass es diese Möglichkeit gibt. Irgendwie absurd, wenn man etwas schreibt, und dann hat man so eine Direktwirkung.

R. Steiner: Anlässlich einer Preisverleihung an Robert Menasse meinte dieser kürzlich, er hätte jetzt längere Zeit diese „Überzeugung der Überzeug­ten” satt gehabt. Wie sehen Sie dies für Ihre Literatur, was die (potentielle) Leserschaft betrifft – Sie arbeiten ja auch für das Theater und Radio. Kommt man zu einem breiteren Publikum oder bleibt das doch ein gewisses Nischenprogramm?

K. Röggla: Wenn man das ehrlich angeht, dann ist das ein Nischenpro­gramm; es kann eine größere Nische sein, aber ich lege es nicht auf Main­stream an. Es ist natürlich die alte Diskussion, die Wirkung von Literatur: Wenn sie politisch ist, müsse sie alle erreichen usw. – das hat mich nie interessiert, es wäre das Schielen auf Quoten wieder, das ist heute umge­schlagen in dieses Affirmationsregime. Ich finde darin ehrlich gesagt auch nichts so Schlimmes, weil ich auch nicht glaube, dass Literatur eine direkte, eine Eins-zu-eins-Wirkung haben soll: Literatur soll Fragen stellen helfen, Blickverhältnisse schärfen, Spaß machen natürlich auch, es ist eine Ausein­andersetzung mit Welt. Nicht jeder wird ihr so folgen können, wie sie das vielleicht anbietet. Es ist ja vielleicht schon eine Ketzerei zu sagen, ich muss nicht Weltbestseller sein.

R. Steiner: Vielen Dank für das Gespräch.

gekürzte Fassung
  Das vollständige Interview
ist erschienen in poet nr. 9,
Herbst 2010


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Literatur und Poltik – aktueller könnte das Thema kaum sein, das poet nr. 9 behandelt. Autoren wie der dies­jährige Büchner-Preiträger Reinhard Jirgl, aber auch Schrift­steller aus der jüngeren und mittleren Gene­ra­tion wie Kathrin Röggla oder Michael Wildenhain geben Auskunft.
  Daneben natürlich junge Prosa und Lyrik mit vielen Ent­deckungen. Einen spannenden dichterischen Einblick vermittelt die von Jürgen Nendza zusammengestellte Sammlung neuer niederländischer Lyrik.



  Ausgabe 8

poet nr. 8
literaturmagazin
poetenladen, Leipzig 2010

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Wie erleben Schriftsteller anderer Länder die deutsche Sprache und Literatur? Gibt es den kosmopolitischen Autor oder wird angesichts einer alles nivellierenden Globa­lisie­rung das Regionale in der Literatur wichtiger? Der poet (Ausgabe 8) hat Autoren zum Thema Sprache und Heimat befragt: Ilija Trojanow, María Cecilia Barbetta, Luo Lingyuan, Jan Faktor, You-Il Kang.

Roland Steiner   08.10.2010    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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