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Elke Erbs
Poetics  20  

Man versteht sofort


GENUG!

Wache ich auf? Wo sind
meine Umstände? Ringsum? Das,
was zu sein hat?

Der Fels (nichts als Starrsinn)
der Adler (Geschäftsmann)
(leben und leben lassen),

das unten aufbrandende Meer
(unaufhörliches Hin & Her).
Und besagt weiter nichts.

An und für sich.
Wie gehabt?

Hält es an,
und ich – wache auf?

9.10.04 (Elke Erb)

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17. 1.13
Liebe Elke,

Bin bei der letzten Fassung – noch eine kleine Frage: was bedeutet
„Hält es an“ genau (in „Genug!“)?

Herzlichst
Ton [Naaijkens]


Lieber Ton,

Rosmarie [Waldrop] hat geschrieben:
Does it stop /
do I – wake up?


Es ist natürlich doppeldeutig: das, worin ich bin während des Schein-Wachseins oder Schein-Schlafs, zumal das Rauschen der Brandung, das unaufhörliche, könnte sowohl anhalten = aufhören, als auch anhaltend geschehen (anhaltendes Geräusch). Da das Ganze ein Bild der Realität ist (nicht Natur) – ist dann das Bleibende der Umstände gemeint, „starre Verhältnisse, bleibender Zustand“ fällt mir ein, habe ich mal in Bezug auf die DDR geschrieben.
Was machst Du da?
Vielleicht: „Bleibt es so, / und ich – wache auf?“ Oder – in Bezug auf Umstände etwas mit Stillstand –nein wohl. Steht es fest? Was könntest Du machen?

Danke für die Mühe!

Elke


18.1.13
Lieber Ton,

die Doppeldeutigkeit ist nicht vorsätzlich, sondern natürlich, nicht listig. Sie ergibt sich beim Schreiben, in der Schreib-Energie selbst und wirkt miteinander, gleichzeitig. Die Vielfach-Ladung von hält es an ist mir vor Deiner Frage gar nicht aufgefallen. Sie wirkt ja im Text auch nicht preziös, nicht z,B. „zweideutig“, man versteht sie augenblicklich (ehe man sich dessen versieht), wenn man sich nicht daran hindert, nicht wahr?

Eine glückliche Hand!
Elke Erb   09.02.2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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