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Birgit Kreipe – Schönheitsfarm
Gedichte | Verlagshaus J. Frank, Berlin 2012
Ron Winkler   01.04.2012
 
Nicht Schönheitsfarn noch Schönheitsgarn

Die „Schönheitsfarm“, von der der Titel spricht, erreichen wir nicht gleich, es geht zunächst aufs Land, hinaus aufs Land, so muss man sagen – der Ereignishorizont von Kreipe ist für gewöhnlich die Metropole.

„kindheit und jugend / […] sommer, blaue milch mit weißen flocken / […] wind filzt das gras und sucht sich / unterschlüpfe, eltern flimmern / am wegrand“.

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Katrin Marie Merten – Rückwärtslaufen
Erzählungen | Edition Muschelkalk, Wartburg Verlag 2011
Peggy Neidel   30.03.2012
 
Das Leben ist nicht Wünschdirwas

Es muss immer eine Richtung geben. Vor allem montags, damit „die Füße nicht nur vor sich hintreten.“ Die Ich-Erzählerin ver­sucht das, geht brav und pflicht­bewusst zum Arbeits­amt. Doch für Aka­demi­ker gibt es momen­tan keine Jobs. Viel­leicht will sie auch gar keinen, will nicht immer eine Rich­tung haben, will sich gegen­über Jannes nicht dauernd recht­fer­tigen müssen.

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Mikael Vogel – Massenhaft Tiere
Lyrik | Verlagshaus J. Frank 2011
Swantje Lichtenstein   26.03.2012
 
Über Mikael Vogels Lyrikband Massenhaft Tiere

Das Tier schaut uns an und wir stehen nackt vor ihm. Und vielleicht fängt das Denken an genau dieser Stelle an“, schreibt der franzö­sische Philosoph Jacques Derrida. Bei Mikael Vogel fängt mit den Tieren auch die Liebe an, das Menschsein und die Ästhetik. Wie bei Pytha­goras werden hier die Seelen von Menschen, Tieren und Pflanzen als Seelen von gleicher Natur angesehen.

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André Schinkel – Parlando
Lyrik, Prosa und Essays | Editon Ornament 2012
Dietmar Ebert   19.03.2012
 
Lyrik, Prosa und Essays von André Schinkel in einem neuen Band

Wenige Tage vor André Schinkels 40. Geburtstag liegt nun der Band „PARLANDO“ vor, der vierundvierzig Texte aus den Jahren 1991 bis 2011 umfasst. Es sind Texte, die entstanden sind, ehe die „Jugend des Alters“ beginnt, Texte eines „beseelten Archäologen“ und „skeptischen Germa­nisten“, die die Spann­weite „zwischen dem Bleiben und dem sicheren Ende eine Zeitlang zu über­brücken“ versuchen.

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Bertram Reinecke – Sleutel voor de hoogduitse Spraakkunst
Gedichte | roughbook 019 | Editon Urs Engeler 2012
Jürgen Buchmann    12.03.2012
 
Über Bertram Reineckes neuen Gedichtband

Der schmale Band enthält sehr unterschiedliche Textsorten, die jedoch durch ihre Thematik zusammen­hängen. Der überwiegende Teil besteht aus Centos, die auf die Geschichte der neu­hoch­deutschen Lyrik zurückgreifen. Dabei wird eine Vor­liebe für barocke, expres­sionis­tische und zeit­genös­sische Texte deutlich – alle am Rande des tradi­tionel­len bil­dungs­bürger­lichen Lite­ratur­kanons, dessen mit Bedeu­tungs­zu­schrei­bungen über­frachtete Texte der Autor als unge­eignet für das asso­ziative Spiel seiner Gedichte betrachtet haben mag.

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Sylwia Chutnik – Weibskram
Vliegen Verlag, Berlin 2012
Lothar Quinkenstein    10.03.2012
 
Maria, voll der Rache …

Sylwia Chutnik, 1979 in Warschau geboren, verbindet Kreativität und Engagement auf ganz beson­dere Weise. Sie ist Vorsitzende der Stiftung „MaMa“, die sich für die Rechte von Müttern engagiert; außerdem hat sie als Stadtführerin die Erinnerung an Warschau um wesentliche Aspekte bereichert – mit eigens entworfenen Routen, die den Spuren bedeu­tender Frauen folgen. 2008 publizierte sie ein Buch, das Furore machte („Kieszonkowy atlas kobiet“); Anfang dieses Jahres ist es in deutscher Übersetzung erschienen – unter dem Titel „Weibskram“.

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Achim Wagner – flugschau
Gedichte | [SIC] – Literaturverlag 2011
Armin Steigenberger    07.03.2012
 
wie sich eine drehung bewirkt

Gerade weil dieser Gedicht­band schon eine Weile da ist, muss man einfach noch einmal eigens auf ihn hin­weisen: Er ist die kleine Sen­sa­tion der kleinen Sen­sa­tionen – da, wo uns fast aus­schließ­lich große Sensationen täg­lich bestürmen und mit ihrer infla­tionären Wichtig­keit langweilen. Die kleinen Sensa­tionen ge­schehen immer weitab dessen, was Aufsehen erregt –

ich rannte fast in dich / hinein auch wenn ich mich / damit nicht auskenne

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Art Spiegelman – Die wilde Party
Graphic Novel | Fischer Taschenbuch Verlag
Mario Osterland    23.2.2012
 
„Natürlich ist das Lyrik. Reimt sich doch.“
Art Spiegelman illustriert einen vergessenen Skandalerfolg

Haben Sie schon einmal ein Buch gekauft, nur weil Sie dessen Einband schön fanden? Wenn nicht, sollten Sie es vielleicht einmal wagen. Manchmal kann man dabei erstaunliche Entdeckungen machen. Wie zum Beispiel der Comiczeichner Art Spiegelman, dem in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in einem Antiquariat ein Buch in die Hände fiel, das eigentlich schon ver­gessen war.

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Natalja Kljutscharjowa – Dummendorf
Roman | Suhrkamp 2012
Dietmar Jacobsen    14.2.2012
 
Ein Sommer auf dem Lande
In Natalja In Natalja Kljutscharjowas zweitem Roman Dummendorf sucht ein naiver Städter nach dem wahren Leben

Man fühlte sich an die berühmte Reise nach Petuschki erinnert, als vor zwei Jahren Natalja Kljutschar­jowas Debüt­roman Endstation Russland in der deutschen Über­setzung von Ganna-Maria Braungardt erschien. Zwar trank Kljutschar­jowas Held Nikita nicht halb so viel wie der legendäre Ich-Erzähler Wenedikt Jerofejews, doch steckte hinter seiner Eisenbahn-Odyssee kaum weniger Bitterkeit über die ihm im Gewand fantas­tisch-übertrie­bener Geschichten begeg­nende russi­sche Realität seiner Zeit.

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Weitere Kritik: N. Kljutscharjowa: Endstation Rußland (Dietmar Jacobsen)  externer Link

 

 
 
Kritik 2
Kritiken zu Gedichten, Romanen und Erzählungen
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Ich habe ja damals wirklich unmit­tel­bar nach dem Tod Ernst Jandls an diesem Requiem zu schreiben begon­nen, ich muss­te es tun, ich hatte ja sonst nichts mehr, überhaupt nichts mehr, alles war ja verloren­gegangen, also fing ich wie ver­rückt zu schreiben an, das Schreiben als einziges Über­lebens­mittel
Friederike Mayröcker im poet-Gespräch


Ich sehe mich nicht in erster Linie als Autor oder Schriftsteller. Diese Bezeichnung ist mir fremd. Ich habe etwas ge­schrie­ben, und das ist publiziert worden, aber dieses umfassende Gefühl, dass ich Schriftsteller sei, fehlt mir. Wenn man schreibt, dann wird man eben so bezeichnet, doch es bedeutet wenig.
Christoph Wilhelm Aigner im poet-Gespräch