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Volker Weidermann  –  Lichtjahre
Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur  |  KiWi 2006
Andreas Heidtmann     28.04.2006
Volker Weidermann  | Lichtjahre | (KiWi 2006)Wo sind sie denn alle?

Viel ist in den letzten Wochen über die Lichtjahre Volker Weidermanns geschrieben und gestritten worden. Man führte die Begriffe des Emphatikers und Gnostikers ein, um die unüberwindlich scheinende Kluft der literaturkritischen Betrachtungs- und Herangehensweise zu benennen. Damit ist es nahezu unmöglich geworden, die Lichtjahre unvoreingenommen zu lesen.

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Constantin Göttfert  –  Holzung
Kurzprosa  |  arovell 2006
Dorothea Gilde     26.04.2006
Constantin Göttfert | Holzung | (arovell 2006)Ein Volk von beschwingten Apokalyptikern

Es gibt Bücher, heißt es, die gefährlich werden können, weil sie unseren inneren Schutzwall aufweichen, wie Hochwasser die porösen Dämme im Frühling. Über diese Bücher kann man nicht schreiben. Denkt man, und legt sie beiseite. Beeindruckt von den Visionen eines jungen Autors dachte ich das auch. Constantin Göttfert ist ein Apokalyptiker zwar, aber kein beschwingter, wie es von den Österreichern heißt. Holzung ist sein Debütband, nachdem schon vorher einige der Kurzgeschichten in diversen Zeitschriften oder Lokalzeitungen erschienen waren.

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Andrea Maria Schenkel  –  Tannöd
Krimi  |  Edition Nautilus 2006
Christiane Geldmacher     22.04.2006
Andrea Maria Schenkel | Tannöd | (E. Nautilus 2006)Krimi aus der Oberpfalz

Auf einem Einsiedlerhof in der Oberpfalz werden eine Bauernfamilie und ihre Dienstmagd ermordet. Schicht um Schicht wird das Drama, das sich abgespielt hat, in mehreren Erzählstimmen aufgeblättert: Der Lehrer, der Bürgermeister, der Pfarrer, der Postbote – alle kommen zu Wort und zeigen ihre Sicht auf die Dinge. Auch der Mörder.

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José Saramago  –  Die Stadt der Sehenden
Roman  |  Rowohlt 2006
Katharina Bendixen     19.04.2006
José Saramago | Die Stadt der Sehenden | (Rowohltt 2006)Politisch-menschliches Versagen

Manche Bücher möchte man nicht rezensieren, sondern nach dem Lesen still beiseite legen. Einige davon sind so schlecht, dass es sich nicht lohnt, auch nur ein Wort über sie zu verlieren. Und für einen anderen Teil dieser Bücher scheint die Sprache nicht zu genügen, um sie gebührend zu würdigen. Ein solches Buch ist José Saramagos neuer Roman Die Stadt der Sehenden. Es ist nicht „grandios“, es ist kein „Meisterwerk“, es ist kein „grandioses Meisterwerk“, sondern viel mehr als das.

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Thomas Kling  –  gesammelte gedichte
Lyrik  |  DuMont 2006
Dorothea Gilde     14.04.2006
Thomas Kling | gesammelte gedichte | (DuMont 2006)Ein Nachruf zum ersten Todestag

Weinreben bluten aus...

wenn man sie im Frühling zu spät schneidet. Der dies wie nebenbei bemerkt, ist Johann Lippet, während er mit Thomas Kling durch die Weinberge rund um Edenkoben spaziert. Interessiert horcht Kling auf und zieht ein Notizbuch aus der Tasche. Das ist mein „Sprachspeicher“, schmunzelt er und notiert den Satz vom Ausbluten.

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Véronique Olmi  –  Ein Mann eine Frau
Roman  |  Kunstmann 2006
Dorothea Gilde     07.04.2006
Véronique Olmi | Ein Mann eine Frau | Roman (Kunstmann 2006)Laisser faire l'amour

Es ist ein kleines Buch. An einem Nachmittag zu lesen. Ein Nachmittag auch, an dem ein Mann und eine Frau zusammenfinden. Zuerst im regengepeitschten Jardin du Luxembourg, dann in einem nahe gelegenen Hotel. Eine Frau, die vom Leben enttäuscht wurde, erfährt in der körperlichen Hingabe an einen flüchtigen Bekannten eine Art Wiedergeburt.

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Moritz von Uslar  –  Waldstein oder Der Tod des Walter Gieseking...
Roman  |  Kiepenheuer & Witsch 2006
Katharina Bendixen     03.03.2006
Moritz von Uslar | Waldstein oder Der Tod des Walter GiesekingAmbitionierter Fehlschlag

Walter Gieseking war ein berühmter deutscher Pianist, der vor allem durch seine Mozart- und Debussy-Gesamteinspielungen bekannt wurde und der die seltene Fähigkeit besaß, sich allein durch das Notenbild ein Stück einzuprägen und wenig später aus dem Kopf zu spielen. Walter Gieseking heißt auch der Protagonist in Moritz von Uslars Romandebüt Waldstein oder Der Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005.

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Judith Kuckart  –  Kaiserstraße
Roman  |  DuMont 2006
Dorothea Gilde     26.03.2006
Judith Kuckart | KaiserstraßeDie Nitribitt als Waschmaschine

Ein milder Herbst über Deutschland. Bundeskanzler Adenauer regiert in Bonn und Willy Brandt in West-Berlin. Die Russen haben einen Hund ins Weltall geschossen und die Nitribitt bedient ihre letzten Kunden. Sie weiß es nur noch nicht. Es ist das Jahr 1957, und diese Schlagzeilen stehen in den Archiven der Medien. Literarisch angereichert und melancholisch eingefärbt lesen sie sich aber spannender bei Judith Kuckart in der Kaiserstraße.

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Kritik 51
Kritiken zu Gedichten, Romanen und Erzählungen
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Ich habe ja damals wirklich unmit­tel­bar nach dem Tod Ernst Jandls an diesem Requiem zu schreiben begon­nen, ich muss­te es tun, ich hatte ja sonst nichts mehr, überhaupt nichts mehr, alles war ja verloren­gegangen, also fing ich wie ver­rückt zu schreiben an, das Schreiben als einziges Über­lebens­mittel
Friederike Mayröcker im poet-Gespräch


Ich sehe mich nicht in erster Linie als Autor oder Schriftsteller. Diese Bezeichnung ist mir fremd. Ich habe etwas ge­schrie­ben, und das ist publiziert worden, aber dieses umfassende Gefühl, dass ich Schriftsteller sei, fehlt mir. Wenn man schreibt, dann wird man eben so bezeichnet, doch es bedeutet wenig.
Christoph Wilhelm Aigner im poet-Gespräch