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●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 
Natalja Kljutscharjowa – Endstation Rußland
Roman | Suhrkamp Verlag 2010
Tillmann Severin    17.07.2010
Natalja Kljutscharjowa | Endstation Rußland  
Russland: vierte Klasse ins Paradies

„Das Glück waren Küsse auf der Kussbrücke. Muntere Fischlein in der müden Moika. Das Glück stahl in den Läden fades Petersburger Brot und Brodsky-Taschentücher. ... Jenes auf ewig neunzehnjährige Glück lebt im Gedächtnis als endlose Musik.”

Doch ab neunzehn hat das Glück im gegenwärtigen Russland leider andere Sorgen: ...

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Weitere Kritik: Dietmar Jacobsen: Von radikalen Studenten ...   externer Link

Natalja Kljutscharjowa – Endstation Rußland
Roman | Suhrkamp Verlag 2010
Dietmar Jacobsen    30.06.2010
Natalja Kljutscharjowa | Endstation Rußland  
Von radikalen Studenten, Wanderphilosophen und grauhaarigen Komsomolzen
Natalja Kljutscharjowas Held Nikita reist im Romanerstling der jungen russischen Autorin durch ein Land der Extreme

Nikita heißt der knapp 20-jährige Student aus Sankt Petersburg, der in Natalja Kljutscharjowas Romandebüt die Hauptrolle spielt. Ähnlich wie sein berühmter Vorfahr Wenjamin aus der Reise nach Petuschki ist er im Zug unterwegs. Und was er erlebt auf seinen Fahrten kreuz und quer durch das heutige Russland ähnelt wohl nicht von ungefähr den Alkoholfantasien jenes auf dem Weg zu seiner Geliebten immer betrunkener werdenden Helden aus Jerofejews 1973 erschienenem Kultroman.

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Lisa Fritsch – Wannen Wonnen
Sonderzahl Verlag 2009
Franz Schuh    27.06.2010
Lisa Fritsch | Wannen Wonnen  
im Badezimmer lauern Voyeurismus, Todesgefahr und feuchte Träume

»Bei Thomas Mann habe ich etwas läuten hören von der „verstohlene(n)und zehrende(n) Sehnsucht nach den Wonnen der Gewöhnlichkeit“. Davon kann man in den Wannen einiges erleben, wenngleich sie sich für Schicksalsschläge, auch für Mordanschläge besonders gut eignen. …«

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Peter Wawerzinek – Das Desinteresse
Hasenverlag 2010
Simone Trieder    24.06.2010
Peter Wawerzinek | Das Desinteresse  
Lyrisches Lebensziel
Der Hallenser Dichter „Matthias“ Baader Holst

Er war auf der Suche nach einem „Dichter mit Mumm“, nach einem Freund, der „bereit war, alles zu geben und neben sich den anderen Dichter zu erdulden.“ Peter Wawerzinek, an dem sich der Literaturbetrieb regelmäßig die Zunge zerbricht (dabei ist es ganz einfach, er spricht sich, wie er sich schreibt: Wa-wer-zi-nek), findet Baader, dem der gleiche Literaturbetrieb Das Desinteresse entgegenbrachte, das der Autor zum Titel seines Buches machte.

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Adrian Kasnitz – Den Tag zu langen Drähten
Gedichte | parasitenpresse 2009
Crauss.    16.06.2010
Adrian Kasnitz | Den Tag zu langen Drähten  
das gelb des haltestellengeländers
Adrian Kasnitz zieht gedichte wie drähte aus einem trügerischen idyll

„eine einzige silbe, ein fremder in diesem landstrich“ – es braucht fast nichts, um denjenigen zu erkennen, der nicht in die gegend gehört, nicht oder nicht mehr von hier kommt.

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Grit Kalies – Auf Zeit
Gedichte | Mitteldeutscher Verlag 2008
Crauss.    16.06.2010
Grit Kalies | Auf Zeit  
man rief wohl nach bäumen – und bekam etwas plastik

mit diesem gedichtband ist es mir, ehrlich gesagt, nicht gut ergangen. das lag zum teil an mir, teils an den gedichten. die poetische probe auf dem umschlag, die begann mit „wir hacken das eis auf / und werfen den hund / in das ewig willige wasser“ hatte mich neugierig gemacht. als ich den band aufschlug, schimmerte mir dann „im gegenlicht ein falke / über dem berg­baufolgesee“ entgegen: das erste kapitel mit texten über das „rückhal­tebecken stöhna“ und die „hochhalde trages-espenhain“ beschäftigt sich mit der gegend und dem tagebau südlich leipzig. und schon war ich draussen: mir fiel nämlich ein, dass vor einigen jahren bereits einmal ein ehrwürdiger dichter versucht hatte, diese gegend zu poetisieren.

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Clemens Meyer – Gewalten
S. Fischer 2010 | Ein Tagebuch
Ewart Reder    15.06.2010
Clemens Meyer | Gewalten  
Planet Meyer:
Ein großer Außenseiter umkreist den LiteraTurm

Was gegenwärtig real ist, war auf dem Frank&furter Festival LiteraTurm zu erfahren. Unter dem Motto „radikal gegenwärtig“ sprachen 27 Podien über den „zeit­diag­nostischen Roman“. „Wirklich“ hieß da unter anderem: das nicht von Göttern und auch nicht von Menschen Gelenkte. Zum Beispiel die Bankenwelt (sic!).

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Alek Popov – Für Fortgeschrittene
Residenz Verlag 2009
Dietmar Jacobsen    10.06.2010
Alek Popov | Für Fortgeschrittene  
Werri-najß to mit ju!
Die ausgewählten Erzählungen des Bulgaren Alek Popov werfen grell-groteske Lichter auf die Nachwendezeit im Balkanland

Auch im heutigen Bulgarien bieten sich bessere Job-Perspektiven für Män­ner und Frauen mit Englischkenntnissen. Doch weil Englisch im ehemaligen Ostblock nicht die Fremdsprache Nummer 1 war, müssen viele, die an ihrem Weiterkommen im Beruf interessiert sind, nach Feierabend noch einmal die Schulbank drücken.

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Simone Trieder – Barcodes
Gedichte | Hasenverlag 2010
Christian Kreis    09.06.2010
Simone Trieder | Barcodes  
Rezension von Christian Kreis mit Einwürfen von Christine Hoba

Simone Trieder hat einen originellen Lyrikband vorgelegt, in dem die Waren und ihre Käufer in ein Verhältnis gesetzt werden. „Barcodes“ heißt er und erscheint beim Halleschen Hasenverlag, nun in einer zweiten Auflage.

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Kritik 13
Kritiken zu Gedichten, Romanen und Erzählungen
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Ich habe ja damals wirklich unmit­tel­bar nach dem Tod Ernst Jandls an diesem Requiem zu schreiben begon­nen, ich muss­te es tun, ich hatte ja sonst nichts mehr, überhaupt nichts mehr, alles war ja verloren­gegangen, also fing ich wie ver­rückt zu schreiben an, das Schreiben als einziges Über­lebens­mittel
Friederike Mayröcker im poet-Gespräch


Ich sehe mich nicht in erster Linie als Autor oder Schriftsteller. Diese Bezeichnung ist mir fremd. Ich habe etwas ge­schrie­ben, und das ist publiziert worden, aber dieses umfassende Gefühl, dass ich Schriftsteller sei, fehlt mir. Wenn man schreibt, dann wird man eben so bezeichnet, doch es bedeutet wenig.
Christoph Wilhelm Aigner im poet-Gespräch