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Milena Magnani – Der gerettete Zirkus
Edition Nautilus 2010
Roland Steiner    22.03.2011
 
Phantasie versus Peripherie

Er darbte in der Peripherie der Peri­pherie, an den gepan&zerten Flanken des Wohl­stands­bauchs einer globa­lisierten Euro-Stadt, nun geht sein junges Leben zu Ende: Branko, Fremder unter Fremden, Ungar unter Rumänen, Bulgaren, Kosovaren, Türken, Bosniern, fernab der Italiener; Branko, der tote Roma, inmitten einer abgestumpften weil von außen getöteten Kultur – die Rassen­fetischis­ten verteufelten ihr Nomadentum, und die National­sozialisten schließlich stoppten dieses und vergasten Roma und Sinti.

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Christine Hoba – Die Waldgängerinnen
Mitteldeutscher Verlag 2010
Simone Trieder    10.03.2011
 
Wieder raus aus dem Schneckenhaus

Die „Tanne“ war ihre Zuflucht in der Kindheit vor dem gefürchteten Vater, den Helene am liebsten umgebracht hätte, das Küchenmesser dazu hatte sie schon in der Hand. Sie flüchtete in die „Tanne“ zur Großmutter mit den nach Zwiebeln riechenden Händen, dort irgendwo in Mecklenburg, wo Helene Jahre später mit dem kleinen Robert vor ihrer Ausreise in den Westen lebte.

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Jahrbuch der Lyrik 1979 – 2011
Gedicht-Anthologie | DVA seit 2011
Theo Breuer    10.03.2011
 
Ein alphabetischer Staffellauf mit Wort-, Namen-, Zahlenspielen

1993 fällt mir zum erstenmal ein Jahrbuch der Lyrik in die Hände. Axel Kutsch schickt mir ein Exemplar der von Christoph Buchwald zusammen mit Robert Gernhardt edierten Ausgabe.

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Joachim Zelter: Der Ministerpräsident
Klöpfer & Meyer 2010
Dietmar Jacobsen    10.03.2011
 
Politik hat kein Zuhause
Joachim Zelters scharfsinnige Satire Der Ministerpräsident fragt nach Moral und Anstand hinter den Kulissen der Macht.

Nein, natürlich geht es nicht um die bekannte Geschichte, in der ein Thüringer Ex-Minister­prä­sident im Winter 2009 die Hauptrolle spielte. Auch wenn gewisse Parallelen nicht von der Hand zu weisen sind und Joachim Zelter gelegentlich durchblicken ließ, dass die Ereignisse rund um den Skiunfall von Dieter Althaus durchaus ihren Teil zu seiner schriftstellerischen Inspiration beigetragen hätten.

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Harvey Pekar und Paul Buhle (Hg.): The Beats – Die Geschichte der Beat-Literatur
Walde + Graf 2010
Mario Osterland    07.03.2011
 
Man, I'm beat

Eines unbedingt vorweg: The Beats ist keine gewöhnliche Graphic Novel. Sie ist auch viel mehr als eine Comic-Anthologie. The Beats ist eine wahre Schatzkiste, prallgefüllt mit jeder Menge Fundstücke.

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Roberto Cotroneo – Die Jahre aus Blei
Roman | Insel Verlag 2010
Roland Steiner    04.03.2011
 
Kinder eines Landes ohne Erinnerung

Die via Mario Fani, im bürgerlichen Viertel Trionfale der italienischen Hauptstadt gelegen, ist eine von blühenden Bäumen und gediegenen Mehrparteienhäusern gesäumte Straße, die in Richtung der Katholischen Universität stark abschüssig gerät.

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Thomas Glavinic – Lisa
Roman | Hanser 2011
Daniel Kindslehner    01.03.2011
 
Ist da jemand?

Angst und Bange soll einem werden bei der Lektüre von Thomas Glavinics neuem Roman, der vom Verlag zugleich als „komisch bis zum bitteren Ende“ beworben wird. Dass Humor ist, wenn man trotzdem lacht, ist hinlänglich bekannt – ob Vergleichbares auch für den Horror gelten mag?

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Yorck Kronenberg – Ex voto
Roman | Droschl 2011
Roland Steiner     01.03.2011
 
Gefangen im Nirgendwo der Freiheit

Man könnte Kronenbergs zweiten Roman als eine medien- und NGO-kritisch milde Version von Kathrin Rögglas literarischen Bemühungen lesen, doch täte man der Parabel rund um das Gefangensein in Sozialisation und Geschichte unrecht.

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Thomas Bernhard: Goethe schtirbt | Der Wahrheit auf der Spur | Der Briefwechsel
Suhrkamp 2010 / 2011
Dietmar Jacobsen    27.02.2011
 
Alles Grausen kommt aus dem Applaus
Neue Bücher aus dem Literaturkosmos Thomas Bernhards, der am 9. Februar dieses Jahres 80 Jahre alt geworden wäre

Die lebensletzte Nacht beginnt wahrscheinlich wie die gestrige: Man will sich aufmachen nach oben, ins Schlafzimmer, und der Gedanke, auf dem Treppenabsatz innezuhalten, kommt einem nicht.

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John Ashbery – Ein weltgewandtes Land
Gedichte. Zweisprachig | luxbooks 2010
Gisela Trahms    25.02.2011
 
Ohnmacht und Sorbets

Die lebensletzte Nacht beginnt wahrscheinlich wie die gestrige: Man will sich aufmachen nach oben, ins Schlafzimmer, und der Gedanke, auf dem Treppenabsatz innezuhalten, kommt einem nicht.

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Miachel Stavarič – Brenntage
Roman | C. H. Beck 2011
WF Schmid    26.02.2011
 
Höllisches Vorhofflimmern

Was wäre, wenn man all die verbrauchten Visionen, diese zerfressene Altlast packen und verbrennen könnte? Wenn man mal ordentlich tabula rasa machen dürfte? Dann, ja dann, dann stünde man vor einem leeren Loch: die Zukunft.

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Peer Meter: Gift | Haarmann
Graphic Novel | Reprodukt 2010, Carlsen Verlag 2010
Mario Osterland    20.02.2011
 
Das Grauen nebenan
Zwei historische Kriminalfälle als Graphic Novel

Die Graphic Novel ist auch im deutsch­sprachigen Raum längst zum festen Bestand­teil der Buch­land­schaft geworden. Anfangs noch als leicht­verdauliche Bilder­geschich­ten verachtet, boomt das Genre mittler­weile gewaltig.

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Marion Poschmann – Geistersehen
Gedichte | Suhrkamp Verlag 2010
Armin Steigenberger    14.02.2011
 
Das Vage in strenger Form gebündelt

Marion Poschmanns Mitte April letzten Jahres erschie­nener Gedicht­band Geister­sehen beginnt vage, dunkel und unruhig; man hat den Eindruck, als würde sich die Autorin Gedicht für Gedicht an ihre Themen, oder etwas vorsich­tiger gesagt, an (noch) mögli­che Bilder herantasten. Das erste Kapitel heißt Testbilder.

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Kritik 8
Kritiken zu Gedichten, Romanen und Erzählungen
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Ich habe ja damals wirklich unmit­tel­bar nach dem Tod Ernst Jandls an diesem Requiem zu schreiben begon­nen, ich muss­te es tun, ich hatte ja sonst nichts mehr, überhaupt nichts mehr, alles war ja verloren­gegangen, also fing ich wie ver­rückt zu schreiben an, das Schreiben als einziges Über­lebens­mittel
Friederike Mayröcker im poet-Gespräch


Ich sehe mich nicht in erster Linie als Autor oder Schriftsteller. Diese Bezeichnung ist mir fremd. Ich habe etwas ge­schrie­ben, und das ist publiziert worden, aber dieses umfassende Gefühl, dass ich Schriftsteller sei, fehlt mir. Wenn man schreibt, dann wird man eben so bezeichnet, doch es bedeutet wenig.
Christoph Wilhelm Aigner im poet-Gespräch