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Jürgen Buchmann – Grammatik der Sprachen von Babel
Verlag Reinecke & Voß 2010
Jan Kuhlbrodt    11.02.2011
 
Was es aus uns macht

Irgendwann kam ich in ein Alter, in dem die Frage danach, was ich als nächstes studieren sollte, merkwürdig klang und ich brachte fortan viel Energie auf, sie zu überhören. Dabei hatte ich mich schon lange damit abgefunden, dass ein Studium für mich hinsichtlich der Berufsperspektive ohne Belang ist und hatte mich im Stand eines Wissenssammlers eingerichtet.

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Jürg Amann – Die Reise zum Horizont
Novelle | Haymon Verlag 2010
Dietmar Jacobsen    04.02.2011
 
18 still alive
In Jürg Amanns Novelle Die Reise zum Horizont wird eine historische Tragödie zur Parabel über das Menschsein und seine Grenzen

Sie schreiben es in den Schnee: 18 still alive. Kurze Zeit später sind es nur noch 16 Menschen, die nach einem Flugzeugabsturz in den Anden ihr Leben behalten haben. Nichts weiter, nur ihr Leben. Aber um das beginnen sie zu kämpfen. Und je länger dieser Kampf dauert, umso mehr zivilisatorische Schranken fallen. Bis sie sich schließlich von ihren eigenen Toten ernähren, um zu überleben.

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Thomas Böhme – Der Schnakenhascher
Roman | Edition Cornelius 2010
Katrin Ernst    01.02.2011
 
Das andere Auge

Kurz vor Ende dieses andächtig erzählten Kindheits­romans verblüfft eine uner­wartete Wendung ganz und gar. Weit mehr als ein origi­neller Kunstgriff, führt sie geradewegs zum Ausgangs­punkt zurück, an dem der Erzähler von Sandalen im November schreibt und sich bemüht zu begreifen, was damals mit mir, mit meiner Wahrnehmung passierte. Ja, was passierte „damals“ eigentlich?

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Ron Winkler – Torp
Verlagshaus J. Frank | 2010
Kristoffer Cornils    28.01.2011
 
Angebot zum (Gedanken-)Spiel

Ron Winkler hat ein neues Buch veröffentlicht. Es ist im Verlagshaus J. Frank erschienen und heißt „Torp“. Das ist offenbar der Name der Person Torp mit dem sich „Torp“ befasst. Stellt sich die Frage, wer dieser Torp ist. Es liegt aber sicherlich nicht im Sinn der Sache einfach so zu erklären wer Torp ist. Dieser Torp, „an dem die Zuweisungen abperlen wie Regentropfen an Bren­nessel­blättern“, wie es doch im letzten Satz heißt.

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Stefan Heuer (Firnis) sowie A. M. Homes, Pierangelo Maset und Terézia Mora
Verlagshaus J. Frank | kookbooks | Luchterhand u.a.
Crauss.    14.01.2011
A. M. Homes  
ichotomische bücher über die taubheit, die einen von der welt scheidet

manche lektüren fügen sich glücklich. so zuletzt Terézia Moras einziger mann auf dem kontinent (2009), dem Stefan Heuers firnis (2010) folgte und zuletzt A.M. Homes' this book will save your life (2006). allen drei büchern eignet, dass sie mit wenig äusserer handlung auskommen und die jeweiligen prota­gonisten sichselbst aus dem fokus verloren haben.

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Weitere Kritik zu Firnis von Jan Kuhlbrodt  externer Link
Giorgio Vasta – Die Glasfresser
Roman | DVA 2010
Roland Steiner    12.01.2011
Giorgio Vasta | Die Glasfresser  
Liebe im Alphastumm

Es nimmt nicht Wunder, dass 2008 zumindest zwei italienische Romane erschie­nen, die auf die Ermordung Aldo Moros durch die Roten Brigaden anno 1978 rekur­rieren. Die „bleiernen Jahre“ mit jenem Kulmi­nations­punkt, der mit dem möglichen histo­rischen Kompro­miss zwischen der rechts­bürgerlichen Democrazia Cristiana und dem Partito Comunista Italiano Schluss machte, lasten noch immer auf der italieni­schen Gesellschaft, da sie deren diskursiv breite Auf­arbeitung scheute.

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Neue Literatur aus Argentinien | Samanta Schweblin – Lola Arias – Martín Kohan
Blumenbar, Suhrkamp 2010
Mario Osterland    08.01.2011
 Lola Arias  
Das Magische, die Liebe und die Junta

Mit Argentinien war das populärste Literaturland Südamerikas auf der Frankfurter Buchmesse 2010 zu Gast. Ein Querschnitt durch die neuesten literarischen Entwick­lungen des Landes hat unlängst gezeigt, wie groß die Vielfalt an Themen und Stilen argentinischer Autoren ist.

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Martín Kohan: Sittenlehre. | Weitere Kritik: Dietmar Jacobsen  externer Link

Samanta Schweblin: Die Wahrheit über die Zukunft | Weitere Kritik: Adrian Kasnitz  externer Link

Nikolas Moret – Switch
Roman | weissbooks 2010
Roland Steiner    06.01.2011
Nikolas Moret | Switch  
Offenbarung ohne Verluste?

Glaubt man Nikolas Morets im Internet abrufbarem Berufsprofil, scheint es ihm nun gut zu gehen: Für 70 Euro die Stunde erteilt er in San Sebastián konzeptuelle Beratung von Firmen, denen er auch durch Krisen hilft. Seine eigene Krise im Jahr 2006 ist Gegenstand dieses Romans, der keiner ist; eines Debüts, das auf Spanisch geschrieben und doch in einem deutschen Verlag publiziert wurde.

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Burkhard Spinnen – Auswärtslesen
Residenz Verlag 2010
Dietmar Jacobsen    03.01.2011
Burkhard Spinnen | Auswärtslesen  
Vorsicht vorm Zentralabitur
Burkhard Spinnen reist in die pädagogische Provinz und versucht dort, das Spiel der Literatur gegen die Versachlicher des Schönen zu gewinnen

Wer als Autor in Literaturhäusern und Buchhandlungen liest, hat immer ein Heimspiel. Vor ihm sitzt ein sachkundiges Publikum, das, wenn schon nicht sein aktuelles Buch, so wenigstens seinen Namen kennt. Die ihn eingeladen haben, mögen ihn in der Regel. Niemand setzt voraus, dass er mitreißend lesen kann. Kritik oder gar Affront hat er kaum zu erwarten. Und nach ein, zwei Stunden gibt's auch noch ein kostenloses warmes Abendessen mit einem schönen Glas Rotwein dazu.

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Stefan Heuer – Firnis
Roman | Verlagshaus J. Frank 2010
Jan Kuhlbrodt    29.12.2010
Stefan Heuer | Firnis  
In einem Zug

Es ist ein Wagnis, auf das sich das Verlagshaus J. Franck eingelassen hat, indem man verschiedene Lyriker aufforderte Prosa zu verfassen. Man ist es eingegangen und hat eine Reihe schön ausge–statteter und von verschie–denen Künstlern gestalteter Bücher vorgelegt.

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Kritik 9
Kritiken zu Gedichten, Romanen und Erzählungen
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Ich habe ja damals wirklich unmit­tel­bar nach dem Tod Ernst Jandls an diesem Requiem zu schreiben begon­nen, ich muss­te es tun, ich hatte ja sonst nichts mehr, überhaupt nichts mehr, alles war ja verloren­gegangen, also fing ich wie ver­rückt zu schreiben an, das Schreiben als einziges Über­lebens­mittel
Friederike Mayröcker im poet-Gespräch


Ich sehe mich nicht in erster Linie als Autor oder Schriftsteller. Diese Bezeichnung ist mir fremd. Ich habe etwas ge­schrie­ben, und das ist publiziert worden, aber dieses umfassende Gefühl, dass ich Schriftsteller sei, fehlt mir. Wenn man schreibt, dann wird man eben so bezeichnet, doch es bedeutet wenig.
Christoph Wilhelm Aigner im poet-Gespräch