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Stelen
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Patrizia Cavalli
(Todi 1947 – Rom 2022)

»Meine Haltung gegenüber den Dingen [...] ist zeitgleich von einer völligen Distanziertheit und einer absoluten Zuwendung zu ihnen gekennzeichnet. Wie das möglich ist? Man muß bloß schizophren sein. Wer Lyrik schreibt, folgt einem doppelten Prinzip: Festhalten an und Bejahen der Realität und Kälte der Beobachtung.« | Patrizia Cavalli

Susana Cabuchi
(Jesús Maria 1948 – ebenda 2022)

»So werden ihre kurzen Elegien trotz einem Hauch von Nostalgie, der dem Genre innewohnt, zu einer Bejahung des Lebens. In der Freude an irdischen Dingen: ›eine Überraschung mit Pflaumen‹. Sie liebt die Welt so sehr, dass ihre Vision, selbst wenn sie aus der letzten Einsamkeit heraus an sie denkt, zuweilen in freudigen, naiven und kindlichen Farben erstrahlt.« | Alejandro Nicota

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Kurt-Wolff-Preis-Verleihung

Foto: KW-Stiftung

Freitag, den 18.03.2022, um 13 Uhr
Gohliser Schlösschen, Menckestr. 23, 04155 Leipzig

Einladung zur Verleihung des Kurt-Wolff-Preises an den Poetenladen Verlag (Förder­preis) und an Antje Kunstmann (Lebenswerk) im Gohliser Schlösschen.

Bei Interesse bitte eine kurze Mail (Stichwort: Teilnahme Preis­verleihung) mit Angabe der Per­so­nen­zahl an den poetenladen.
Das Platz­angebot ist begrenzt. Es gelten die üblichen Corona-Regeln (derzeit 2G+). Wir freuen uns auf ein inspi­rierendes literarisches Event!

»Den mit 15.000 Euro dotier­ten Kurt-Wolff-Förder­preis 2022 erhält der Leipziger Verlag Po­eten­laden, der seit fast fünfzehn Jahren die Literatur im Netz und das Buch in Erzäh­lungen, Romanen und Ge­dichten verknüpft und demon­striert, wie sich die Druck­medien im Zeitalter der Digita­lisierung verjüngen lassen.«

 

 

Leipziger Buchmesse 2022

Poetenladen-Stand

Wider Erwarten abgesagt
Achtung: Leipzig liest trotzdem. Leseprogramm in der Stadt

Wir freuen uns, nach zwei Corona-Jahren wieder auf der Leipziger Buchmesse präsent zu sein – und hoffen, dass alle Gäste und Teilnehmer, alle Leser*innen und Autor*innen trotz er­schwerter Be­din­gungen spannende Messe­tage voller interes­santer Begeg­nungen er­leben werden.

Der poetenladen ist an seinem ange­stammten Platz an der Leseinsel Junge Ver­lage zu finden. Na­tür­lich wird es auch Lesungen geben, wenn­gleich das Niveau der Vor­corona-Jahre noch nicht wieder erreicht wird.

  • Am Freitag (18.03.22 um 13 Uhr, aktuell: findet statt im Gohliser Schlösschen, gleicher Termin) wird der poetenladen den Kurt-Wolff-Förderpreis entgegennehmen. (Dank für die vielen, vielen Glück­wünsche!)
  • Am Messesonntag (20.03.22 um 12 Uhr) werden im selben Forum Jürgen Nendza (Auf­fliegendes Gras) und Hellmuth Opitz ihre neuen Gedichtbände vorstellen.
  • Am Messesamstag (19.03.22 um 20 Uhr, aktuell: findet wie vorgesehen statt!) darf man sich wieder auf die legendäre Lyriknacht Teil der Bewegung in der Aula der HGB freuen.
  • Auch die Lyrikbuchhandlung wird wieder geöffnet. Vom poetenladen liest u.a. Pia Birkel aus ihrem Debüt schmelzwert. aktuell: findet digital statt

Links: Der poetenladen auf der letzten Buchmesse | Weitere Infos folgen

 

 

Trauer um Marie T. Martin

Foto: A. Heneka

Wie trauern um Marie T. Martin, eine wunderbare, mutige und kluge Autorin, die immer und bis zuletzt ans Leben und Schreiben glaubte. Sie starb nach langer, schwerer Krankheit am 2. November 2021 in ihrer Heimatstadt Freiburg. Ihr letztes Buch Rückruf ist durch den Abschied gefärbt und zugleich ihr eindrucksvolles literarisches Vermächtnis.

Brief im April

Bekommst du noch Briefe von Toten? Ich schreibe dir
ins Jahr nach deinem Tod, was siehst du ohne Augen?
Hier wachsen Blauschote und Glimmerkraut, später
wird sich enthüllen, welche Sätze wichtig gewesen
wären. ..

(aus: Rückruf, Herbst 2020)

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Münchner Reden zur Poesie

Printausgabe

Daniela Strigl
Sinn und Sinnlichkeit: Lesen, verstehen, schwelgen

Die Münchner Rede zur Poesie ist mittlerweile beim Buchstaben V angekommen. Also nach der haus­eigenen Zählung einmal durchs Alphabet bei der 22, nicht der römischen Fünf. V wie Verstehen, das nach der Rednerin Daniela Strigl vermeintlich »zur Leser­pflicht wird«.

Daher V eher wie Ver­sagens­angst. »Herme­neuti­scher Ver­sagens­angst«. Angst davor, den Sinn nicht zu ent­schlüs­seln, dabei steckt genau in dieser Silbe, näm­lich dem »Sinn«, das Sesam für die folgende Rede, die ein be­ein­dru­ckendes Beispiel von close reading, von vir­tuoser Gedicht­aus­legung ist ... (Daniel Bayerstorfer)

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Weltbetrachter in Wurzen

Lyrik-Anthologie

Dienstag, 06. Oktober 2020, 19:00 Uhr im Schloss Hoyerswerda.

Die vorliegende Anthologie zeigt eindrucksvoll auf, dass die Lyrikszene in diesem Land lebendig ist wie selten zuvor. Dichterinnen und Dichter haben sich in den zurück­liegenden Jahren neue sprachliche und thematische Räume erschlossen.

Die beiden Herausgeber*innen trafen eine Auswahl, die einen aktuellen Überblick über die Vitalität der dichterischen Produktion gibt.

Dabei haben sie das gesamte Terrain der lyrischen Spielarten im Blick gehabt: vom narrativen zum momenthaften Gedicht, vom traditionsfortschreibenden zum sprachschöpferischen, vom schönen zum schockierenden, vom sich öffnenden zum sich abgrenzenden.

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Elke Erb

Foto: poetenladen

Elke Erb | »Ursprüngliche Akkumulation«
Freigesetzte Intelligenz

»Elke Erb hat einen durch und durch assoziativ strukturierten Text geschrieben, in dem durch die offene Kombinatorik der fragmentarisch bleibenden Gedichtelemente eine große poetische Reibungshitze erzeugt wird.«

Beitrag aus Der gelbe Akrobat 3 (poetenladen Verlag) von Michael Braun

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Außerdem im poetenladen erschienen: Gedichte und Kommentare   ►

 

 

Foto: poetenladen

Katharina Bendixen | Ausgehverbot

Seit dem Tag, an dem wir unsere Stadt verloren, klingelt jede Nacht dieser Junge an meiner Tür. Seine Augen sind dunkel und seine Haare blond, und er hält mir ein Papp­schild entgegen, auf dem Worte in einer fremden Sprache stehen. Bittend schaut er mich an, so lange, bis das Licht im Hausflur erlischt. Ich betrachte den Jungen durch den Spion. Nie klingelt er bei meinen Nachbarn, nur bei mir.

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Doppelte Lebensführung

Prosa-Anthologie

Hrsg. von Kathrin Jira und Jörg Schieke

»Die hier versammelten Autorinnen und Autoren vereint in erster Linie die Tatsache, dass sie das Schreiben als Arbeit betrachten. Eine Arbeit, die mit dem Leben der oder des Schreibenden besonders eng verknüpft, mit diesem aber auch oftmals schwer vereinbar ist. Schreiben muss jeden Tag neu erkämpft werden, gegen innere und äußere Widerstände. Diesen Kampf zu würdigen, ist Wunsch dieser Anthologie.«

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poetin 27

poetin 27

Hanna Sokolov-Amichai über Jehuda Amichai
»Sie sind die Gedichte, die Sie schreiben, selbst!«

H. Sokolov-Amichai: Am nächsten Abend fand dann Celans öffentliche Lesung im über­füllten Agron Haus statt. Viele junge Leute, meist Studenten, waren erschie­nen, aber auch nam­hafte Dichter wie Gershom Sholem, Leah Goldberg und der Haartz-Heraus­geber Gershom Schocken. Winkler, der wie Celan aus Czerno­witz stammte, eröffnete die Lesung, und Amichai gab eine Ein­führung in Celans lyrische Sprache, bevor Celan dann seine Gedichte las.

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Gedichtkommentar von Michael Buselmeier

Brigitte Oleschinski | wie die Wörter auftauen Gefrierbrand, Kaninchensprache

Das Vertrauen in die große abendländische Poesie und die Hoffnung auf die rettende Kraft der Wörter sind uns schon seit längerem verloren gegangen. Es fehle den Poeten unserer Zeit, so liest man öfter, das Selbstbewusstsein Rilkes und Hofmannsthals und erst recht der Bezug zu einer vorrationalen Poesie, zu magischem Denken und dunklem Geheimnis.

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Franz Josef Czernin | dunkel ortlos, hergezogen,
Gedichtkommentar von Michael Braun (Folge 101)    ►

 

 

Aleš Šteger

Literatur und Reisen (poet 26)
Nomadischer Unort

Aleš Šteger: Neulich haben sie mich in China ausgelacht in dem Sinne: Ihr typischen Mitteleuropäer mit eurem Traum von der Wichtigkeit des Individuums. Natürlich versucht man, hofft man mit dem Schreiben da­gegen­zuhalten, gegen Auslöschung, gegen ein zynisches amorphes Denken der Massen.

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poetin nr. 26   ►

Foto: Tania Victoria / Secretaría de Cultura CDMX, Aleš Šteger, CC BY 2.0 (Ausschnitt)

 
Eltern sein? Autor*in sein?

poetin 25

Eltern sein? Autor*in sein?
Die poetin bei niemerlang

Aus der Sonderausgabe der Lesereihe niemerlang diskutieren Nancy Hünger, Kerstin Preiwuß und Ron Winkler mit Carolin Callies und Sibylla Vričić Hausmann über das Thema und lesen aus ihren beeindruckenden Beiträgen zur 25. Ausgabe der Leipziger Literaturzeitschrift. – Was haben Schreiben und Kinderkriegen gemein? Was für Effekte hat das Elternsein auf das Schreiben? Welche Rolle spielt das Geschlecht der/des Schreibenden?

poetin 25   ►

 
Zum 100. Todestag von Eduard von Keyserling

Der Blumenweg zum Unbewussten

In seinem Nachwort zur neuen Manesse-Ausgabe von Eduard von Keyserlings Erzählungen stellt sich Florian Illies vor, dass man in diese Prosa hineinspringt wie in einen sonnigen See im Spätsommer: sich mit offenen Sinnen treiben lässt durch mal warme, mal kühle Partien.

So ähnlich ist es mir mit Keyserling im zurückliegenden Endlos-Ausnahme-Sommer ergangen, als ich in der kleinen Stipendiatenwohnung des Heinrich Heine-Hauses in Lüneburg wohnen durfte, von der man über eine Hintertreppe in die Etage des Vorderhauses gelangt, auf der die Eltern Heines einige Jahre gelebt haben und heute das Literaturbüro Lüneburg residiert und zu Lesungen lädt.

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Andreas Maier | Die Universität

Versuch über die Leere

Mit Die Universität zieht Andreas Maier einen weiteren Kreis um das Ich seiner auf elf Bände angelegten Romanreihe

Ortsumgehung heißt das Projekt, das Andreas Maier seit 2009 verfolgt. Nach vier Romanen, die den Ruf des im hessischen Bad Nauheim Geborenen begründeten, tragen die bisher sechs Bände dieses auf insgesamt elf Teile angelegten Großunternehmens zwar ebenfalls die Genrebezeichnung „Roman“ im Titel, konfrontieren den Leser aber mit so viel nachprüfbarer Lebenswirklichkeit, dass man eigentlich von einer entfiktionalisierten Fiktion sprechen müsste, wenn das nicht einen Widerspruch in sich darstellen würde.

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Zeitschriftenlese

März 2018 (Letzte Ausgabe) | Michael Buselmeier
allmende, poetin, Tumult, Sinn und Form

Dies ist vermutlich meine letzte Zeitschriftenlese. Vierzig Jahre lang habe ich die Sendung, anfangs im Wechsel mit Stephan Reinhardt, später mit Michael Braun, für das Lite­ratur­programm des Saar­ländischen Rundfunks gemacht, zuerst von Arn­frid Astel, dann von Ralph Schock gefördert. Um 1978 war die Stellung der lite­rarischen und kultur­politi­schen Blätter noch eine ganz andere als heute  ....

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Zeitschriftenlese | Februar 2018 | Michael Braun   ►

 

 

Michael Opitz | Wolfgang Hilbig

Rezension von Michael Buselmeier

Sprachsüchtiges Genie

Michael Opitz' Biographie des Dichters Wolfgang Hilbig

Der Berliner Literaturwissenschaftler Michael Opitz hat die erste große Biographie des in vieler Hinsicht rätselhaften Dichters Wolfgang Hilbig vorgelegt, zehn Jahre nach dessen Tod – im Ganzen ein souverän und kennt­nisreich geschriebenes Buch aus der Per­spektive eines in der DDR aufgewachsenen Forschers; ein im Westen Sozialisierter hätte vermutlich andere Akzente gesetzt. Opitz hat dafür die 46 Archivkästen des Nachlasses und die Hilbig-Sammlung der Berliner Akademie der Künste durchforstet, zahlreiche bislang unveröffentlichte Manuskripte und Briefe ausgewertet.

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Neue Gedichte

Augusta Laar, Monika Littau, Sibylla Vričić Hausmann

Gedichte aus Planet 9 von Augusta Laar,
über malungen von Monika Littau und
3 FALTER von Sibylla Vričić Hausmann.

 

 

Zischender Zustand · Mayröcker Time

Vorab

Ja, ich fühle mich nur am Leben, wenn ich schreibe. Seit ich 15 bin, explodiert es jeden Tag in mir. Mein Kopf ist so voll, und alles muss raus, ich kann nicht anders. So oder ähnlich hat Friederike Mayröcker sich immer wieder in Unterhaltungen mit Freunden, Kollegen, Redakteuren und anderen Zeitgenossen geäußert. Das per se nicht anzuzweifelnde Statement wird zusätzlich ›beglaubigt‹ durch das Füllhorn publizierter Bücher ...

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Christian Schloyer

Christian Schloyer
JUMP 'N' RUN
Neue Gedichte

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Christian Schloyer auf der poet-Leseparty (2galerie KUB)
mit einer Performance aus Jump 'n' Run.   ►

 

 

Mascha Dabić | Reibungsverluste

Die Dolmetscherin als Alchemistin der Sprache

Was genau passiert beim Dolmetschen? Mascha Dabić gibt in ihrem Debütroman kluge Antworten.

Die perfekte Dolmetscherin wäre wohl eine stets ausge­glichene Person mit einer an­ge­nehm neutralen Stimme, ein Wesen möglichst ohne eigene Gefühle und Gedanken, das ruhig in seiner Ecke sitzt und nichts anderes tut, als Sätze von der einen Sprache in die andere zu bringen. Ein Wesen selbst­redend auch ohne Zweifel am eigenen Können, an den eigenen Kennt­nissen über Vokabeln, Grammatik, Satzbau.

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Elke Erbs poetics
Elke Erb
poetics
37

Ruth Wolf-Rehfeldt (geb. 1932)

Mühsam
        wachsen
                werdende Strukturen

Ein Spruch wird das werden,
aber er übertrifft die Leistung eines Spruchs  ...

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Luftfracht
Luftfracht:
griechisch-deutscher
Lyriktransfer
καταχώρηση από:
Σπύρος Αραβανής

Jan Kuhlbrodt und Jorgos Kartakis (Hrsg.)

Manolis Anagnostakis (1925–2005) wurde in Thes­saloniki gebo­ren, studierte Me­dizin in Wien und ar­beitete als Facharzt für Radio­logie in Thes­sa­loniki. 1978 zog er nach Athen. Auf­grund seiner politischen Aktivitäten in der griechi­schen Stu­denten­bewe­gung wurde er von 1948 bis 1951 in­haftiert und im Jahr 1949 durch eine provi­sori­sches Gericht zum Tode ver­urteilt. ...

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26 Nikos Erinakis  | 27 Tassos Livaditis  | 28 Antonis Fostieris  | 29 Manolis Anagnostakis

 

 

Pitangas

Pitangas
         

Herausgegeben von Ineke Phaf-Rheinberger
Einleitung   ►

Roderick Nehone wurde 1965 in Luanda geboren und ging zum Studium nach Las Villas in Kuba, wo er anfing zu schreiben. ... Sein letztes Buch O Catador de bufunfa (Hinter der Kohle her, 2011) ist eine Satire über die allent­halben um sich greifende Büro­kra­tie ....

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