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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | Folge 10

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

10

Unser Schulfreund Karl May


Karl May
Karl May, der sich selbst zum Doktor ernannte, im Phantasie-Kostüm des Old Shatterhand mit der »Silberbüche« 1896 in Dresden.
Die Gelehrten mit ihrer antiken Bildung sprechen vom alter ego, dem anderen Ich. Bei Schreibern und Poeten heißt das Pseudonym. Sie legen sich einen zweiten Namen zu und spielen Theater: statt Monolog Dialog. Weil ich als Gert Gablenz das Pseudonym von Gerhard Zwerenz bin, kann ich ihn von innen und außen betrachten und sitze in ihm drin wie der Holzwurm in den Möbeln. Er war aber ein Bücherwurm.

Wie ich mich erinnere, brauchte GZ als Schüler für die Lektüre eines Karl-May-Romans rund eine Woche. Auf dem Weg zur Schule erzählte er den anderen kapitelweise, was er inhaliert hatte. Ein Klassenkamerad berichtete 50 Jahre später der Frau beim Besuch im Taunus, er selbst habe nie Karl May gelesen, aber alle Bücher beim Zuhören auf dem Schulweg kennengelernt. Am Morgen blieb GZ auf der Brücke stehen, beugte sich übers Geländer, spuckte kräftig runter in die mattschimmernde Pleiße und freute sich, seine Spucke drei Stunden darauf in Leipzig zu wissen. Als er später dort studierte, suchte er gern ein offenes Stück Fluss auf und sagte: Ich grüße dich, du schöne Crimmitschauerin! Und dies obwohl er wusste, die Pleiße hätte genauso als Werdauerin, Altenburgerin oder sonstwie fantasievoll angesprochen werden können, auch speisten das fabelhafte Flüsslein allerlei Wasser, die aus dem Erzgebirge und Vogtland nordwärts strebten, so wie unser Sachsenland das Bayernland parodiert – die Südgrenze von Bergen gesäumt, aus denen vielerlei Bäche und Flüsse stammen, die das Land mit ihren Läufen, Ufern, Schluchten strukturieren, weshalb eine Menge vielfältiger Flusslandschaften entstehen. Einst kam der junge bleiche Karl May an die Pleiße, und weil er bitterarm war und hungrig, unterschlug er eine goldene Uhr. In Haft genommen, schwor Karl hoch und heilig, sich Dutzende goldener Uhren zu kaufen mit ehrlich erworbenem Geld. Also begann er Buch auf Buch zu schreiben. Bald erstand er ein prächtiges Haus in Radebeul nahe dem Elbufer und ließ in jedem seiner Bücher einen mächtigen Fluss rauschen. Die Dresdner denken, es sei ihre Elbe, es ist aber stets ein Stück Pleiße dabei, die ihm in den Sinn kam, wenn er eine seiner zwölf goldenen Uhren aufzog, was man damals noch per Hand tun musste, um im Lauf der Zeit zu bleiben. So erfand Karl May den prachtvollen sächsischen Zauberstrom, der sich alle Mühe gibt, der Dichtung gerecht zu werden. Einfallslose Zeitgenossen mögen darin lediglich den Zwergenfluss sehen, doch der mit allen Wassern der Fantasie gewaschene Lesekünstler erblickt einen deutschen, europäischen, kosmischen Urstrom. Friedrich Nietzsche erfand den polierten Übermenschen, Richard Wagner verhexte den irrsinnigen Bajuwarenkönig, bis der ihm Millionen von Talern spendierte, woraus in Bayreuth nahe der sächsischen Grenze ein Operntempel mit Gesangverein erwuchs, wohin die possierlichen Bosse, Bürger und Bürohengste ihre mit Schmuck und teuersten Klamotten behängten Stuten ausführen, um sie dem öffentlichen Gewieher darzubieten. Karlchen May aber schuf den unendlichen Märchenfluss Pleiße. Dort wurde aus Karl May bald ein wenig Karl Marx.


Nietzsche meinte, die Dichter lügen zuviel. Wir sagen aber die Wahrheit, wenn wir lügen. Die Politiker hingegen lügen, um sich um die Wahrheit herumzuschwindeln. Und die Militärs lügen, weil sie sonst nicht schießen und bomben dürften.

GZ und ich (Gert Gablenz) leben mit Ingrid im Hochtaunus. Am südlichen Ende unseres Wildgartens murmelt ein Gebirgsbächlein vorüber und verschwindet glucksend im hessischen Untergrund. Wir stehen davor und reden das Rinnsal als Pleiße an. Manchmal schwimmt Karl May auf einem Grashalm oder Froschrücken vorbei. Wir winken einander zu – Sachsen im Ausland. Genossen der Endzeit, die alle Uhren schneller laufen lässt bis Einstein die 4. Dimension dementiert und die 3 übrigen Dimensionen lustlos erstarren als seien sie das deutsche Herz. Anders gesagt, Karl May dachte täglich an seine Zeit als Uhrendieb zurück. Das gab ihm Kraft und Energie. Nietzsche benötigte den Übermenschen, um die Zwergmenschen zu überstehen. Wagner brauchte die Geschmacklosigkeiten der Reichen, wollte er sie übertönen. Oft genug wünschte er sich nur den Geldwert des Goldes und der Diamanten, die sein exotisches Publikum in Logen und Parkett präsentierte, um seine gebotene Brunst stilvoll getarnt im Applaus auszuleben. Er hätte die Idioten liebendgern noch höher gehievt, damit sie beim Sturz in die Tiefe auch glamourös genug verreckten. Karl May dagegen führte seine Menschen direkt vor, als die Indianer, die wir sind, einander liebevoll skalpierend. Und Old Shatterhand samt Winnetou mit Schwester mittenmang – im Kern sind sie alle miteinander abenteuerliche, aber grundehrliche Sachsendeutsche, und von den Indianern hockt ein jeder an unserem Pleißeufer, spricht mit den Fischen und erwartet die versprochene bessere Zukunft.


GZ fuhr am 11. Oktober anno 2005 nach Berlin, wo ihn sein Kollege Heinrich Fink am Abend im Brecht-Haus vorstellte und moderierte. Am Ende nannte GZ erstmals öffentlich seinen neuen und letzten Buch-Plan und den Titel. Beim Wort Pleiße ging es wie ein Stromschlag durchs Publikum. Mag sein, die Pleiße ist selbst an der Spree bekannt wegen Leipzig, der Messestadt und wegen Goethes Faust und dem Ritt auf dem Fass in Auerbachs Keller. Den Ostdeutschen aber ist Leipzig an der Pleiße ein magischer Markenname. Die Sachsen als 5. Besatzungsmacht in Berlin? Die sächselnden Grenzer? Der fistelnde Funktionär? Vorbei, vergeben, vergessen. Ersäuft in brausenden Pleißegewässern. GZ, der österreichisch-stämmige Sachse aus Gablenz bei Crimmitschau an der Pleiße, später Leipzig an der Pleiße, versammelte als Sachse in der Fremde eine Handvoll Exilanten und Remigranten. Für seinen Fernseh-Film Tucholsky im Gedächtnis suchte er in den Jahren 1977/78 die letzten lebenden Zeitgenossen der Siegfried-Jacobsohn-Weltbühne auf, von Walter Mehring im Zürcher Hotel bis zu Alfred Kantorowicz und Axel Eggebrecht in Hamburg – nur zu Ernst Busch in Ostberlin durfte er nicht, das verwehrten streng die Herren Grenzer. Und Tucholsky? Am Grab im schwedischen Mariefred hielt die Kamera lange inne. Und dann ENDE (des Films). Im Buch von GZ über Kurt Tucholsky heißt es: „Er ist der Lieblingsautor einer schmalem radikaldemokratischen Minderheit von Deutschen geblieben. Im Verhältnis der Deutschen zu ihm wird die politische Situation dieses Landes sichtbar.“

Gleich am Anfang der Tucholsky-Biographie ist eine Handzeichnung aus dem Sudelbuch des Schriftstellers abgedruckt, eine Treppe mit drei Stufen und den ansteigenden Worten: Sprechen – Schreiben – Schweigen ...


Das Literaturblatt der Frankfurter Zeitung druckte am 31.3.1929 Ernst Blochs Verteidigung unseres sächsischen Volksschriftstellers Karl May gegen seine Verächter. Am 12.5. reagierte ein Autor mit Namen Wilhelm Fronemann im Königsberger Tageblatt und anderswo mit Angriffen auf May und viele, die sich für ihn engagierten. Nach Hitlers Machtübernahme schwärzte Fronemann Karl May als extremen Marxisten und Pazifisten an. Kaum ist der Krieg vorbei, tritt der Nazi als Antifaschist auf und versucht May bei der Sächsischen Landesverwaltung als Vorläufer der SS zu diffamieren. Eine gewisse Verkennung hatte sich allerdings schon Bloch mit seinem May-Plädoyer geleistet, als er schrieb: „Karl May ist einer der besten deutschen Erzähler, und er wäre vielleicht der beste, wäre er kein armer, verwirrter Prolet gewesen.“ Das heißt nun den Anfang zwischen Pleiße und Mulde über das Ende an der Elbe stellen und den gebeutelten Kleinkriminellen über den Radebeuler Bestseller-Autor und Millionär. Karl May ist beides – ganz unten und ganz oben, wie Sachsen zugleich Arbeit und Kapital, Industrie und Königreich, Leipzig und Dresden gewesen ist, und dazwischen Erzgebirge und Vogtland, die Chemnitzer Fabriken, der Zwickauer Bergbau, die Autowerke und die westsächsische Textilproduktion. Bis anno 1990 die westliche Freiheitsglocke läutete und die sächsische wie die gesamte ostdeutsche Produktivität niedergemacht wurde als hätte es dort überhaupt nur arme verwirrte Proleten gegeben. Neueste Nachrichten besagen, die Elbe trockne zwischen den Hochwassern, die sie sich alle paar Jahre erlaubt, immer mehr aus, wie wir es auch über die Pleiße vernehmen. Vielleicht dürfen die Arbeitslosen bald im Ein-Euro-Job die Elbdampfer durchs sächsische Elbflorenz tragen. Wasser ist flüchtig wie das Kapital und eine Jugend, die das Land verlässt und auf der Suche nach Arbeitsplätzen sich in alle Welt zerstreut. Sind schon die Angelsachsen ausgereiste Sachsen? Über Sachsen heißt es, das Land habe vier Millionen Einwohner und 10 Millionen Auswohner, die in fremden Gegenden leben, wo sie ihres Geburtslandes Fleiß und Ruhm verbreiten. Es ist aber die Epoche der Konsequenzen gekommen. Orwell oder Bloch lautet die Alternative. Auch Nietzsche oder Marx. Indem Hitler gegen Stalin antrat, brachte er Orwell und Nietzsche gegen Marx und Bloch in Stellung. Indem Bloch in den Westen gehen musste, verlor der Osten seinen Marx und Lenin samt Legitimation. Der Rest war Lethargie mit einem schandbaren Ende. Das betrifft nur die jeweils neue Führungsklasse, die sich hirnlos diktatorisch an die Stelle der alten setzte, nicht die Völker selbst. In Deutschland führten die Regierenden stets Richtung Abgrund. Für jeden ist heute der Zeitpunkt da, entweder als Saulus andere zu verfolgen und zu bestrafen oder als Paulus dem urchristlichen Feindesverbot und Liebesgebot zu gehorchen. In der Sprache von Hegel und Marx heißt das, die Differenz zwischen Herr und Knecht abzuschaffen, und in der Sprache Blochs: „Kampf, nicht Krieg.“ Daraus folgt: Krieg ist kriminell. Die Produktion von Feindschaft, Waffen und Kriegern ist von Anbeginn verbrecherisch – tertium non datur – das eine oder das andere. Ein Drittes gibt es nicht. Dies ist die deutsche Lehre aus einem Jahrhundert Vergangenheit, und sie gilt unabhängig von Nation, Staat, Religion, Partei. Wenn aber die Deutschen selbst sich dem nicht stellen, können sie es von anderen nicht erwarten.

Dies schreibt ein Sachse, der statt am Fichtelberg des Erzgebirges am Feldberg des Taunus sitzt, wohin es ihn nach Berlin, Köln, Irland, München, Frankfurt und Offenbach verschlug – Wohnorte, über die er sich keineswegs beschwert.


Die sächsische Geschichte beginnt mit dem aufständischen Widukind (925- ca. 973) und setzt sich fort mit den Wettinern und Albertinern über die 1923 von der Reichswehr vertriebene Regierung der Kommunisten und Sozial­demokraten zum Dresdner Nazi-Mutschmann und dem links­oppo­sitionellen Max Seidewitz der DDR sowie später König Kurt. Als geborener, wenn auch ausgewanderter Landsmann darf ich einen vornehmen Grundzug unserer Mitbürger verraten. Der Sachse stirbt nicht, er geht auf den Friedhof und legt sich nieder. Der Tod soll so unspektakulär sein wie das Leben. Das ist wie mit der Liebe, die zur stürmischen Pubertät gerechnet wird. Danach entwickelt sich daraus ein Überlebensmittel. Schwärmen die Dichter von der Liebeskunst, verrichtet der Sachse sein Handwerk, Tagwerk, Nacht- und Bettwerk. Und immer klingelt der Wecker: Zeit aufzustehen, Kollegen. Wie ist das denn: Die Fernsehsintfluten brechen ins Leben ein, der Weltuntergang im Kunsthonig wird prophezeit? Die letzten Sachsen bauen beizeiten vor. In jedem Schrebergarten entsteht eine mit Spitzen-know-how konstruierte Arche Noah. Mit Wellensittich, Hund, Kind, Frau, PC und Handy hocken sie in ihren Schiffchen, basteln ungerührt an ihren Erfindungen und warten weiter auf bessere Zeiten, denn der Untergang ist ihre Sache nicht.

Bertha von Suttner sprach 1905 in Dresden, unter den Zuhörern war Karl May, der ihr danach einen begeisterten Brief schrieb. Am 22.3.1912 hielt May auf Einladung Suttners in Wien eine große Friedensrede, in der Woche darauf starb er und Bertha von Suttner verfasste einen bewegenden Nachruf.

Zum Wiener Publikum soll auch Adolf Hitler gezählt haben. Falls es zutrifft, muss verwundern, dass er an der Friedensrede keinen Anstoß nahm. Mag sein, er war noch nicht der Kriegsnazi späterer Jahre und so schätzte er die drei eminenten Sachsen Richard Wagner, Friedrich Nietzsche und Karl May als deutsche Leitfiguren und Idole unentwegt hoch ein. Hätte Hitler Karl Mays Pazifismus in der Tat erfasst, wäre der verehrte Autor bei ihm durchgefallen, denn Krieg und Untergang war sein Geschäft.

Karl May entstammte einer ärmlichen Weberfamilie, war das fünfte von vierzehn Kindern und litt bis zum fünften Lebensjahr an Blindheit als Mangelerscheinung. Das vermeldet Wikipedia. Was dort nicht steht: So arm und blind wollen viele den Sachsen halten, da sind sie aber schiefgewickelt, die Eroberer vom Stamme Nimm.


Die Friedennobelpreisträgerin Bertha von Suttner wurde als „Friedensbertha“ und „Judenbertha“ beschimpft. Ihr Buch Die Waffen nieder erhitzte die Krieger über alle Maßen. Karl May nahm ihr Wort „Edelmensch“ auf, was als kitschig empfunden wurde von Helden, denen Nietzsches „Übermensch“ näher lag, denn damit konnte man besser die Sau rauslassen.

Karl Mays Figuren sind angelesene Wunschträume und per Phantasie verdichtete Pseudonyme, mit denen der sächsische Karl als Kara ben Nemsi und Old Shatterhand durch die Prärie, wo nicht in allerhand Varianten durch die Schluchten des Balkan streifte. Als ich, 1957 der DDR entkommen, am Rheinufer saß, begann ich zu lachen bei dem Gedanken, dass ich nun von außerhalb nach Sachsen hinein phantasierend leben würde wie Karl einst von drinnen in die Draußenwelt. Für die abgesperrte DDR verdichtete sich der Abenteuer-Schriftsteller samt seinem Werk zur weltreisenden Traumfigur, mit der man ins Weite zu schweifen vermochte, ohne gehindert zu werden. Derart konnte jeder die eigenen exotischen Sehnsüchte in ihn hineinprojizieren wie vordem ganze Jugendgenerationen, denen May der wissbegierige, in die Ferne strebende gute Deutsche war, was die DDR unwillentlich auf den guten DDR-Ausreisenden verkürzte. Bleiben drei Gruppen zu unterscheiden. Der ersten war der Sachse ein lästiger, nicht ernstzunehmender Volksschrift­steller, der zweiten wurde er selbst zur Metapher, aus der sie klugwitzig herausholte, was sie zuvor hineingeheimste. Als drittes bleibt eine Minderheit, die Karl May wie Bertha von Suttner als Vorläufer jener antifaschistischen Pazifistenbewegung sieht, die in der Weimarer Republik durch die Namen Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky charakterisiert ist. Deren Tod und das Ende ihrer Weltbühne stehen mit dem Anfang Nazi-Deutschlands in ursächlichem Zusammenhang.


Wie wir eingangs bemerkten, stammt dieses 10. Kapitel nicht von Gerhard Zwerenz, sondern von mir, Gert Gablenz, seinem treuen Pseudonym. Ich sollte zu Karl May auch ein paar Bösartigkeiten loslassen. Es misslang. Der eine Sachse hackt dem anderen kein Auge aus. Noch nicht mal als Pseudonym. Außerdem festigt Karl-May-Lektüre die Seele. Man darf so glücklich ein fairer Deutscher sein und die bedrängten Rothäute lieben. Notfalls stellt man sich seine ganz speziellen Feinde im rundum skalpierten Zustand vor. So etwas stärkt im zivilen Wolfsleben das Selbstbewußtsein.

Am Montag, den 19. November, erscheint das nächste Kapitel.

Gerhard Zwerenz   12.11.2007   Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht   Seite empfehlen  empfehlen

Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz