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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 90. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coinci­dentia opposi­torum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  90. Nachwort

Friede den Landesverrätern Augstein und Harich






Ritterkreuzträger und Spiegel-Verfolger
Förtsch auf der ersten Seite abgebildet


Einladungs-Prospekt
zum Jubiläum



Von der Spiegel-Chefredaktion traf eine nahe­zu lieben­würdige Einladung zum kom­men­den 22./23. Sep­tember nach Hamburg hier ein. Anlass ist die Spiegel-Affäre vor 50 Jahren: Ein Abgrund von Landes­verrat – wir erinnern uns der Zäsur. Die Anrede lautet: »Lieber Herr Zwerenz«, was mich genau aus diesem Grund an einen Augstein-Brief von vor 51 Jahren erinnert, der ebenfalls so freundlich einladend beginnt:

Auf Augsteins Einladung reagierte ich am 31. Juli 1961 mit einer Gegeneinladung:

Schon einen Tag danach, datiert vom 1. August, erhielt ich ein Schreiben von der Bonner Spiegel-Redaktion:

Das erledigte sich, weil die Serie im stern erschien. Ein Jahr später passiert der staatliche Angriff auf den Spiegel. Mein Schreiben vom 27.10.1962 geht direkt darauf ein.


Mein Unwille, 1961 der freundlichen Einladung Augsteins in die Spiegel-Redak­tion zu folgen, resul­tierte aus unge­klärten Verdachts­momenten. Wolfgang Harich ist 1957 noch am Tag seiner Rück­kehr aus Hamburg in Ost­berlin verhaftet worden. Wer wusste schon, was zwischen Augstein und dem dann in Bautzen einsitzenden Harich abge­laufen war. Da blieb ich skep­tisch. Das trat nach der Aktion gegen den Spiegel und der Inhaf­tierung Augsteins in den Hinter­grund. Die Fronten waren klar. In der Soli­darität traf ich mich mit Sebas­tian Haffner. Eben noch begeg­nete er mir als Kalter Krieger, nach der Spiegel-Affäre wandelte er sich und nahm in seinen Kolu­mnen und Büchern wieder die so liberale wie anti­faschis­tische Haltung ein, die ihn einst zur frei­willigen Emi­gration aus Hitler-Deutsch­land bewogen hatte. 1966 unter­stützte Haffner meinen Exkurs der Objek­tivierung Walter Ulbrichts mit einer ebenso objek­tiven Rezen­sion meines Buches. Es ist eben ein Unter­schied, ob man aus der individuellen Vertei­digung heraus zur radikalen Gegen­wehr gezwungen ist oder später ruhigeren Blutes und mit einiger Distanz den tieferen Grund der Differenz auslotet. Der tiefere Grund aber trug damals und jedenfalls ab 1956/57 für uns die Namen Hitler und Stalin, ersatz­weise Adenauer und Ulbricht. Auch für diese feind­lichen Zwillinge lässt sich eine gemeinsame Ursache finden: Karl Marx.


Augstein und sein in Spanien fest-
genommener Stellvertreter Conrad Ahlers
  
Sebastian Haffner: Nach der Spiegel-
Affäre wieder radikal linksliberal

Am 27.8.2012 wird in neues deutschland eine Schrift aus der Hinter­lassen­schaft des Theater­regis­seurs Adolf Dresen besprochen: Der Einzelne und das Ganze. Zur Kritik der Marxschen Ökonomie. Heraus­gegeben von F. Dieckmann. Theater der Zeit. Recher­chen 93. So die Angaben im nd und dazu ein zitier­ter Dresen-Origi­nal­satz, der es in sich hat wie Kennedy die Mörder­kugel: »Eine Kritik des Stalinismus vom Marxis­mus aus kann es nicht mehr geben, denn der Stalinis­mus ist nicht Defor­mation, sondern Konse­quenz des Marxismus.« Im nd wird dieser unsägliche Satz vom Rezen­senten kurzum als »Die bittere Wahrheit« definiert. Gibt so ein ent­täuschter, abgewrackter Stalinist zum Anti­marxisten gewendet die eigene Beschränkt­heit zur Weiter­ver­wendung an werte Ex-Genossen weiter? Sind die einst angebeteten Mächtigen erst vergangen genug, treten die verspäteten Wider­stands­kämpfer an. Es gauckt links wie rechts. Die Weisheit, Stalin schon in Marx aufzu­decken war oberstes Glaubens­dogma der Nouvelle Philosophie, deren Meister­denker Glucks­mann neben Marx auch Platon und Hegel zu Sta­linis­ten erklärte, was uns alles weniger tangiert, weil's vorbei ist und die Pariser Anti­to­talen sich inzwischen als ideologische Kriegsfürsten offenbaren. Ein später Schwarm der deutschen linken Intelli­gentsia kommt wie immer verspätet auf den Trichter. Mit Marx, ohne Marx, endlich gegen Marx? Wieviel darfs denn sein? In Paris wird Karl inzwischen ganz neu entdeckt. Selbst unter den EUROpa-Geisterfahrern finden sich neuerdings un­heimlich-heim­liche Marx-Leser. Wer 1990 Marx ist tot – Jesus lebt! jubelte, billigt inzwischen Karls unchristliche, nicht anti­christliche Auf­erstehung. Trotzki war für ähnliche Ideen noch per Eispickel erledigt worden. Chruschtschow wagte 1956 nur – immerhin! – den halben Stalin abzu­schaffen.
 Weshalb beginnt dieses Nachwort mit einem Schreiben von Augstein und der bald folgenden Spiegel-Affäre? Weshalb mit Wolfgang Harich? Weil dies ein legen­därer Kenn-Name der 56er Kopf-Revolte ist: Stalin nein – Marx ja. Das kann die Gegenseite heute gewiss umdrehen. Es zählt zur vielfach je nach Interessenlage verleugneten DDR-Geschichte. Die sowjeti­schen Parteigrößen gingen auch dabei voran. »Der Marxis­mus hat mich nie interessiert«, so groß­mäulig Alexander Jakowlew, einstiges Mitglied des Moskauer Polit­büros. Ingrid Zwerenz zitiert diesen Satz in der Zeitschrift Ossietzky 10/2006, wo sie sich unter dem Titel Tabula rasa ( Marx vom Tisch) mit den Lücken, Lügen und Verleum­dungen befasst, die eins­tige KPdSU-Größen gegen Marx und Engels vorbringen, jahr­zehnte­lang wurden deren Ideen miss­verstanden und miss­braucht und heute glauben einige Sta­linisten beide Männer auf den Mist­haufen der Geschichte wer­fen zu können.
  Das Doppelmotto zu Sklavensprache und Revolte lautet:»Wir haben den Kapitalismus überall da besiegt, wo es ihn noch gar nicht gab.« ( Leo Trotzki) und »Das westlich-kapi­talis­tische System hat einen Sozia­lismus besiegt, der niemals einer war.« (Gerhard Urbach). Wer ist Urbach? Einer jener Bloch-Schüler, denen Stalins DDR-Getreue zusetzten, bis ihre Macht zer­brach. In der Hoff­nung auf neue Machtteilhabe vergehen sie sich heute an Marx statt Stalin.

Im 82. Nachwort freuten wir uns über den Spiegel vom 4.6.2012, weil dort »ein aus­nehmend kluger Geschichts­geist als Zeit­genosse« waltete, »der ohne jede Ideologie Darwins Evolutionstheorie, Marxens Gesell­schafts­analyse und Freuds Psycho­analysen-Kultur als Grundlage des klassi­schen Humanis­mus und der Aufklärung anerkannte.« Nachdem Marx der Aufklärer-Status im nd aberkannt wird, dürfte dem­nächst die Abkehr von Darwin und Freud folgen. Auf denn zur deut­schen Tea-Party-Partei.
  Wäre die Bundesrepublik Deutschland satisfaktionsfähig, organisierte sie den Rückblick auf die Spiegel-Affäre von vor fünfzig Jahren aus eigenem Antrieb, was allerdings die Fähig­keit zur Selbst-Analyse voraus­setzte. War die damalige Aktion der Ver­such eines verbrämten Staats­streichs und führte das Miss­lin­gen zur Zäsur der Bonner Innen­politik wie vergleichs­weise der Mauerbau 1961 die Deutsch­land­politik auf Jahr­zehnte blockierte? Falsche Lage-Ein­schätzungen wo nicht diverse historische Irrtümer infolge vor­demokra­tisch-natio­naler Befangen­heiten hier wie dort. Der Spiegel, der nicht wie ange­strebt zu Bruch ging, gewann Licht­bild­kon­turen, Ku­rio­si­täten inklusive. Etwa die ergötzliche Dauer­fehde zwischen Strauß und Augstein. Oder Aug­steins von masochis­tischen Zügen nicht ganz freies Sohn-Vater-Ver­hältnis zum Rhön­dorfer Rosen­züchter und Stiefvater der Loreley – genannt Adenauer.
  Der Einladung des jetzigen Spiegel-Chefs zum 50er Jubiläum des Anschlags auf die werte Redaktion konnte ich als Rekon­vales­zent nach meh­reren Opera­tionen nicht folgen, was ich bedauere, denn – ich zitiere:


  

Augstein-Tochter Franziska und Strauß-Tocher Monika Hohlmeier
Die Töchter fechten's besser aus?


Was wird Frau Hohlmeier wohl mitzu­teilen haben? Als Gegenpol zur gewiss apo­loge­ti­schen Strauß-Tochter hätte ich gern den über Jahre für den Spiegel tätigen Publi­zisten und Tucholsky-Preis­träger Otto Köhler dabei gehabt, warum wohl, doch wäre mein Ver­gnügen ohnehin stark abge­kühlt worden, denn – ich zitiere noch mal:


  Wen aber, um Himmels willen, soll Schmidt-Schnauze denn landes­verraten haben? Das Dritte Reich sicher­lich nicht, das er bis zuletzt so tapfer verteidigte, dass er, obwohl zur Teilnahme am Prozess gegen die Attentäter vom 20. Juli 1944 befohlen, von Buchen­wald und Auschwitz nicht die Spur einer Ahnung hatte. Das behauptet der Ex-Kanzler, Welt-Ökonom, Hobby-Historiker und Verfasser diverser Bücher bis heute steif und fest. Verständ­lich, dass der SPD-Genosse Schmidt 1983 frohgemut und leichten Herzens den NATO-Doppel­be­schluss einfädeln konnte. Als ehemaliger Flak­offizier war er das Schießen ohne selber zu denken gewohnt. Noch heute zitiert er sich gern mit dem Slogan Lieber tot als rot. Hätten die bösen Russen nicht endlich nachgegeben, wären wir heute längst alle mit­einander tot.
  Die Einladung zur Konferenz Ein Abgrund von Landesverrat – 50 Jahre Spiegel-Affäre, für nächste Woche in den Räumen des Verlags geplant, enthält das Cover des verfolg­ten Polit-Magazins mit Foto des Ritter­kreuzler-NATO-Foertsch als Titel-Heros und 17 Zeilen Text, die das Fiasko hinläng­lich erklären. Dass der damalige Hamburger Innen­sena­tor Schmidt dabei eine Helden­rolle spielte, hätte ihm eine bessere Zukunft eröffnen können als die des über­lebens­langen Raketen-Fieslings. Wir gedenken seiner mit gebotener Aufmerk­sam­keit nicht nur in der 66. Folge des poetenladens »Der Bunker« sowie der 67. Folge »Helmut auf allen Kanälen«. War's das? Das war's nicht. Schmitt bleibt vorerst in der Neben­helden­rolle.
  Als Wolfgang Harich 1957 in Ost­berlin verhaftet wurde, verstärkte sein Hamburger Augstein-Besuch die Verdachts­momente eines DDR-Landes­verrats. Der Prozess gegen die DDR –Reformer führte zu einem signifikanten Einschnitt. Mög­lich wäre ein Voran oder Zurück gewesen. Es gab ein Rollback. So wurden 1957 die Weichen in der DDR für 1989 gestellt. Ende inklusive. Die Spiegel-Affäre 1962 signali­siert dagegen die West-Zäsur. Hier ließ die vierte Gewalt sich nicht so mir nichts dir nichts aus­schalten. Es gab starke Solida­ritäts­bewe­gungen. Der sub­stan­tiell abwei­chenden Artiku­lations­freiheit blieb etwas Raum und Zeit beschieden.
  Wie lange noch. Und wozu?
  
Siegfried Prokop
Ich bin zu früh geboren
Auf den Spuren Wolfgang Harichs
Dietz, Berlin 1997

Beim Gespräch Augsteins mit Harich ging es 1957 um die Fragen Ost – West und deutsche Ein­heit bzw. Nicht-Einheit. Mit der Spiegel-Af­färe versuchte eine konser­vative West­gruppe die ver­öffent­lichte Plura­lität zu verhin­dern und unterlag. Im Osten unterlagen die Konser­vativen im Polit­büro nicht. Ihre »Einheit« wurde mit dem Fraktionsverbot der Sowjets vom X. Parteitag, März 1921 begründet. Wolfgang Harich dazu: »Nicht wenige Kommunisten glauben, sie seien dem Marxis­mus-Lenini­smus schuldig (…) am Fraktions­verbot fest­zuhalten (…) Hier liegt ein Irrtum vor (…) « (Glasnost-Archiv, Quelle Rote Fahne 5 1993) Die SED/DDR-Einheit per Frak­tions­verbot erwies sich als fort­zeu­gender Irrtum. Die deutsche Ver­einigung von 1989/90 setzt den Irrtum der Alternativlosigkeit fort. Es sei denn, Merkel sucht mit der An­näherung an China einen kleinen 3. Weg. Was uns über­raschte und erfreute. Schon 2005 war ich so frei, als älterer Leip­ziger Student der nachfolgend jüngeren Leipzig-Studentin zum 3. Weg für Europa zu raten. Nachzulesen in Alternative Ökonomie in der Tradi­tionslinie von Fritz Behrens, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Sachsen 2005. Mein Beitrag. »Bloch, Behrens und der Chinesische Drache …« Mit dem die Kanzlerin seit ihrem letzten Rotchina-Besuch recht gut auszu­kommen scheint, wenn es auch auf Kosten Russ­lands gehen soll. Es sei denn Putin sucht selbst einen 3. Weg, nachdem die Chinesen sich damit den Respekt der Welt verdienten, so dass die USA ihre Kriegs­schiffe ins Süd­chine­sische Meer entsenden, Angela Merkel aber samt Ministern und Bossen in Peking zum Staats­empfang er­scheinen darf. Was hat Peking zu bieten, was Moskau nicht aufzubieten vermag? Als Hin­ter­lassen­schaft einer deutschen Einreise verblieben 25 Milli­onen Tote in russi­scher Erde. Im Ver­gleich dazu war Kaiser Wilhelms Hunnen-Rede von 1900 gegen den Chine­sischen Boxer­aufstand ein Rand­ereig­nis. Deshalb ein nütz­licher Tipp für die Kanz­lerin und ihre Berater: Spielt den Chine­sischen Drachen nicht gegen den Russi­schen Bären aus. Der politische Zoo wimmelt von gefähr­lichen Schlangen, vor denen schon Adam gewarnt wurde.
  Die Publikation des Brief­wechsels mit Rudolf Augstein samt Spiegel nach einem Halb­jahr­hundert erklärt sich aus dem Jubiläum selbst. Ein zweiter Grund kommt hinzu. So herzliche Einla­dungen nach Hamburg erhielten auch andere. Den lieben Herrn Walser z.B. bat der Spiegel-Eigen­tümer ebenfalls in den hohen Norden. Der nahm das gerne wahr und schlüpfte gleich einer der Augstein-Gat­tinnen so nach­haltig untern Rock, dass daraus ein neuer, wenn auch etwas ille­gitimer Augstein entstand. Ich gebe zu, mir Un­schulds­lamm aus dem wilden Osten ging's damals um hoch­brisante, drama­tische Szenen im geteilten Deutsch­land, Kollege Walser fabri­zierte ein Lust­spiel draus. Der von ihm dabei erzeugte Augstein junior wuchs heran zum alerten Zei­tungs­macher. Zum Spiegel vom Montag gesellte sich ein Freitag, der früher Sonntag hieß und einst in der DDR erschienen ist. Spiegel, Sonntag, Freitag scheiden in schöner Gemeinsamkeit von Zeit zu Zeit allerlei nicht mehr genehme Mit­arbeiter aus. Die Strecke ist lang, das Soll noch lange nicht erreicht. Frei­heit ruft Gauck, Pastor und Präsident. Nach dem beab­sichtigten, doch nicht statt­gefundenen Treffen 1961 begegnete ich Aug­stein nur ein einziges Mal. Für den Spiegel schrieb ich dies und das und im Hambur­ger Magazin gab es allerlei Texte und Anmer­kungen von mir und über mich, die mir Freude machten oder auch nicht. Was immer für, über und gegen den Spiegel-Herrn vorge­bracht werden mag, ich will hier mit einigen seiner Sätze dankend an ihn erinnern, zitiert in Soldaten sind Mörder:

Das gesamte Kapitel steht unter der Überschrift: Die Landschaft vor Braunau. Deutsche Augen, rechts­seitig blind, sind von Augstein früh­zeitig genug erkannt und definiert worden. Der »konsti­tutio­nelle Nazi-kn-Faktor« bleibt als Gefah­ren­quelle virulent.

Gerhard Zwerenz    17.09.2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz