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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 47. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  47. Nachwort

Damals, als ich als Boccaccio ging …


  Jochen Voit
Er rührte an den Schlaf der Welt
Ernst Busch: Die Biographie
Aufbau Verlag 2010
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Im Spiegel vom 7.6.2010 bespricht Nikolaus von Festen­berg die vor kurzem er­schienene Ernst-Busch-Biographie von Jochen Voit. Buchtitel: Er rührte an den Schlaf der Welt. Spiegel-Rezensions-Über­schrift: Der zwangstreue Sohn. Ja, wir zwangstreuen und doch linkstreuen Söhne, denke ich und stolpere mitten im Text über meinen Namen: „Gerhard Zwerenz, eine Art Boccaccio der Stu­denten­szene, beschrieb die sexuellen Er­regungen an­sonsten zuge­knöpfter linker Frauen, wenn sie sich zu Buschs Spanischen Bürger­kriegs-Liedern öffneten: ›Ich lag und wurde gesungen … auf mir turnte dieses Leicht­gewicht von revolu­tionärem Irrsinn herum, diese bleischwere Illusionis­tin, ach du meine Güte.‹“ In der Tat wird in der Bio­graphie des Sängers erotisierende Wirkung belegt mit einer Szene aus meinem TB-Roman Salut für einen alten Poeten – Rückblick aus dem Jahre 1994 auf die goldenen siebziger Jahre, bei Goldmann 1980 erschienen. Die Story geht etwa so:

 



Gerhard Zwerenz
Salut für einen alten Poeten
Goldmann 1985
Das Buch bei Amazon  externer Link



Soviel über das TB-Bändchen. Und nun ein Stück Text vom Ende und so ganz und gar aus dem bewegten Leben gegriffen:






  So sieht der Leipziger Hartwig Runge
die Kumpel
Gablenz und Zwerenz

Potzblitz und Donnerschlag, so schön prophetisch dichtete unsereins damals. Melancholisiert trete ich auf die Terrasse. Der Himmel ist finster wie im Bärenarsch. Verdrossen sitzen die Vögel auf schwankenden Ästen. Das Zwitschern ist ihnen vergangen. Mama Elster sucht Baum, wo's nicht durchregnet. Papa Eichelhäher hockt sauer auf einer Eiche. Die Krähen krähen, die Stare halten den Schnabel. Ein paar Kohlmeisen verstehen die Welt nicht mehr und lassen die Flügel hängen. Mir ist nach Boxen zumute: K.o. dem dämlichen Wetter. Bald trocknen die Flüsse aus, bald gibt's Über­schwemmungen. Oder liegt es an den Fernseh-Wetter­fröschen, die täglich so tun, als wüssten sie was. Die Idee mit dem Boxen ist gar nicht so übel. Das behebt Aggres­sionen. Ersatz­weise entschließe ich mich zum Deutschland­lied. Bevor die Box-Champions einander die Fresse polieren, erklingt die Nationalhymne. Weil ich nie sicher bin, welche Strophe gerade genehm und welche laut zu singen untersagt ist, summe ich die Melodie durch leicht entblößte Zähne. Scheiß auf den Text, rufe ich den trübsinnig auf ihren Zweigen postierten Vögeln von meiner sicheren, überdachten Terrasse aus zu. Eine wohlerzogene Amsel nickt mit dem samtenen Kopf und schlägt dreimal mit den Flügeln. Wahrscheinlich ist das ihr Deutschlandlied. Und boxen kann sie ja nicht. Wir befinden uns zum Anfang des 3. Jahrtausends im Zustand permanenter Wahl­kämpfe. Wer da noch durchblickt, erkennt, es gibt nur die Wahl zwischen Selbst­mord und Scheintod. Wer alt genug ist, kann sich glücklich schätzen. Er hat gelebt. Das kann ihm keiner mehr nehmen.

Boccaccio in ewig jugendlicher Echtzeit

Reichsbischof Müller: Der Feind steht links

Martin Niemöller: Der Feind steht rechts

Und wo bleibt der im Spiegel versprochene Boccaccio aus den Jahren der Studenten­bewegung? In der Ernst-Busch-Biographie ist auf den Seiten 360/361 die im Spiegel konsta­tierte Boccaccio-Szene ab­gedruckt, leider gekürzt und von einem bierernsten sozio­logischen Kommentar unter­brochen. Wer die ganze Story lesen will, findet sie in Salut für einen alten Poeten ab Seite 111, im Kapitel „Singen mit Ernst Busch“ – waren das damals noch ero­tische Hochzeiten und gar mit sozial­demo­krati­schen Busch-Genos­sinnen aus der Bonner Vorwärts-Redaktion. Heute sind die alle in Rente.

Salut für einen alten Poeten, geschrieben 1980, ist mir drei Jahrzehnte später zu einem Stück vorweg­genom­mener Zukunft geworden, also Gegenwart. Gestern abend im Fernsehen erfuhr man einiges über Pastor Gaucks „schönes Gesicht“ und seine jugendl­ichen Aben­teuer. Weil ich den Mann ernst nehme, verstärkt sich der Eindruck, in ihm einer­seits und Schorlemmer anderer­seits setzt sich heute der Konflikt zwischen Reichs­bischof Müllers Deutschen Christen und Beken­nender Kirche mit Pastor Niemöller aus der NS-Zeit fort. Der Feind hat ewig links zu stehen. Kurz vor Stefan Heyms Rede 1994 als Alters­präsi­dent des Bundes­tages förderte die Gauck-Behörde falsche An­schul­digun­gen zutage, ein lebenslang linker deutsch-jüdischer Schrift­steller, den Nazis gerade noch entkommen, sollte für das Fest­halten an seinen sozialis­tischen Über­zeugungen büßen. Dankbar und trium­phierend blieb Helmut Kohl samt CDU-Fraktion nach Heyms Eröf­fnungs­rede sitzen, Gauck hat's legitimiert – weiter im Text, die Polit-Christen Lothar de Maizière und Manfred Stolpe ver­wah­ren sich gegen Gaucksche Anschul­di­gungen, das sind so Glaubens­brüder unter sich, wenn der Rostocker Frei­heits­pastor seines Amtes waltet, dass die Presse jubelt bis hin zur Jungen Freiheit, die gern den Rechts­außen-Nach­wuchs für die FAZ spielt, die wiederum für so junge Freiheiten wie Steinbach, Gauck, Sarrazin permanente Werbung betreibt, ob bezahlt oder gratis.
  Gauck wurde von SPD und Grünen als Bundes­präsident vorgeschlagen. Heym saß für die PDS im Parlament. Wie geht wer für wen gegen wen weiter vor? Steht die West-SPD mit ihrem Engel Gabriel gegen die Ost-SPD? Wie lautet die Orts­bestim­mung – zurück zum Kommunisten­hasser Kurt Schumacher oder über Willy Brandt und Egon Bahr vorwärts wohin? Bleiben die West-Sozis antilinks und setzen auf Abspaltung von der Partei der Linken oder erstarkt die Links­partei durch Zulauf von linken Sozial­demokraten, Links­sozialisten und Gewerk­schafts-Revolteuren? Das Fünf­parteien-System möbelt auf, ohne am Nieder­gang Europas etwas zu ändern. Es fehlt die Courage zur Rationa­lität. Die kollektive Marx-Phobie blockiert jeden Ansatz. Ein­greifendes Denken scheitert an der bleiernen Machtelite. Die neuen Fronten sind die alten. Gegen eine Abschaffung der Wehr­pflicht argu­mentiert Oberst Kirsch, der Vorsitzende des Bundes­wehr­verbandes, jederzeit könne wieder eine Situation wie im Kosovo oder in Georgien ent­stehen. Wehr­pflich­tige Bundes­wehr-Soldaten nach Georgien? Reicht denen Stalingrad noch nicht? Wollen sie weitermarschieren? Der Wehr­machtsoldat trug Gott mit uns auf dem Koppel­schloss. Die Bundes­wehrführung trägt das Koppelschloss im Kopf. Die von zu Guttenberg konzipierte Bundes­wehrreform sieht statt der bisherigen 5.000 Soldaten künftig 10.000 Soldaten für Kriege im Ausland vor. Der Bruch des Grund­gesetzes hat legal zu erfolgen. Carl Schmitt, der Nazi­staats­jurist feiert Auf­erstehung. Ernst Jünger schießt ihm Salut.
 Im Herbst 1944 saßen im bjelo­russischen Hauptlager Bobruisk drei deutsche Deserteure beisammen. Sie hatten gehandelt. Das Risiko muss einer auf sich nehmen, will er nicht jeden Morgen weiter mit der braunen Scheiße gurgeln. Unsere Herren Offiziere, die bis zur letzten Kriegsminute daran Gefallen fanden, schufen sich damit die Voraus­setzung, zur Elite Adenauers zu avancieren.

Was ist heute Roman und was Alltag? Was ist Satire und was Tat­sachen­bericht? Am 31.10. 2010 erschien in der FAS eine ganz­seitige Besprechung des Buches War – Autor ist US-Reporter Sebastian Junger, der „von den Seelen der Soldaten im Krieg“ berichtet und wie „der Krieg sie süchtig machte“, weil: „Jeder Kampf bringt so einen Rausch“ und : „Der Kriegs­einsatz … bringt Menschen hervor, die … nur noch Krieg können, denen der Krieg zum Leben wird.“ In der Rezension wimmelt es vom fatalen Wort Einsatz, als habe es nie Aufklärung über Un­menschen­vokabeln gegeben. So feiert Ernst Jüngers Kriegsmystik in War seine US-ameri­kanische Wiederkehr. Die westliche Wertegemeinschaft funktioniert wie unsere christliche Rüstungsindustrie. Am selben 31.10. bringt dieselbe FAS ein durchaus skeptisches Gespräch mit Stefan Zoller, dem Chef der EADSMilitärsparte. Das endet so: „›Rüstungs­manager leben seit jeher mit dem Vorwurf, dass sie ihr Geld mit dem Leid anderer Menschen verdienen. Trifft Sie das?‹
›Rüstung ist nicht mehr der richtige Gesamtbegriff für unser Geschäft. Bald erwirtschaften wir die Hälfte unserer Umsätze mit reinen Sicherheitslösungen. Fragen Sie die Menschen, ob der Staat Geld ausgeben soll, damit wir sicher leben! Die Antwort ist: ja. Sollen wir etwas gegen Piraten tun? Natürlich, warum tun wir nicht mehr? Sollen wir die Grenzen sichern, die Flughäfen? Da sagt jeder ja. Sollen unsere Soldaten, die in Afghanistan den Kopf hinhalten, optimal ausgerüstet sein? Ja. Und nicht zu vergessen: Wenn unsere Soldaten schon auf Beschluss unserer Volksvertretung das Gewaltmonopol anwenden müssen, sollen wir dann vermeiden, dass es Kollateralschäden gibt, wollen wir Geld dafür ausgeben, dass keine Frauen und Kinder in Mitleidenschaft gezogen werden? Selbst dafür kriegen Sie ein Ja. Und ich sage Ihnen: Die Mitarbeiter dieses Unternehmens sind stolz, ja sehr stolz, dass sie ihren Beitrag leisten, damit die Welt etwas sicherer wird.‹“
  Das Gespräch offenbart die zwingende Notwendigkeit unserer Rüstung aus Sicherheitsgründen, und weil durch Sparmaßnahmen 25.000 Jobs verlustig gehen könnten, warnt die IG Metall schon davor. Wir müssen also unbedingt Mord­werk­zeuge produzieren so wie die Soldaten, einmal im Krieg, nicht damit aufhören können. Vielleicht sollte Pastor Gauck bei seinen Schul-Lesungen aus beiden FAS-Artikeln nach dem Motto zitieren: Krieg ist lebensnotwendig, weil sonst Mensch und Maschine arbeitslos werden. Merke: Die Begründungen für Rüstung und Krieg wechseln, sie selbst sind unverzichtbare Bestandteile unserer Leitkultur.


Aus einem Soldatenleben
ohne Schminke
 
Aus einem Historikerleben
ohne Weihrauch

Am 18.10.2010 starb in Altenburg/Thüringen der 1925 geborene Historiker Dr. Günter Hauthal. Über ihn schrieb ich in Folge 17 meiner Sachsenserie:
  Die Friedhöfe sind angefüllt mit ermordeten Wider­ständlern. Mit Hilfe der Rosa-Luxemburg-Stiftung legte die Histo­rike­rin Jutta Seidel die Schrift Das große DilemmaLeipziger Anti­faschisten in der SS-Sturmbrigade Dirlewanger sowie die Häftlings­biografie Paul Nette... dass mir weiter nichts fehlt als die Freiheit vor. Drei Bücher von Günter Hauthal über den Wider­stand im sächsisch-thürin­gischen Grenz­gebiet sind im Alten­burger S. Sell Heimat-Verlag erschienen. Das sind nur einige private Beispiele, die sich fort­setzen lassen. In unserem Hausarchiv stapeln sich die Beweise. In Folge 37 kam ich auf den Autor zurück: Vom Altenburger Histo­riker Günter Hauthal las ich auch die Autobiographie Als junger Soldat der Fall­schirm­panzer­division HG von 1943 bis 1945 vom Kriegsglück begünstigt, 2007 im Selbst­verlag erschienen, wo sonst bei den kaputten Kultur­struk­turen des besiegten Ost­landes. Wieder fällt auf – 1. wie real und ungeschminkt der Krieg darzustellen ist, wenn keine Ideologie und kein die Verkaufs-Chancen kalku­lierender Verlag eingreift. Vor Jahren besprach ich mehrere solcher Bücher, gab es jedoch bald auf, weil mir jede Rezension ein Dutzend Post­sendungen mit Manu­skipten zum Thema einbrachte – 2. berichtet Hauthal von der DHG, der Luf­twaffen­panzer­division Hermann Göring, die in Afrika unterging und danach mit lauter jungen Soldaten neu aufge­stellt wurde. Als ich Anfang der sechziger Jahre darüber zu schreiben begann, ergab sich ein Streit mit dem Lektor, der wie ich der DHG angehört hatte, es jedoch verschwieg und erst viel später darüber zu berichten wagte. Ich ging mit meinen Kriegs­geschich­ten zu anderen Ver­lagen und seitdem meldete sich eine Reihe ehemaliger DHGler bei mir, die meisten waren geheilt als Kriegs­gegner und Genossen von der Front zurück­gekehrt. Ähnliches lese ich auch mit Span­nung aus dem Hauthal-Buch heraus, in dem vieles enthalten ist, das sonst gestrichen wird.

Nach Günter Hauthals Tod sind aus meinen Notizen Erinnerungen geworden. Bald wird wieder ein Ost-Mensch, der Geschichte dokumentierte, zu den Vergessenen zählen. Das Land, früher DDR genannt, soll nur noch aus Stasi bestehen. Die Sieger aber ehren ihre Frontkämpfer in Ewigkeit.

 Spiegel-Artikel vom 30.10.2010
Eben berich­tet der Spiegel glück­lich glucksend: „Das Deutsche Lite­ratur­archiv Marbach präsen­tiert den Jahr­hundert­autor Ernst Jünger.“ Gleich am Anfang ein Foto von Jüngers Stahl­helm mit dem Loch, Über­schrift: Zum Glück nur Blut, soll heißen, die Kugel ver­schon­te das Hirn, mit dem die Kampf­maschine später dichtete. Der Krieg bringt eben Männer hervor, die nur noch Krieg können, ist beim US-ameri­kani­schen Sebastian Junger in fast nament­licher Iden­tität zum deutschen Ernst (-fall) zu lesen. Das dumpfe Tradi­tions­geschwätz wird von Günter Hauthal und nicht nur von ihm widerlegt. Kriegs­erleb­nisse führen keines­wegs, wie Geistes­armut und Charakter­defizite souf­flieren, zum ewigen Krieger. Soldaten können sogar zu auf­rechten Pazi­fisten mutieren, wenn sie kein Loch im Kopf, sondern das Herz auf dem rechten Fleck der linken Seite haben.

Der Mensch ist das einzige Tier, das sich selbst auszurotten vermag. Da hilft nur ein Bocks­gesang weiter, mit dem schon bei den alten Griechen die Tra­gödie endete. Da ich laut Spiegel „eine Art Boccaccio der Studen­tenszene“ war, bringt mich das auf unser hohes Paar zu Guttenberg. Beide domi­nieren momen­tan Politik, Medien und Volks­phan­tasie. Wird also Karl-Theodor, das Schloss­gespenst – so definierte ihn vor kurzem Jutta Ditfurth (mit abge­legtem Adels-von) im Fernsehen – bald Bayern­könig oder in Merkels Nachfolge Kaiser Wilhelm der Dritte? Wer KT genauer betrachtet, dazu mit Bart, kann sich ihn auch als Paul von Hinden­burg vor­stellen. Der deutsche Adel hat Zukunft? Die reine Wahrheit ist, dieser zu Gutten­berg wird von Günter Wallraff gespielt.
Gerhard Zwerenz    08.11.2010    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz