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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 67. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  67. Nachwort

Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?



  
Freitod im Leipziger Rosental wegen Blochs Revision des Marxismus?

Die Soko Leipzig erklärt sich als nicht zustän­dig für unser geplan­tes Theater der Ernst-Jünger-Exekution am Völker­schlacht­denkmal. Inzwischen ermittelt sie mit Erlaub­nis des Inten­danten in einem anderen exorbi­tanten Fall. Es geht um den un­klaren Selbst­mord eines gewissen Dr. Horn, der unter dem Titel Horns Ende schon literarisiert worden ist. In Wirklichkeit soll dieser Doktor einen Abschiedsbrief hinter­lassen haben, der als verschwun­den gilt. Falls es das Schreiben tatsächlich gab – wer ließ es ver­schwinden und weshalb? Oder soll es nur als verschwunden gelten und warum? Der Brief enthält ein Staats- oder Welt­geheimnis, behaupte ich.
Soko Leipzig – übernehmen Sie!

So etwa könnte es im Vorwort zum Drama des Dr. Horn heißen, über den Christoph Hein 1985 im Aufbau Verlag den Roman Horns Ende veröffentlichte. Aber: „Hein erzählt nicht die Geschichte des wirk­lichen Johannes Heinz Horn, sondern paraphrasiert, verdeutlicht um­schrei­bend oder umschreibt verdeut­lichend einen anderen Fall, der auf das Original zurück­verweist, was die Freiheit der Literatur verstattet, in der DDR anno 1985 aber auch das Unerlaubte beschreibbar werden ließ. Ein Exempel strate­gischer Sklaven­sprache, die der Obrigkeit eins auswischt, weil sie sich ins Unangreifbare, jedenfalls nicht die Repres­sion Hervor­rufende rettet, von dort jedoch zurückwirkt. Soweit Literatur wirken kann. Der Roman bezeugt zugleich die subkutane Existenz von luftigen, atmosphärischen Nach­lassen aus den fünfziger Jahren in Leipzig, wo Horn am Philosophischen Institut Logik lehrte und in Konflikte geriet, die er durch Selbstmord beendete.“ So ist es in unserem Buch Sklaven­sprache und Revolte zu lesen. Wer aber war der reale Dr. Horn und warum ist der Vorgang heute noch so triftig wie unaufgeklärt? Weshalb sprach Bloch im Brief vom 19.1.1958 an Hans Pfeiffer vom Haus der Atriden, wie wir im vorigen Nachwort zitierten? Es geht um das einzige Buch der stalinistischen Philosophie, die es damit kurioser­weise tatsäch­lich gibt, auch wenn es die einen nicht wissen, die zweiten nicht wissen wollen und die dritten lieber nachhaltig alles vergessen. Im Nachwort 27 mit dem Titel Der Sohn, der aus der Kälte kam, heißt es darüber:

Wir müssen deshalb zur Klärung auf die „Konferenz über Fragen der Blochschen Philosophie“ zurückblicken, die am 4./5. April 1957 in Leipzig stattfand. Prof. Rugard Otto Gropps Beitrag gab gleich eingangs die Richtung an: „Ernst Blochs Hoffnungs­philo­sophie – Eine anti­marxis­ti­sche Welter­lösungslehre“.
  Das Konferenz­protokoll von 352 Seiten erschien in ungewohnter Eile noch im selben Jahr im Deutschen Verlag der Wissen­schaften, Ostberlin. Titel: „Ernst Blochs Revision des Marxismus“. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich bereits in Westberlin, beschaffte mir das Buch aber sogleich. Fast jeden der Beiträger kannte ich. Jetzt, im Jahre 2003, also fast ein halbes Jahr­hundert später und nach Lektüre der Äußerungen von Bloch-Sohn und Dieckmann-Sohn suchte ich das vergessene Dokument heraus und las es mit zunehmender Anspannung von vorn bis hinten ein zweites Mal durch. Die einzelnen Texte differieren stark.
  Drei der Profes­soren mussten als ehemalige junge Wehrmachtsoffiziere brav auf Linie bleiben. Zwei Assistenten waren 1956 von uns zu halben Blochianern gemacht worden und suchten sich in der Konfe­renz eilig von diesem „Stigma“ zu befreien. Ein paar Luft­nummern übten sich auf Karriere ein. Bleiben die zwei gewich­tigeren Profes­soren Gropp und Johannes Heinz Horn. Ersterer begann den Kriegs­tanz, der zweite beschloss ihn – Horns Beitrag umfasst ca. hundert Seiten. Der Genosse Professor scheute keine Mühe, sich selbst zu über­zeugen. Offenbar misslang es, und so schien ihm sein ganzes Leben misslungen. Er brachte sich um.

Soweit das Zitat aus dem Nachwort 27 zur Kriminal­geschichte des Abschieds­briefes von Prof. Dr. Horn. In Erinnerung an ihn und eingedenk meiner früheren diversen Wut­anfälle versuche ich jetzt ganz objektiv und nüchtern zusammen­zufassen, was wir wissen können, jedoch bis heute verschwiegen wird.
  Die Gründe sind im Sammel­band Ernst Blochs Revision des Marxismus – Kritische Aus­einander­set­zungen mit der Bloch­schen Philosophie – enthalten. (VEB Deut­scher Verlag der Wissen­schaften, Berlin 1957) In der Widerlegung Blochs machen Gropp und Horn sich ihre Aufgabe nicht leicht. Gropp war die Polemik eine Herzens­ange­legen­heit. Horn zweifelte an der Attacke gegen Bloch und verfasste seinen Beitrag wider besseres Wissen. Bevor er sich das Leben nahm, schrieb er einen Brief. Niemand, heißt es, kennt diesen hinter­lassenen Text. Aus privaten Gesprächen wusste ich einiges über Johannes Heinz Horn, der als Logiker über den Uni­versalien­streit der Scholastik gut infor­miert war. Als Bloch 1956 meta­phorisch Schach statt Mühle zu spielen verlangte und allge­mein geglaubt wurde, er plädiere nur für ein höheres ideolo­gisches und politi­sches Niveau,durchschaute Horn die Metapher, wie er Hans Pfeiffer und mir auf Nachfrage andeutete. Tat­säch­lich betrifft der Revi­sionis­mus­vorwurf nur einen Teil des Blochschen Sünden-Katalogs. Blochs Philo­sophie und Sprache sind von Beginn an Dekon­struktion des Bestehenden, inklusive Ost-Marxismus. Darum ging es. Blochs Enttäuschung über Horn resultiert aus dessen unerwar­tetem Front­wechsel. Ich hatte Bloch vorge­warnt. Das Pro­tokoll Aus­wertung 20. Parteitag der Partei­ver­sammlung Philo­sophi­sches Institut KMU vom 14.3.1956 vermerkt:
  „Zwerenz kritisiert Horn sowie die PL wegen Entstel­lungen im Referat. Es bestehe Gefahr der Iso­lierung der PL von den Mit­gliedern. Die Versammlung unter­schätze die Bedeutung des 20. Parteitages. Sichtbarer Aus­druck dafür sei das Referat von Welsch. Er habe manches vom 20. PT beiseite Geräumte wieder in den Weg geräumt. Er persönlich verwahre sich dagegen, als Intellek­tueller und Spintisierer bezeichnet zu werden. Die Dogmatiker am Institut seien Wurst und Handel. Die Studenten und Wis­sen­schaft­ler des Instituts seien zu wenig mit der Praxis verbunden. Keiner habe bisher öffentlich zum 20. PT Stellung genommen. Handel und Wurst seien als starre Dog­matiker alles andere als Propa­gandisten des Marxismus. Er und Zehm vertrete die Meinung, dass der Marxismus interessant dargestellt werden müsse, sie seien deshalb von der Partei als ›Interessant­macher‹ bezeichnet worden. Welsch verfälsche den 20. Parteitag.“
  Da ich Horns wahre Meinung kannte, sprach ich ihn unter vier Augen darauf an. Mein Tagebuch vermerkt unter dem 18.4.1956: „Gespräch mit Horn“. Die Notizen liegen hand­schrift­lich vor mir, sind in der Kopie jedoch schwer zu entziffern. Deshalb hier eine Druckversion:
  „Er gibt zu, dass er privat die Lage anders einschätzt. Bezichtigt mich eines Zuviel an Pessi­mismus, sagt aber selbst, eine Wendung zum Guten sei angesichts der Masse Funktionäre, die 10 Jahre im falschen Stalinschen Geist erzogen wurden, nicht möglich. Was wollen wir paar Einzelnen gegenüber diesem Meer da draußen! Erzählte mir verbittert-resigniert seine Vergangenheit. War bei KPO, musste deshalb im Kriegs­gefangenen­lager aller­hand anhören: Spalter. Fühlt sich aus all diesen Gründen nicht wohl, unsicher. Glaubt, das 15. Plenum komme wieder. Weil jetzt alles liberalistisch geworden sei. Ich denke, das hat ihm Gottfried Handel eingegeben. Klagt weiter, ständig kämen junge Genossen und fragten, was das mit Stalin sei, und sie fragen nach Garantien gegen Wieder­holungen.“

SED-Abzei­chen am Revers vor­han­den – Ab­schieds­brief ver­schwunden
Der hinterlassene Abschiedsbrief Horns enthielt eine Bot­schaft. Dass dieses Schreiben ver­schwand, ver­schärft die Frage. Wollte Horn etwas gestehen? Sich erklären? Entschul­digen? Ich kannte ihn gut genug und lese aus meinen Notizen zum letzten Gespräch die Seelen­qual eines Kom­munis­ten heraus, der sich nach bitteren Erfah­rungen scheut, mit der Partei erneut zu differieren. Seinen Auftrag als Genosse erfüllend, fand er im Schreiben keinen akzep­tab­len Schluss. Es wurde eine Schrift gegen Bloch. Sollte es eher eine für ihn sein? Wagte er es nicht? Mein Vorschlag: Horns Urteile aus dem Minus ins Plus zu kehren. Ich bin mir sicher, sein Ab­schieds­brief enthielt den Schlüssel. Zu ergrün­den, wer ihn wegwarf und warum wäre erhellend. Soko Leipzig, es gibt Auf­klärungs­bedarf, die Akademiker von links bis rechts sind dazu unwillig oder unfähig.

„Gaswagen-Rauff“: Erst SS – dann hoch­honoriert vom BND
Der Vorteil des Frag­ments ist seine Ver­wendung als Bau­stein, seine Samm­lung und Lagerung ermög­licht Entwürfe je nach sti­lis­ti­schem Bedarf als Lego, Puzzel, Mosaik … Lyrik, Es­say, Er­zäh­lung, Sa­tire, Pole­mik, Bio­gra­phie, Auto­bio­gra­phie, Welt­rät­sel. Neh­men wir unsere Presse: Wohl­dosiert gibt der BND zu, früheren Kriegs­ver­brechern Schutz ge­bo­ten zu haben titelt am 26.9.2011 der für verspätete FAZ-Auf­klärung zustän­dige Peter Carstens. Gemeint ist Gaswa­gen-Rauff, ein zusammen mit Himmler und Heydrich haupt­ver­ant­wort­licher Mörder, den der BND anheuerte, erst reich­lich löhnte, dann wegen mangelnder Effi­zienz bald feuerte. Am selben 26.9.2011 kriegt auch Günther Quandt Saures, drei Tage zuvor war er im selben Blatt wegen seiner Nazi-Vergan­genheit sogar ein skrupel­loser Unter­nehmer. Foto dabei, Krawatte und NSDAP-Parteiabzeichen. So kleine Wahrheiten schreibt unsereiner seit mehr als einem Halb­jahr­hundert. So lange braucht's, bis denen die braune Scheiße statt Nationalhymne aus der Kehle quillt. Ach ja, Gottes Zorn und unsere Höllen­fahrt, so die FAZ-Schlagzeile am 22.9.2011 zum Papa-Besuch in schwar­zen Deutsch­lände­reien. In Folge 75 unserer Serie gibt es einen Dialog zwischen Hermann Kant und GZ, einge­richtet für die Bühne. Unge­druckt blieben drei Dreizeiler. Hier werden sie nach­geliefert:

Die Verhältnisse der Menschen menschlich
zu gestalten bedarf es göttlicher Energien,
sprach der Lehrer weise.

Der Schüler Norbert in der letzten Bank
Erschrak und träumte angst: Mein Gott,
wir sitzen in der Scheiße.

Nun schrillten alle Glocken Pause, die
Klasse drängte auf den Hof. Mit Kreide
stand an einer Wand: Der Lehrer, der ist doof.

Berliner Zeitung: Große Konflikte in Leipzig (Zoom per Klick)
Als ich 1957 der neuen DDR-Resta­lini­sierung ent­wich und statt in Bautzen (General­staats­anwalt Mels­heimer hatte mir laut Walter Janka zehn Jahre verschaffen wollen) in Westberlin anlangte, war ich wenig erstaunt, in der Bonner Republik einer Horde Re­nazi­fizier­ter zu be­gegnen. Dafür ver­übel­te ich meinen Ex-Genossen die poli­tische Dumm­heit, mit der sie sich wider­stands­los von Revo­lution auf Reaktion um­schalten ließen. Wir ver­mochten im Westen mit der neuen Ost­politik eini­ges da­gegen zu tun. Bis nach dem Ende der DDR die neue Berliner Republik Weimar II zu spielen begann. Über kurz oder lang werden daraus EURO-weite Brüning­sche Notver­ord­nungen er­blü­hen. Poli­tisch bringt das im Versuch der EUROPA-Nation-Bildung Krisen, Bürger­kriege, koloniale Kriege in aller Welt mit sich.

Neulich, am 24./25.9.2011, erinnerte sich die Leipziger Volkszeitung (LVZ) daran, was fünfzig Jahre früher, am 22.9.1961 gesche­hen, bzw. nicht geschehen ist: „Der Philosoph Ernst Bloch kehrt nach einer Reise in die Bundes­republik nicht nach Leipzig zurück. Der 50. Jahres­tag des Ereig­nis­ses ist Grund genug, sich an diese Geschichte zu erin­nern.“ Mit Verweis auf unsere gegen­wär­tige online-Sachsen-Serie im Leipziger poeten­laden heißt es: „Zwerenz kannte Bloch von 1952 an und hatte Kontakt mit ihm bis zu dessen Tod 1977.“ Zitat Zwerenz: „Für mich war er der Durch­bruch in die wirk­liche Philo­sophie. Er erkannte ja auch die Möglich­keiten nach dem XX. Parteitag, als die Kritik an Stalin möglich wurde, dass die DDR hätte aus der Moskauer Gefangen­schaft heraus­kom­men können. Bloch musste aber schweigen – und ging weg, nachdem er nach seinem Abgang von der Uni in Leipzig geblie­ben war. Er war Hoffnungs­philo­soph, wollte also Hoff­nung pro­duzieren. Als er merkte, dass das nicht geht, verließ er Leipzig.“
  Schlussteil des Thomas Mayer-Artikels: „Zwerenz war 1957 im Zuge der Bloch-Affäre aus der SED ausge­schlos­sen worden. »Ich hatte schon vier Jahre russische Kriegs­gefangen­schaft erleben müssen und keine Lust, nach Bautzen zu gehen. Ich haute ab.› Im Westen habe er für seinen Lehr­meister »Quartier gemacht«. Auch heute arbeitet er an der Bloch-Renais­sance. In diesem Kontext spricht Zwerenz von den »verschenk­ten Möglich­keiten Leipzigs«. Soll heißen: Diese Stadt als Schmelz­tiegel deutscher Geschichte(n).“
  Beziehungsvoll spricht die LVZ von Leipziger Geschichte(n). Eine Geschichte beginnt mit Walter Ulbrichts Berliner Brief vom 28.11.1956 nach Leipzig, der die Restalini­sierung der DDR mit dem offenen Kampf gegen Ernst Bloch verbindet. Johannes Horns Ende mit Freitod an seinem Geburts­tag setzte den Schluss­punkt. Der Genosse Logiker hatte parteitreu funktio­niert, wie ihm aufge­tragen worden war. Ich will ihm ein Denkmal setzen. Als er seine Nieder­schrift im Druck las, peinigte ihn das Gewissen. Der von uns zitierte letzte Absatz aus dem Bloch-Brief an Pfeiffer deutet die Gemengelage an. Die zornige Enttäu­schung des Philo­sophen über Horn umfasste bald auch Hans Pfeiffer, den die Partei solange bedrängt, bis er sich zur öffent­lichen Distan­zierung von seinem einst hoch­verehrten Lehrer versteht, was ihm der inzwischen in Tübingen lebende Bloch nie verzeihen wird. Pfeiffer gab indessen nicht auf, setzte sich trotz alledem in der DDR-Kultur durch, feierte inter­nationale Erfolge mit seinem Bühnen­stück Laternenfest und litt doch heimlich „wie ein Schwein“ – so sein Eingeständnis, als wir uns nach drei Jahrzehnten zum ersten Mal wieder trafen. Dabei erfuhren wir, er hatte während einer Westreise trotz des Risikos versucht, uns im damaligen Wohnort München aufzusuchen, ausge­rechnet da waren wir im Italien­urlaub. Zum Höhlen-Motiv, das für Hans und mich schwer wog, hatten sich diverse Paral­lelen ergeben. Pfeiffers Laternen­fest stieß in Japan auf reges Interesse, meine Story Der Maulwurf wurde dort Schullektüre. Grub der Maulwurf sich in den Tod, entließ Pfeiffers Höhle von Babie Doly noch nach Kriegsende überlebende Monster. Bei google ist nachzu­lesen, Hans schrieb in der DDR wie ich in der BRD so obsessiv dagegen an, als wären wir Gefangene auf der Suche nach draußen. Das trifft zu. Die Suche nach draußen braucht Sprache. Offenbar glaubten wir noch an die heim­liche Macht des Wortes. Die unheimliche Macht/Ohnmacht. Blochs Hegel-Vortrag auf der Berliner Frei­heits­konferenz erregte 1956 höchsten Unwillen. Freiheit wovon und wozu? Mein darauf folgendes Gedicht Die Mutter der Freiheit heißt Revolution war das Ende mit Brief und Siegel: Raus aus der Höhle. Das ist heute nicht anders. Horn sah es so und ging in den Tod. Prof. Roch­hausen bezeugt Gottfried Handels Satz: „Morgen früh wird Zwerenz, das Schwein verhaftet.“ Die Reaktion von Horn: Dann müssen wir ihn warnen. Das ist, finde ich, ein Gedenken wert. Und die Suche nach dem Ab­schieds­brief. Der kämpfe­rische Herr Genosse Gottfried Handel aber, Wissen­schaftler und Partei­sekre­tär, durfte seine erfolgreiche Tätigkeit zur Produktion von Partei­feinden bald an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena fort­setzen, wo er ein Buch mit dem Titel Wissen­schaftliche Welt­anschau­ung, politi­sche Verant­wortung, sozialis­tische Persön­lichkeit heraus­brachte. Gewidmet Walter Ulbricht zum 75. Geburts­tag. Von Handels Kollegen ist mancher heute noch sehr aktiv. Ein offenes Wort gab es darüber nie. So etwas erwartet auch nicht, wer den ideolo­gischen Zellen­wärtern ent­schlüpfte.

An der Grenze zum Lande Nihi­lismus stili­sierte Schopen­hauer sein statuari­sches Nein, schöpfte Nietzsche den Über­menschen, dekon­struierte Marx die Ökonomie und setzte vergeb­lich auf Prole­tariat und Revolution. Schopen­hauer, Nietzsche, Marx zeigen drei disparate Grenz-Möglich­keiten. Sie sind die Klassiker des 19. Jahr­hunderts. Das 20.Jahr­hundert kennt dagegen zwei Dreier­gruppen: a) Brecht, Lukács, Bloch und b) Martin Heidegger, Carl Schmitt, Ernst Jünger. Noch im 21. Jahrhundert stehen sie gegen­einander. Die b-Gruppe wird jeden Tag von ihren Nach­fahren geheiligt, die a-Gruppe den Verlierern zuge­rechnet und tagtäglich nach­drück­licher vergessen gemacht. Beim Marsch in den Abgrund wäre sie nur hinderlich. Nietzsches öde Wiederkehr des Gleichen deutet die Welt als Meta-Karus­sell, Historie als biolo­gische Lebens­geschichte zwischen Geburt und Tod und als ewiges Gesetz, dessen dominantes Triebwerk Herr und Knecht seien. Die Herren sind die Über­menschen. Dem Knecht gebührt wie dem Weib die Peitsche. Dagegen steht Blochs Lehre, die auf eine voran­treibende Mensch­werdung des Menschen tendiert. Bei Nietzsche erfordert die Über­win­dung des Menschen den Über­menschen, den Schopen­hauer als Raubier sieht. Nietzsches blonde Bestie legt den Löwen nahe. Hyäne wäre logischer. Der Mensch als des Menschen Wolf, wie Hobbes uns im Leviathan definiert, ist eine Belei­digung der Wölfe, die ein überaus ent­wickeltes Sozial­verhalten an den Tag legen. Über allem steht das Marxsche Haupt­werk, dessen Titel das reale Kapital dekonstruiert. Seither hat Mensch die Wahl, das eine oder andere Tier oder keins zu sein. Die westliche Werte­gemein­schaft wählt nur die Fort­setzung des Tanzes um ihr Goldenes Kalb. Laut Moses 2, 32 strafte sie ihr Gott einst mit drei­tausend Toten. Wieviel das bei den heutigen Bevöl­kerungs­zahlen ergäbe, sollen die Mathe­matiker aus­rechnen.

Ohne Faxen für Sachsen. Tatsächlich?
Die Vertriebenen durften sich in der DDR nicht wie in der BRD organi­sieren, klagt Sachsens Minis­ter­präsident Tillich. Wollte er die west­lichen Plakate und Hass-Reden gegen die Oder-Neiße-Grenze auch im Osten ständig sehen und hören? Hätte er das früher gefordert, wäre seine DDR-Karriere dort schnell beendet gewesen. Als Staats­gast beim Mainzer Karneval am 5.2.2011 erhielt der geborene Sorbe fast soviel Applaus wie die übrigen schwar­zen Kurfürsten. Schwarz – schwärzer – Sachsen statt des sich all­mählich auf­hellenden Bayern. Und Tillichs bit­tere Klage wegen der in der DDR so arg benach­tei­ligten Ver­trie­benen – Hans Pfeiffer ist in Schweidnitz geboren, Ingrid Zwerenz in der dicht dabei gelegenen Stadt Liegnitz. Der Historiker Kurt Pätzold stammt aus Breslau. Sie alle studier­ten an den heute so gern geschmäh­ten DDR-Uni­versi­täten, keiner fühlte sich zurück­gesetzt oder diskri­mi­niert.

MDR-Film über Gerhard Zwerenz
Bei der Arbeit an der vom MDR produ­zierten Dokumentation aus der Reihe Lebensläufe drehte das Team auch im Leipziger Ratskeller. Der Film über GZ heißt Ein Unbeugsamer, Ursendung am 24.9.2006 um 22 Uhr 45. Ich saß bei den Aufnahmen im Lokal an einem Tisch, wo ich in den fünfziger Jahren einige Male mit Horn gespeist hatte. Das erzählte ich jetzt vor der Kamera dem Verleger Joachim Jahns und Hartwig Runge. Doch der Logik-Professor Horn hat an der Pleiße auch nach seinem Frei­tod keine guten Karten. Die Szene blieb im Film unge­sen­det. Das war natürlich reiner Zufall wegen der dramaturgisch immer unvermeid­lichen Kür­zungen. Oder weil mein Hinweis auf den ver­schwun­denen Horn-Ab­schieds­brief nicht verstanden wurde. Hans Pfeiffer hatte 1990 bei unserem ersten Wieder­sehen auf meine Frage hin drei in den Fall ver­wickelte Männer genannt: Gottfried Handel, Paul Fröhlich und einen sächsi­schen Stasi-Offizier, dessen Name mir entfallen ist. Soko Leipzig übernehmen Sie?

Warum werden hier so alte Geschichten erzählt? Wenn andere vergessen wollen – ich nicht. Es sind Episoden aus der Verschrottung des revolutionären Marxismus. Ich berichte nur meine Erlebnisse und beharre auf dem autobiographischen Charakter der Notizen. In Hitlers Deutschland blieb mir nur der Weg zur Roten Armee. Aus der DDR, die sich Richtung Stalin restaurierte, blieb 1957 allein die Flucht in den Westen. Da hatte dieser rück­läufige DDR Staat noch drei Jahrzehnte bis zum Schluss. Mit der Vereinigung 1990 verlor auch die frühere westliche, nun gesamtdeutsche Linke an Lebenskraft und Bewegungsfreiheit. Das Bestehen einer Linkspartei ist keine Bestands­garantie. Anfang und Ende der DDR sind der vorläufig letzte Beweis.
 
Der Selbstmord der Rosa Lu­xem­burg: Histo­rische Phan­tasien
Richtigstellung: Hans Pfeiffer war nicht, wie Prof. W. Richter mitteilte, Bloch-Assistent, sondern Assistent von Horn. Insofern erhält der letzte Absatz im Bloch-Brief vom 19.1.1958 an Pfeiffer einen zusätz­lichen Reiz des Merk­würdigen, wo nicht Makabren. Horn war elf Tage zuvor im Leipziger Rosen­tal von im Winter­wald spielenden Kindern an einem Baum hängend entdeckt worden. Christoph Hein in seinem Roman Horns Ende: „Am letzten Tag der Sommer­ferien fanden Kinder im Wald seine Leiche.“ So etwas ist Dichters legitime Freiheit. Es herrschte am 8.1.1958 eisige Kälte. Der Professor, perfekt gekleidet mit Anzug Krawatte, Partei­abzeichen trug überdies an einer Schnur um den Hals seinen Abschieds­brief, den niemand kennen will.
  Auf der Rückseite der TB-Ausgabe des Hein-Romans Horns Ende finden sich Lobesworte unseres Freundes, des Essayisten und Übersetzers Lothar Baier. Im Jahr 2004 wählte er den Freitod.
  Hans Pfeiffers letztes Buch vor seinem Tod im Jahr 1998 erschien 1987 bei Militzke. Ob der Titel Der Selbstmord der Rosa Luxemburg den Selbstmord Horns paraphrasiert, blieb bisher unerörtert.
Gerhard Zwerenz    10.10.2011    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz