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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 95. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coinci­dentia opposi­torum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  95. Nachwort

Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?



Soldaten sind Mörder
 

1988 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein Werbeplakate, die den gleichnamigen Titel des Buches von Gerhard Zwerenz zeigten.




Gerhard Zwerenz
„Soldaten sind Mörder“
Die Deutschen und der Krieg
Knesebeck Von Dem, 1988
Das Buch bei Amazon  externer Link



»Diese Mörder­debatte haben wir seit vielen Jahren hinter uns gelassen«, so ex cathedra Thomas de Maizière am 17. Oktober bei Anne Will zum Thema: Aus­lands­ein­satz Afgha­ni­stan – war es die Opfer wert? Die Frage­stel­lung hin­ter­fragte keiner – was ist das Opfer wert oder geht es um den Preis? Und was sind uns die afghani­schen Opfer wert? Etwa 100 – 140 afghani­sche Frauen, Männer und Kinder wur­den getötet, weil Bun­des­wehr-Oberst Georg Klein seinen Bom­ben­befehl durch­setzte, der übrigens nicht legi­tim war, den Offi­zier jedoch keines­wegs daran hin­derte, zum General ernannt zu werden. Gibt es wieder Kar­rieren wie einst in Stalin­grad? Durch­halten, Kamera­den, Stalin­grad hielt kein Jahr durch. Die Bundes­wehr hält die Front nun schon ein reich­liches Jahrzehnt am Hindu­kusch, wo laut Peter Struck unsere Sicher­heit verteidigt wird.
  Bei Anne Will forderte der offenbar ur­christliche Jürgen Toden­höfer den Ver­teidi­gungs­minister auf, sich bei den Hinter­bliebenen der Opfer in Afghanistan zu entschuldigen und dem Bomben­befehls­geber Klein den Generals­rang wieder ab­zu­nehmen, des üblen Ein­drucks wegen, der den Satz Sol­daten sind Mörder wieder in Erin­nerung rief, den doch de Maizière eben »für seit vielen Jahren hinter uns ge­lassen« erklärt hatte. So kaltschnäuzig ist Kultur abschaff­bar, wenn es einem obrig­keit­lichen, un­reflek­tier­ten Befehls­haber gefällt? Kürz­lich setzte Jan von Aken, Links­partei MdB, dem emsig talkenden Minis­ter in einer anderen tv-Runde fachlich so exakt zu, dass wir statt von einem Kriegs­minister Thomas de M. von einem Selbst­ver­tei­digungs­minis­ter sprechen sollten. Immerhin wurde bei Frau Will klar, dass die Bundes­wehr in Afghanistan Krieg führt aus Gründen der Bündnis-Ver­pflich­tung. Krieg also aus USA-Treue und NATO-Gehor­sam. Das ist ein Soldaten­leben wert, das ist sein Preis, Bleibt die Frage: Ab wann ist der Soldat ein Mörder und von welcher Zahl an müssten auch die getöteten Feinde ein­bezo­gen werden? Und gehört die De­batte nicht vielmehr in den 2. Welt­krieg statt in unsere neuen demo­kra­tischen Kriege? Die nach­geborenen Clause­witze defi­nieren den heuti­gen Kriegs­typ als asymme­trisch, was so neu nicht ist, doch die Kreuz­zügler der Theorie belebt. Konse­quenter­weise führt die Asymme­trie dazu, dass eine Welt­macht mit Atom­raketen und atomar be­stückten Super­drohnen ganze Welt­regionen samt deren Welt­religionen ver­nichten kann. Es sei denn, die Feinde sind durch­trieben und stark genug zu ant­worten, womit die Ver­nich­tung wieder absolut symme­trisch wird.


   

Selbstverteidigungsminister de Maizière verteidigt Krieg in Afghanistan

Jan van Aken sagt dem Minister Nein zum Krieg in Afghanistan




Das Tucholsky-Zitat Soldaten sind Mörder wählte ich als Titel für ein Buch, das im Februar 1988 erschien. Das Cover dazu löste im Verlag und bei Betrach­tern Diskussionen, wo nicht Angst und Ent­setzen aus. Mir erging es nicht anders. Bis ich mich hinsetzte und eine Bildbeschreibung dazu verfasste, die die Figur samt ausge­lösten Ängsten und Bedenken und den Ansturm der Gefühle in Worte zu fassen sucht:
  Hand aufs Herz – ist er nicht süß, der Junge? Also wenn mir einer so herzhaft ehrlich und offen die Klaue hinhält, da muss man doch einfach einschlagen. Es geht schließlich um Tra­dition, Vater­land, Ehre, Treue, Tapfer­keit. Und er könnte dein Pappi sein oder dein Opa, Onkel und was da so läuft, familien­mäßig.
  Was mir an dem Bild nicht ganz glasklar wird, ist, ob es sich um einen Mörder oder einen Ermordeten handelt. Möglicherweise um beides. Ich stelle mir vor, dieser behelmte Papa zog 1939 mordend über die Reichs­grenzen, und er hielt sich fast fünf Jahre jenseits auf, bis ihn die andern 1944/45 zurückdrängten ins Reich, wo er auf dem Felde der deut­schen Ehren­industrie fiel, wie seinem Knochen­gesicht anzu­merken ist, dem Markenz­eichen Deutsch­land über alles und Die Fahne hoch …
  Sicher sein können wir in der Annahme, dass es sich um keinen SS-Mann han­delt, sondern um einen Wehr­machtsoldaten. Mög­licher­weise um einen Intel­lektuel­len, wie die Inkon­sequenz zwischen Gesicht und Hand zeigt. Die Hand übrigens besitzt gewisse ver­füh­rerische Quali­täten, wie sie sich da übern Bildrand dem gefälli­gen Betrach­ter ent­gegen­streckt: Komm her, Junge und du kriegst vom Papa einen kamerad­schaftli­chen Hände­druck geschenkt … Wer wollte da nicht ein­schlagen.
  Heißt es nicht immer, die Alten kümmern sich nicht um die Jungen? Hier steht
Einer, kann nicht anders, bietet euch die Hand an … Er möchte dich rein­ziehen in sein Bild? Komm mit Kamerad …
  Auf die Bildbeschreibung folgt die dem Tucholsky-Satz inhärente Sprach­definition: Krieg ist Mord. Moderner Krieg Massen­mord. Also ist, wer Krieg führt, Mörder. Wer sich drauf vorbereitet, bereitet sich darauf vor, Massen­mörder zu sein. Da kein Zweck das Mittel heiligt, heiligt kein Kriegsziel den Krieg selbst. Übrigens ist der Einsatz von Massen­ver­nichtungs­mitteln nach geltendem inter­nationalem Kriegs­recht Kriegs­verbrechen. Also droht jeder Staat, der Massen­ver­nichtungs­mittel besitzt, Kriegs­verbrechen an. Also ist jeder Soldat solcher Armeen ein potentieller Massenmörder.
  Was nun die Sprache betrifft, so ist, nur als Beispiel, das Wort killen längst gesell­schafts­fähig geworden und wird von Militärs und Militär­wissen­schaftlern selbst verwendet, etwa im Begriff Overkill. Derselbe Zynismus zeigt sich, wenn Atom­raketen Peace­­maker genannt werden. Hat aber der Militär­jargon derart zynisch ge­wuchert, muss die Anti­militär­sprache das sprach­lich auf­greifen können. Es ist weder Gottes­lästerung noch Majestäts­belei­digung, nutzen die Pazi­fisten gegen das Militär und seine Sprache der Waffen die Waffe der Sprache. Pazi­fisten ver­zichten auf jede Waffe. Ihre Moral ist die Waffen­losig­keit. Wenn es dem Militär gelingt, die Pazi­fisten zur Sprach­losig­keit zu ver­urteilen, ist die plura­lis­tische Demo­kratie besiegt. Tuchols­kys Wort Soldaten sind Mörder wurde am 10. Mai 1933 mit verbrannt. Erst ver­brennt man Bücher, dann Menschen, so Hein­rich Heine. Wer Tucholskys Mahn­worte verfolgt, setzt die Unheils­linie der deutschen Geschichte fort.

Minister de Maizière schlägt neuerdings einen mili­tärischen Neusprech vor: Wenn Frieden Krieg ist und Krieg Frieden, wie wir seit Orwell wissen, hat die verbale Orwelli­sierung Zukunft. Das Wort Einsatz wurde längst per stetem Gebrauch ent­nazi­fiziert. Ster­nberger, Storz, Süskind sind aus dem Gedächtnis getilgt. Krieg wird erst geleugnet, dann akzeptiert. Die Toten hat der Feind zu liefern. Die eigenen Toten, geraten sie doch mal in die News, dürfen entgegen vor­heriger Sicht endlich wieder als Gefallene deklariert werden, was sie in die ewige Veteranen-Kame­rad­schaft Walhalla einge­meindet. Bevor ich die minis­teriel­le Sprach­wäsche weiter notiere, sei sie mit der eigenen Kriegs­erfahrung kontrastiert, dem realen Tacheles der Sätze auf der Rückseite des Buch­covers von 1988. Zu diesem Thema muss ich nichts neu formulieren, es steht alles Notwendige da:

Soldaten sind Mörder erschien Anfang 1988 und umfasste eine Reihe von Einzel­texten, die noch in der Ostberliner Weltbühne und danach in zahlreichen Zeitungen sowie Radiosendungen veröffentlich wurden. Die im Buch vereinten Arbeiten trugen uns mehr als zwei Dutzend Anzeigen, Vernehmungen, Ermittlungsverfahren und eine Hauptverhandlung mit Wiederholung und Freispruch ein. Anderthalb Jahre äußerte ich mich in Funk und Fernsehen, reiste von Lesung zu Lesung und stieß meist auf viel Verständnis. Weil diese freigeistige Atmosphäre, virulent noch kurz vor der sogenannten Vereinigung, mit viel Eifer vergessen gemacht wird, hier zwei Erinnerungen aus dem Hausarchiv, das allein zu diesem Thema mehr als fünfhundert Dokumente enthält.

Im vereinten (sic!) Deutschland wurde aus der Bundes­wehr zur Ver­teidigung eine Armee im Auslands­einsatz, wie das Kennwort lautet. Dem Kalten Krieg entgangen, mar­schiert man direkt in heiße Kriege. Warum das? Ach ja, die Bündnis­pflichten – ich bin keine einge­gangen und habe das auch künftig nicht vor. Im April 1997 fühlte ich mich im Bonner Bundes­tag zur Erwiderung auf Die sprechende Wehr­machts-Ikone Alfred Dregger veranlasst:

PS vom Oktober 2012: Von Dreggers Mit­glied­schaft in der Hitler­partei wusste ich 1997 noch nichts. Ich nahm ihn stets als christlichen Wehr­machtshauptmann wahr. Man will ja so gerne fair sein, selbst beim Wortgefecht mit den ehernen Stahl­helmen.


   

W. Borchert: „Dann gibt es nur eins: Sagt NEIN!“

G. ZWerenz: Desertion heißt: Pazifisten an die Front!




Alfred Dregger ist im Jahr 2002 verstorben – an Nachfolgern in kämpferischer Gesin­nung fehlt es dem lebens­länglich strammen Militär nicht, sogar eine brave Ehe­frau lässt sich nicht lumpen – wie ein Exempel aus jüngster Zeit beweist: »Beim Gespräch mit Ange­hörigen von in Afghanistan getö­teten Soldaten sei ihr die Idee dazu gekommen, erzählte Martina de Maizière in ihrem kurzen Statement. Die Gesellschaft müsse Verantwortung für die deutschen Soldaten übernehmen. ›Sie sind in diesen Einsatz gegangen, und sie gehören dazu.› Das hört sich genauso schnörkel­los an wie bei ihrem Mann. Und weil Jauch in seinem Mode­rations­stil auch unver­kennbare Sympa­thien für den Minister und seine Frau erkennen ließ, konnte sich die Linke Luc Jochimsen mit ihrer grund­sätz­lichen Kriegs­kritik nicht in der Runde durchsetzen.« (Die Welt 13.6.2012) Pflichten wir dagegen Luc Jochimsens grund­sätzlicher Kriegs­kritik bei. Der Titel dieses Nachwortes fragt, was der Soldat denn nun sei: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur? Er vermag jedes davon und alles zu sein. Wenn per Rakete und Drohne fern vom Kriegs­schau­platz jedwede obere Instanz vom PC aus den Tod aussenden kann wie sie es für angebracht hält, schrumpfen alle ihre Unter­gebenen zu solda­tischen Paro­dis­ten eines Standes ein, der in früheren Zeiten das eigene Leben riskierte. Selbst wenn der soldatische Parodist heute dabei fällt, stirbt er nur einen Schein­helden­tod. Dazu noch ein kurzer Rückgriff auf die Folgen meines 1988 erschienenen Buches:

TP: 60 Jahre Grundgesetz – 60 Jahre Meinungsfreiheit?

heise.de – 22. Mai 2009

1988 beschlagnahmte die Staats­anwaltschaft in Schleswig-Holstein Werbeplakate, die den gleich­namigen Titel des Buches von Gerhard Zwerenz zeigten. ... „Sol­daten sind Mörder“ Zu einer Kontro­verse um Meinungs­freiheit und Ehren­schutz führte die Ver­wendung des Kurt-Tucholsky-Zitates „Soldaten sind Mörder“ Mitte der 1980er Jahre. Es gab mehrere Anklagen und Ver­urtei­lun­gen wegen Volks­verhet­zung und Belei­digung. 1991 wurde ein Sozial­arbeiter verurteilt, der einen Auf­kleber mit dem Zitat bei einer Anti­kriegs­demon­stra­tion gegen den Golf­krieg trug. Der Prozess ging vom Amtsgericht Kre­feld bis hin zum Bundes­verfassungs­gericht, das 1995 im Wesent­lichen die Praxis der Frei­sprüche bestätigte und den Fall an das AG Krefeld zurück­ver­wies. Erst im Juli 1996 bestätigte das Ober­landes­gericht Düssel­dorf den Frei­spruch. Dabei war Tuchols­ky selbst, der diese Äußerung 1931 in der „Welt­bühne“ in einem Text über die Feld­gendar­merie im Ersten Welt­krieg ver­öffent­licht hatte, damals vom Vor­wurf der Belei­digung der Reichswehr frei­gesprochen worden (BVerfGE 93, 266).

Hier noch ein Resümee zum Buch:


Das Buch verschwand 1989 mit dem Mauerfall abrupt aus dem öffent­lichen Diskurs.
 Mit der fried­lichen Revolution brach man aus dem befriedeten Kalten Krieg kurzum in zahlreiche neue heiße Kriege auf. Gestern Stalin­grad, heute Hindu­kusch, morgen Mali und die ganze weite Welt der Ressourcen. Der Deser­teur aus allen euren Kriegen meint, so fahrt doch zur Hölle, wenn es denn eure gar so große Liebe ist.

Gerhard Zwerenz    29.10.2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz