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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 81. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coinci­dentia opposi­torum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  81. Nachwort

Atlantis sendet online



 

Platons versunkenes Atlantis
meldet sich online



Die Kunde vom unter­gegangenen Atlantis verdanken wir Platon. Seither wird ge­rät­selt, wo die ab­ge­tauchte Insel auf'm Meeres­grund rumliegen mag. Der Philosoph gibt als Schüler des ewig und drei Tage anf­ragenden Sokrates, bei dem er neun Jahre in die Lehre ging, noch andere Welt­rätsel auf und reiste dreimal von Athen nach Sizi­lien zu den Vater- und Sohn-Tyrannen Dionysios. Das war Jacke wie Hose. Tyrannen sind so philosophieresistent wie Demokraten, aus deren Mitte von Zeit zu Zeit Tyrannen hervor­gehen wie umgekehrt auch. Soweit Nietzsches fatale ewige Wiederkehr des Gleichen, diesem Pseudonym für das permanent konter­revolu­tionäre Deutsch­land, welches es auch sein mag.
  Wir sagen das gleich noch mal, doch anders: erst das Ende der DDR statt ihrer Trans­forma­tion erlaubt jene aggres­sive deutsche Einheit, die der Weltkrise den abend­ländi­schen Angel­punkt liefert, als bliebe nur die Ent­scheidung zwischen Titanic und Atlantis. Platon setzte sein Utopia dagegen. Dreimal brach er auf zum Tyrannen nach Syrakus? Unsere tapferen DDR-Bürge­rrecht­ler gingen geraden­wegs auf Minister­posten und bald darauf in Rente. Dass es mit Ernst Bloch in Leipzig ein Stück Platon gegeben hat, blieb ihnen so unbe­kannt und fremd wie die Notwendigkeiten, die aus der Freiheit resultieren, statt sie zu vergaucken.
  Ach ja, unsere späten Bürger­rechtshelden kuppelten ihre abge­schlaffte DDR so brav und fest an den BRD-Wirt­schafts­karren, dass die kapi­tale Welt­krise da­rauf­hin unge­bremst und kräftig ins Kraut schießen konnte. Von den Siegen in Jugo­slawien, im Irak und sonst­wo bis zum Finanz­triumph über Griechen­land u.a. gibt es nichts als fried­liche deutsche Revo­lutionen – Euros statt Panzer. Zuge­geben, unsere fried­vollen DDR-Ab­schaf­fer schwei­gen stilvoll dazu. Als vom Zahn der Zeit ange­fres­sene Vete­ranen gleichen sie inzwi­schen den noch etwas mehr ver­gam­melten Genossen Stalins, die mit emsiger Kopf­losig­keit den Sozia­lismus an die Wand fuhren. Ihre sanftmütigen Umsturz­nach­folger lieferten die DDR dem Finanz­kapital restlos aus. Welchen Auf-, Ab- oder Unter­gang streben die nach­fol­genden Herr­schaften nun an? Atlantis nämlich ging gar nicht unter. Es diente Platon als sati­rische Negativ-Utopie, mit der er vor eurem Unter­gang warnte. Da wiederhole ich mich allzu gern und mit Chuzpe. Orwell schrieb den Roman 1984 im Jahr 1948 als Endspiel der kom­munis­tischen Revolution. Dem stand 1949 die Übersiedlung Ernst Blochs aus dem US-Exil nach Leipzig gegenüber. Sein Prinzip Hoff­nung lieferte den Akzent „Trotz“ im Text nach, so fiel die philo­so­phi­sche Dissidenz Blochs erst sieben Jahre später auf. Noch in den folgenden Jahr­zehnten galt Bloch weithin als „Stalinist“, als den er sich poli­tisch gerierte wie Immanuel Kant als preußen­königli­cher Ehr­furchts­schlei­mer, der untertänige Zueig­nungen und Vor­worte ab­son­derte. Bloch ließ sich in seine Bücher ne Handvoll Stalin-Zitate einbauen. Furcht­bare Zeiten – als ob es heute weniger furchtbar wäre …

Täve Schur: integrer DDR-Sportler
Der integre DDR-Sportler Täve Schur im ND-Ge­spräch vom 23.2.2011 zu seinem 80. Geburts­tag auf die Frage, wer ihn beson­ders beein­druckt habe: „Wirk­liche Größen. Menschen, die gegen den Faschis­mus gekämpft und dabei so gelitten haben. Honecker! Der hat in Brandenburg im Knast gesessen. Mensch, die haben Kopf und Kragen riskiert.“ Ja, da haste ja recht, Täve. Honecker oder der Zehn­kämpfer Alfred Neu­mann. Oder Wilhelm Pieck! Donner­wetter… Die indi­viduelle Wert­schät­zung bezeugt Schurs auf­rechte Hal­tung auch im Nach­hinein. Die Geschichte nimmt darauf leider keine Rücksicht. Über Alfred Neumann äußerten wir mehrfach Achtung und Respekt. Honecker jedoch ließ sich gegen Walter Ulbricht benutzen und war seinem Amt bald nicht mehr gewachsen. Ulbricht setzte 1956 auf den Leipziger Stalinisten Paul Fröhlich, der ihn 1970 im Bunde mit Honecker verriet. 1953 war der reform­bereite Intel­lek­tuelle Rudolf Herrn­stadt von Ulbricht für den 17. Juni ver­ant­wortlich gemacht und bestraft worden. Dies nur als Beispiel. Die jeweiligen Macht- und Dia­dochen­kämpfe sind so systembedingt wie system­über­greifend. Die revo­lutio­nären Kräfte geraten nach dem Sieg in Konkurrenz. Postrevolutionäre Zwänge der Karriere führen zur Negativauslese. Der büro­kratische Vor­gang ist schichten­resis­tent. Vom Marx'schen Standpunkt aus gesehen bedarf die Revolution eines hoch­entwickelten kapita­listischen Zustandes, woraus China den kühnen, aber fol­gerichtigen Schluss zog, seine kapita­lis­tische Markt­wirt­schaft unter KP-Vor­herr­schaft nachzuholen. Ende offen. Der bisher an­haltende Auf­stieg zum Oppo­nenten der ratlos rea­gie­renden US-Welt­macht führt zur letz­ten Alter­native: Ent­weder 3. Welt­krieg oder Verzicht der USA auf globale Hege­monie. (Helmut Peters dazu in junge Welt von 21. und 22.2.2011)

Peter Jokostra: Das große Gelächter erschien 1972
Wir kommen von China auf die nicht weniger ge­heimnis­volle Lausitz mit ihrem Heimat­dichter Erwin Stritt­matter, dessen Enke­lin Judka Strittmatter am 27. Mai 2012 ihren Großvater unter den Aspekten „Kälte, Ruhm und Verrat“ schildert wo nicht ab­wrackt. (Frankfurter Allge­meine Sonntags­zeitung) Als Haupt­zeuge dafür wird der Lyriker, Schrift­steller und Lite­ratur­kritiker Jokostra angeführt. In der Lau­sitzer Rund­schau war der Fall schon am 5. Mai abgehandelt worden: „Die Ent­täu­schung des Peter Jokostra – Wie ein Sprem­berger Autor bei seinem Freund in Ungnade fiel.“ Stritt­matter war in der DDR ein ungemein erfolg­reicher Volks­schrift­steller, der Großteil seiner dama­ligen Leser­schaft steht auch heute noch in Treue fest zu ihm. Seine nebulöse Ver­gan­gen­heit ist detail­liert ge­schil­dert im Doppel­band Erwin Stritt­matter und die SS und Günter Grass und die Waffen-SS von Joachim Jahns, 2011 erschie­nen im Leipziger Dings­da Verlag. Wir hoch­achteten Jahns detekti­vischen Marsch durch die schwarz­braunen Sümpfe im 75. und 76. Nachwort. Über den einem breiteren Publi­kum nicht bekannten ehe­ma­ligen Stritt­matter-Freund und späteren Kontra­henten Peter Jokostra gibt es im Roman Casanova oder der Kleine Herr in Krieg und Frieden ein ganzes Kapitel unter der Über­schrift „Amely“. Jokostra ist dort einge­woben in die Figur des Michel Casanova und bietet als Akteur mit Kopf und Bauch einen Stritt­matter adäquaten. Widerpart. Ich liebe diese Geschich­ten nicht nur, weil sie von mir nieder­geschrie­ben wurden, sondern weil unsere Geschichten konträr zu den Ver­drän­gungs­energien vieler Autoren stehen. Grass / Stritt­matter blendeten das eine aus und das andere ein.
  Jokostra ist heute weithin unbekannt, es lohnt jedoch, sich zum Beispiel an sein 1974 veröffent­lich­tes so bitteres wie erhei­terndes pazi­fis­tisches Buch Das große Gelächter zu erinnern. Mein Roman mit Jokostra als einer von tausend Figuren war 1966 mit seinen erotischen und poli­tischen Frech­heiten ein veri­tabler west­deutscher Best­seller. Damals schritten wir voran, heute geht's hoppla­hopp zurück. Dazwischen liegen unsere Sünden und vergeblichen Versuche von phan­tasti­schen Frechheiten und anarchischer Gutartigkeit. Was aber ist mit Strittmatters Stasi-Nähe und dem „Ver­rat“ am früheren Freund Jokostra? Während einer längeren Bahnfahrt sprach ich vor vielen Jahren darüber mit Strittmatter. Seine Sicht schien mir so plau­sibel wie Jokostras Sicht, die mir aus langer Bekanntschaft vertraut war. Mittler­weile finde ich es an der Zeit, die ewige Stasi-Hatz zu beenden. Wir kamen alle aus lausigen Zeiten. Im August steht Stritt­matters 100. Geburtstag an. In Spremberg wollte man des Ehren­bürgers gedenken und neuer­dings auch wieder nicht mehr. Wird er also beschwiegen so wie man zu DDR-Zeiten und bis heute Jokostra beschweigt? Deutschland deine Dichter? Deutsch­land deine Spießer? Über den einen wie den anderen ist die Wahrheit sagbar ohne ins Unsagbare ausweichen zu müssen. Hier nutze ich gern die Gelegenheit zur Würdigung eines ebenfalls stasi­belasteten Genossen und Kollegen und zitiere mit gebotener Chuzpe den letzten Absatz aus der 49. Folge unserer Serie: Der Lektor Walter Püschel, der sich 1956/57 dafür stark gemacht hatte, meine Maulwurf-Geschichte in der DDR zu ver­öffent­lichen, beein­druckte mich damals mit seiner ver­wegenen Energie in Erwar­tung der Vorwürfe, ein pazifistisches Buch verant­worten zu müssen. Erst heute lese ich im Internet, Püschel hatte der SED seine kurze Zeit als Sieb­zehn­jäh­riger bei der Waffen-SS ver­schwiegen und war zur IM-Tätigkeit (von 1964 bis 1983) erpresst worden. Am 26. Dezember 2005 ist er verstorben. Dem Genossen habe ich nichts zu verübeln, denn er ist Teil der tragischen Geschichte meiner ver­damm­ten Gene­ration Ost. Jetzt erst begreife ich den tieferen Grund, der ihn 1957 veranlasste, sich für meinen Anti­kriegs-Text so tapfer ins Zeug zu legen. Er war ein Wieder­gut­macher, obwohl es dafür gerade bei ihm gar keine zureichende Ursache gab. Ein strahlend weißer Friedens­engel über sein Grab.

Ingrid findet gerade bei Google ein paar Sätze aus dem nd vom 12. Januar 2002. Ich lese das mit Gewinn und erkenne erst dann, der Autor war ich selbst.



An diese Opfer denkend schrieb ich im Nachwort 79: „Für mich war die DDR der noble Versuch, das Versagen der Weimarer Republik auszugleichen.“ Unser Leipziger Kreativ-Korrespondent Hartwig Runge machte sich selbst und mir die Freude, diesen Satz und neun Sätze dazu in ein Stück Prosa-Gedicht umzusetzen. Wir fügen es hier bei:

…also phantastische Übergangs-Gesellschaft
Ach du lieber Günter Grass –
politische Lyrik ist kein Zuckerschlecken,
sobald sie den Kriegsnerv trifft.
Ich hab da so meine kleinen Erfahrungen machen müssen.

Die Narbe im rechten Arm
erinnert mich an die Kugel des US-Soldaten.
Die Narbe im rechten Unterschenkel
an den Gruß der deutschen Artillerie,
der mein Abschied von der Wehrmacht missfiel.
Von Sizilien blieb mir die Malaria,
von Russland die Tbc.
Die Knochen immerhin brachte ich
endlich heil nach Hause in Sachsen,
bis mir auch das verloren ging.

Für mich war die DDR der noble Versuch,
das Versagen der Weimarer Republik auszugleichen,
wozu unsere angestrebte Reformation dienen sollte
mit Ernst Bloch als philosophischem Pfadfinder
und Fritz Behrens als Ökonom.
Was später China per Überwindung von Mao gelang,
sollte in Europa per Abschied von Stalin gelingen.
Das war Utopie?
Das waren unsere Ideen und Texte,
sie wurden aber unmöglich gemacht.
SU und DDR brauchten ebenso wenig unterzugehen
wie China unterging.
Nötig waren dazu nur neue revolutionär beseelte Köpfe.
Chinas rote Weltformel lautet Kommunismus & Kapital,
also phantastische Übergangs-Gesellschaft.

Gerhard-Gert Gablenz-Zwerenz
(aus „Die Verteidigung Sachsens…“ – 79. Nachwort)



Georges Jacques Danton
Michael Mansion, an diesem Platz als Beobach­ter und Dia­gnos­tiker aus dem Saarland mit gutem Grund immer mal wieder genannt, zitiert dazu Danton aus der Fran­zösischen Revolution: „Da stehen sie und schauen zu der Laterne hinauf, aber warum wohl? Nun sie wissen und spüren, dass diese Laterne in sehr kurzer Zeit mehr geleistet hat als sie in ihrem ganzen Leben.“ (Mail vom 29.5.2012)
Und weiter mit Mansion:
  „Man mag über solche Vorstel­lungen unter­schied­li­cher Mei­nung sein, aber die poli­ti­sche Frage ist die Macht­frage, wes­halb es wieder Ver­haf­tun­gen wegen anti­kapi­talis­tischer Um­triebe gibt. Brechts Gedicht vom Klassen­feind fällt mir wieder ein, wenn sie ihre Ex­porter­folge feiern und die An­zahl ihrer modernen Sklaven vermehren. Da mögen die Stein­brücks und die Stein­meiers noch so smart daher reden. Ihnen ist längst nicht mehr zu glau­ben und mit ihnen muss man auch nicht handelseinig werden, weil es mit denen so weitergeht wie bisher, kleine Kor­rekturen aus­genommen. (Wer die men­schen­ver­achtende Diktatur des Finanz­kapitals dia­gnosti­ziert und zu vernunft­geleitetem Wide­rstand aufruft, muss mir erklären, welche Vernunft er meint, weil sich fata­ler­weise für jede Konter­revolution ein sog. Vernunft­argument finden lässt.“
  Soweit Michael Manson mit der Frage der Fragen, die auf das Schicksal der Linken in Deutschland und nicht nur hier hinausläuft – Entweder den Gegner opportunistisch kopieren oder radikal im Sektierertum verkümmern. Ob mit der SPD oder gegen sie ist eine taktische Frage. Indem sie zur strategischen überhöht wird, bleibt nur der Bruch auf Dauer, was die wahre Dimension linker Strategie enthüllt: Wie hältst du es mit Karl Marx?

Es finden sich in jedem Deutsch­land nur zwei durch Namen charak­teris­ierte Grund­positionen: a) Kaiser Wilhelm, Ebert, Hindenburg, Hitler, Adenauer, Ulbricht, Honecker, Schmidt, Kohl … und b) Bebel, Liebknecht, Luxemburg, Thälmann, Niemöller, Heinemann, Harich, Janka … Die a-Gruppe verzeichnet eine belie­bige Auswahl der Regen­ten, die b-Gruppe der Oppo­sitio­nellen. In der a-Gruppe wird der Name Merkel nicht erwähnt. Sie sozial­demo­krati­sierte die CDU soweit, dass die SPD sich als deren regie­rungs­fähigen Teil empfinden kann. Vielleicht entdeckt die Linkspartei Möglich­keiten eines linken Merke­lismus: Lafontaine feminin?
  Marx: Revolutionär – Kommunistisches Manifest
  Marx: Pragmatiker – Das Kapital
Die Dekonstruktion des Marxismus bezieht sich weder auf den Revolutionär noch den Pragmatiker, sondern auf den Marx – Ismus ab 1923 – von da an erstarrte die sowjetische Revolutionstheorie zum Dogma. Die Ver­all­gemeine­rungen diffe­rierten mit der Realität, was die Dekon­struktion notwendig macht. Der Begriff ent­stammt übrigens der Geologie, genauer der Agro-Öko­nomie, die Marx intensiv unter­suchte, wobei er Erd­schichten (Formationen) mit Gesell­schafts­forma­tionen verglich und vor falschen Allge­mein­heiten warnte – siehe dazu auch neuere MEGA-Arbeiten. Wir aber kehren zu Katja Kippings 3. Weg der Zwei-Frauen-Spitze zurück. Der Vor­schlag wurde nicht realisiert. Der Information halber sei unser 3. Weg zitiert, wie er im nd vom 15. Oktober 1957 dargeboten wurde, natürlich zur Abwehr. Wir schalten der Einfachheit halber auf unsere frühere 69. Folge „Mit Konter­revo­lutio­nären und Trotz­kisten auf dem 3. Weg“ und den ND-Ärger um. Unter dem Titel Die Illusion vom 3. Weg heißt es da: Zweifellos übt der ›ethische‹ Sozia­lismus auf Kultur­schaffende und Kultur­beflissene an­zie­hende Wirkung aus. Auch wenn wir wissen, dass sich dahinter Gift verbirgt. Ob überlegt oder unüberlegt bleibe dahin­gestellt, er­scheint in der heutigen Ausgabe der Sozial­demo­kratischen Tages­zeitung Telegraf In Berlin ein Beitrag von Gerhard Zwerenz unter der Überschrift: ›Die Gedanken sind frei. Ernst Bloch und seine Gegner‹.

 

Heinrich Schwartze:
 Die Illusion vom dritten Weg
 ND 1957
 (Zoom per Klick)


Diesem Beitrag sind kurze redaktionelle Bemerkungen voran­gesetzt, in denen gesagt wird, es gebe bei uns in der Deutschen Demo­kratischen Republik einen poli­tisch-geis­tigen Konflikt zwischen denen, die zum Zentral­komitee unserer Partei stehen, und den Intel­lek­tuellen, die eine Rege­neration des Marxismus zum ›men­sch­lichen‹ Sozia­lismus leiden­schaftlich befür­worten. Der Reprä­sen­tant dieser Be­für­worter des men­sch­lichen So­zia­lismus sei der Leipziger Professor der Philo­sophie Dr. Ernst Bloch. Zwerenz erklärt nun näher, welcher Art diese alten, nicht erst aus diesem Jahr stam­menden Diffe­renzen seien und sagt auf sehr billige und un­gründ­liche Art, diese Diffe­renzen würden mit der Intel­lek­tualität von Ernst Bloch zusam­men­hän­gen; Bloch sei näm­lich Phi­losoph, er sei ein Mann, der nicht wiederkäue, sondern selbständig schaffe, und er sei Marxist. (Heiter­keit)
  Liebe Genossen! Hier muss man einen Augenblick verhalten und fragen, worin denn der von Zwerenz und vom Telegraf behaup­tete Marxis­mus in Blochs Philosophie liegt? Genosse Wagner wies heute im Referat nach, dass in der Phi­lo­sophie Blochs nichts Marxis­ti­sches enthalten ist. Genosse Fröhlich hat das noch unter­strichen. Kurz gesagt die ›Hoff­nungs­philo­sophie‹ von Ernst Bloch und die Aus­führungen des Genossen Duncker über unsere sozia­lis­tische Zukunft unter­scheiden sich wie die Nacht vom Tag …
  Ich kehre zu den Gedanken­gängen von Zwerenz zurück. Zwerenz sieht Im XX. Parteitag eine Chance für den Sozia­lismus, ›menschlich‹ zu werden. Er sieht in Bloch .das Haupt eines Kreises, der diese Chance zu nutzen versuchte, daran aller­dings gescheitert sei. Von diesem Bloch-Kreis verrät Zwerenz nun etwas, was wir zwar allgemein schon immer wussten, aber in solcher Deutlichkeit als klares Bekenntnis von den Leuten dieses Kreises bisher noch nie erfahren haben; und das ist folgendes: Die publizistische Wirkung des Bloch-Kreises in den Zeitungen und Zeitschriften der DDR schätzt Zwerenz schon als beträcht­lich ein, aber für noch beträchtlicher hält er die Tatsache, dass der Bloch-Kreis allein schon durch seine Existenz ein Politikum sei. Er sagt: Dieser Kreis gab für den Kampf an der Karl-Marx-Univer­sität in Leipzig den Vertretern des ›menschlichen‹ Sozialismus Rückhalt und hatte spürbare Auswirkungen im kulturellen und politischen Leben Leipzigs und weit darüber hinaus. Die Philosophie Blochs, welche die Möglichkeit eines ›menschlichen‹ Sozialismus bezeichnet, und eine humani­sierende Politik seien die Philosophie eines wirklichen ›eigenen‹ Weges zum Sozialismus, ohne Aufgabe wesentlicher sozialistischer Ziele. Das ist knapp gesagt der dritte Weg. Hängt eine gewisse Lieb­äugelei mit diesem dritten Weg nicht eng zusammen mit der Furcht vor den harten Forderungen der Diktatur des Pro­letariats, hängt nicht mit dieser Furcht vor den harten For­derungen der Diktatur des Pro­letariats eine gewisse Anfälligkeit der Kultur­schaf­fenden für den dritten Weg zusammen?

Welche politischen Absichten der sogenannte Bloch-Kreis verfolgt, der sich durch den Mund von Zwerenz vorstellt, ist klar. Es sind im Grunde die gleichen Absichten, die Harich auf die präziseste Formel gebracht hat: Auflösung des Zentralkomitees und Umbildung der Regierung. Oder mir anderen Worten: Nicht nur Stopp für den Aufbau des Sozialismus, sondern die Liquidierung des Sozialismus überhaupt.
  Und Professor Bloch? Darf er länger schweigen, wenn Leute wie Zwerenz kommen und sagen, sie seien seine Schüler und behaupten, das ihrige bei ihm gelernt zu haben? Steht Ernst Bloch jetzt nicht vor der Not­wendigkeit, ein Wort zu dem Treiben derer zu sagen, die sich Bloch-Kreis nennen? Ist er so schlecht wie die, die sich auf ihn berufen, oder ist er besser? Wir können diese Frage im Augenblick nicht beantworten, weil er schweigt, aber nun müsste er – unser Mit­bürger, Mit­glied der Akademie der Wissen­schaf­ten in Berlin, Träger des National­preises der DDR – nun müsste er sprechen.

Soweit die Verdammung des 3. Weges im ND vom Oktober 1957 inklusive ein­ge­streuter falscher „Heiter­keit“. Und der energisch auf­geforderte Ernst Bloch sprach. Und wir, jeden­falls Ingrid und ich sprechen. Und andere sprechen unüber­hörbar. Luc Jochimsen, vormalige poli­tische Korre­spondentin in London, dann HR-Chef­redakteurin, heute Bundes­tags­abge­ordnete der Links­partei wandte sich als Opfer des 2. Welt­krieges gegen die deutsche Kriegs­teil­habe, deren Inter­ventiona­lismus nicht nur sie für verfas­sungs­widrig hält. Als Kind in Nürnberg beim Bombar­dement schwer verletzt, bezeugte sie am 10.6.2012 in der ARD bei Günther Jauch eine erlittene Vergangen­heit und die von ihr daraus gezogene pazi­fis­ti­sche Konse­quenz, was der eben­falls ein­geladene Thomas de Maizière als Kriegs­verteidi­gungs­minister brachial mit juris­tischen Kautelen zu widerlegen suchte. Das war Deutsch in zwei verschiedenen Sprachen. Die Konstel­lation verwundetes Kriegs­kind contra Bun­des­wehr­offizier und Kriegs­beja­hungs­minister hätte statt Hirn­wäsche Hirn­reinigung sein können. Das Talk-Publikum applau­dierte mehr­heit­lich dem Minister. Na dann kämpft und bekriegt euch mal schön. Trotz­alledem, ergo mit Trotz und etwas Hoffnung – das angeblich ver­sunkene Atlan­tis, dieses Utopia Platons wirkt online in vielerlei Gestalt unüber­sehbar weiter …


Aus: junge Welt

Ironisch notierte das nd am 13.6.2012: „Einfach zutrau­lich, der Gauck – Bun­des­präsident ver­einigte die Bundes­wehr mit Freiheit und ver­dammte die NVA.“ Das ist histo­risch sogar richtig, denn die eigen­sinnige Sowjetunion ver­zichtete beim Einmarsch in Afghanistan auf die Beihilfe der NVA, während die USA unsere Bundes­wehr herzens­gern mit auf­marschieren ließ. Weniger ironisch als status­gemäß staats­männisch gab sich am 13.6. die FAZ. „Eine Stütze der Freiheit – Der Bundes­präsident lobt die Soldaten der Bundes­wehr“. Da war die junge Welt am genauesten mit der Schlag­zeile Sterben für Deutschland, darauf folgt der echte Gauck, wie er leibt und predigt. Ach ja, wir glücks­süchtigen Gesell­schafter der Frei­heit er­tragen unsere deut­schen Gefal­lenen eben nur schwer und die gefal­lenen Afghanen sogar noch schwe­rer, indem wir sie a) produ­zieren und b) igno­rieren. An die eigenen Toten gemahnen wir im Ehren­mal, ganz wie in unsren früheren Welt-Kriegen. Wir nannten das Nachwort 29 dieser Serie geradezu hell­sehe­risch: „Pastor Gauck oder die Revanche für Sta­lingrad“. Statt oder sollte ein und da stehen. Hätt' ich einen Wunsch frei an welche Götter auch immer – so lautete er: Gebt uns Niemöller und Heinemann zurück.

Gerhard Zwerenz    18.06.2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz