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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 40. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  40. Nachwort

Die Internationale der Postmarxisten


Soldaten sind Mörder
 
Ein Stalingrad-Gefallener?



Gerhard Zwerenz
„Soldaten sind Mörder“
Die Deutschen und der Krieg
Knesebeck Von Dem, 1988

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Die drei Gefallenen aus Stalingrad kommen zum Abendessen. Nehmen infolge Entwöhnung wenig zu sich. Sind scharf auf meinen purpurnen Rioja, den sie wegsaufen als wär's vom Fass. Wir stoßen aufs ewige Leben an. Es ist laut Kalender der 8.9.2010, um 21 Uhr 45 sendet die ARD einen Bericht über die geheime KSK der Bundeswehr. Die Stalingrader lachen als steckten sie tief im Untergrund. Was ist mit eurem Verhül­lungs­verbot? fragen sie. Wir stottern herum. Gesicht zu vermummen ist nur für Demon­stran­ten verboten. Elite­soldaten müssen sich vermummen, um beim extralegalen Töten nicht erkannt zu werden. Die Kameraden zucken zusammen. Das kompli­zierte Wort ist ihnen wohl unangenehm. Als Tote sind sie den Sprach­mode­designern unendlich fern. Wir aber leben noch.

 

Marx promovierte 1840/41 in Jena. Seine Dissertation ist verschwunden. Es gibt eine nicht komplette Abschrift, von Marx legitimiert, doch erst seit 1927 gedruckt vorliegend. Der Titel Über die Differenz zwischen demokri­tischer und epiku­reischer Naturphilosophie dient laut Verfasser der „voll­ständigen Kon­struktion des Selbst­bewusst­seins“, was Bloch zu seiner Konstruktion des „Natur­subjekts“ nutzte.

 


 Wer dekonstruiert tiefer?
 Jacques Derrida

Beim Blick nach Paris verwundert die wechselnde Haltung Derridas zu Marx. Der „Philosoph der Differenz“ hätte schon von seinem Kennwort Differenz her Marx eindeutig inte­grieren können. Nehmen wir Blochs „Natursubjekt“ als Metapher für die Ent­deckung und Kon­struktion des mensch­lichen Selbst­bewusst­seins, wie Marx es nannte, wird der Impuls zur Re­volte sichtbar. Epikurs Atome mit ihrer Abweichung (Deklina­tion) von Demo­krits Atom­regen begründen die Dif­ferenz. Der Heidegger von Sein und Zeit des Jahres 1927 wurde ab 1933 bis 1945 SA-Mann. Bloch musste 1933 exilieren. Lange vor den kritischen franzö­sischen Meister­denkern des Nachkriegs hatte es kritische deutsche Marxisten gegeben. Auch nach dem Ende des 2. Weltkriegs bildete sich eine Schule des leben­digen Marxismus heraus, die 1957 in Leipzig zer­schlagen wurde. Diese Schule der Philosophie ist ein Lehr­bei­spiel sprach­licher und realer Diffe­ren­zierungen. Bloch, der sich auf das Dif­ferenz­denken des jungen Karl Marx berief und dessen Dekon­struk­tions-Potential für seinen erwei­terten Marxismus nutzte, bildet den histo­rischen Gegenpol zu Heideggers Sein und Zeit von 1927 und den Folgen.

 

Die Duplizität des Disparaten hält bis heute an. Von den um Brecht ver­sammelten Links­intellek­tuellen, die vor Heidegger warnten, noch bevor er der Hitler-Partei beitrat, um „den Führer zu führen“, blieben Lukács und Bloch lebens­lang motiviert. Mit Brecht zusammen bildeten sie eine aktive linke Dreier­gruppe. Brecht starb 1956. Lukács und Bloch wurden im selben Jahr repressiert und exkommu­niziert. Die Erstar­rung des Marxismus, von Stalin nach Lenin/Trotzki im Sowjet­reich verfügt und zementiert, hatte die besetzten Gebiete erreicht. Der Rest ist philo­sophische Abraum­halde wie Europa nach der deutschen Ver­einigung.

 

Ingrid Z. zu Blochs letzter Leipziger Vorlesung (3)

 

Bloch redete an diesem Dezembertag im Jahre 1956 Klartext, Über­schrift: „Probleme der Fort­ent­wicklung des Marxismus nach Marx.“ Das wurde sein Schwanen­gesang an der Pleiße. Für die Partei galt der histo­rische und dialek­tische Materia­lismus als unver­änderbar und abge­schlos­sen. Der „partei­lose Bolsche­wik“ riskierte in der Auf­bruchs­stim­mung nach dem 20. Parteitag der KPdSU neue Aspekte, wobei er sich mit dem Lenin-Wort vom „Träumen nach vorwärts“ wappnete und dem Hinweis, dass Lenins philosophischer Nachlass voller „nahr­hafter Notizen“ stecke. Der SU-Staats­gründer hatte mehrmals angemerkt, „die Grenzen zeit­licher und regionaler Art bei Marx müssten beachtet werden, gesell­schaft­liche Schranken seien ins Kalkül zu ziehen, das mache den echten Marxis­ten“ aus. Diese Sätze waren pro­vozierend, die Partei hielt sich mit ihrer fertigen ML-Wissen­schaft für perfekt und im Besitz absoluter Wahrheiten. Der aufmüpfige Professor stichelte weiter: „Auch das Beste kann durch ständige Wiederholung abge­droschen werden, kurzum: Der Marxismus ist per defini­tionem Er­neuerung, dazu gehört Mut, revolu­tionärer Elan, keine Routine, sondern materia­listisch begrif­fene Hoff­nung.“ Und noch eins drauf: „Die Märtyrer des Marxismus sind nicht für ein durch­organi­siertes Produktions­budget gestorben.“ Das sagte der Philosoph in einem Staat, der das höchste Ziel in der Erfüllung diverser Zwei- und Fünf­jahres­pläne sah und es doch nicht schaffte, weil er die Ökonomie verab­solutierte und das Individuum, den „subjektiven Faktor“ in der Gesellschaft ver­nach­lässigte. Von einem ständig er­neue­rungs­bedürf­tigen Marxismus zu sprechen, war 1956 in der DDR ein Wagnis. Sartre äußerte sich ähnlich, wenn er den „faulen Marxis­mus“ in der KPF beklagte, einer Lehre also, deren Vertreter im Gewesenen ver­harrten und nicht weiter­denken wollten. Damit machte er sich bei den franzö­sischen Kommunis­ten, mit denen er immer mal wieder zusammen­arbei­tete, nicht eben beliebt, doch waren die Konsequenzen in Paris nicht so verheerend wie in Leipzig. Einen Lehrstuhl konnte Sartre nicht verlieren, weil er keinen inne­hatte.

 

(soweit Ingrid zur letzten Leipziger EB-Vorlesung)

 

In seiner Einleitung zu Jacques Derrida warnt Heinz Kimmerle vor „ober­flächlichen Formen des Derridismus in Deutsch­land“ und „Wort­spielereien“, die sich „im Gebrauch des Wortes Dekon­struk­tion erschöpfen.“ Es gehe vielmehr darum, über die bisherige Philosophie hinaus­zuge­langen und den tradi­tionellen philo­sophischen Diskurs zu öffnen, denn die Dekon­struktion der Philosophie ist differente Philosophie. So kommt Kimmerle zu Nietzsche, zur Philosophie, Kunst, Politik und einer neuen Praxis des Schreibens „nach Derrida“.

 

Dem Diskurs der französischen kritischen Philosophie steht der nicht weniger kritische Diskurs zwischen Rhein und Oder gegenüber. Marx dekon­struierte mit dem Gesetz der Profit­maxi­mierung den Klassen­charakter der Bour­geoi­sie. Nietzsche dekon­struierte Gott und Kaiser und endete als Gottheit des Über­menschen, bis mit den Marx­brüdern Lukács und Bloch im Namen Stalins und bald in seinem Schatten dessen Dekon­struktion begonnen wurde. Die Prä- und Neo­stalinisten, die 1956/57 beide Marx­brüder stürzten, wussten das nicht und fegten nur ihre Karriere­gefah­ren beiseite. Walter Ulbrichts Stoß­richtung wurde von seinen Genossen Fröhlich und Wagner benannt, wenn sie bedauerten, dass die Werke von Lukács und Bloch in der DDR unkommen­tiert erschienen waren. So sprachen Zensoren, die nun an die Stelle der Dekon­strukteure des Stalini­smus rückten. Fröhlich ins Politbüro, Wagner in ZK und Regierung, Mielke an die Stelle Wollwebers. Der ostdeutsche Zweig der dekon­struk­tiven Philo­sophie wurde von der Partei als partei­feindlich abgehackt. Es war das Ende einer links­intel­lek­tuellen Legalität, die sich die Marx-Brüder und ihre Gefährten im anti­faschis­tischen Kampf errungen hatten. Das Ende des sowjeti­schen Marxismus folgte nach.

 

Die Differenz zwischen den franzö­sischen und ost­deutschen Dekon­struktionis­ten liegt in der Stellung zu Marx. Die Pariser Intel­lektuel­len waren Marxisten, Maoisten, Sartre-Jünger und wendet­en sich gegen ihre früheren Meister. Die ost­deutschen Meister­denker erprobten die Heimkehr von Stalin zu Marx.

 

Das Dilemma benennt Kimmerle kurz und bündig: „Mit Heidegger und Nietzsche könnte man sagen, dass diese Bewegung im Gebiet des Nihilis­mus verläuft.“ Das trifft auf die Erkennt­nisse unserer Marx-Bruder­schaft nicht zu. Wir nennen das Dekonstruktion plus.

 

Ingrid Z. zu Blochs letzter Leipziger Vorlesung (4)

 

Diametral entgegen­gesetzt ist das Urteil Sartres und Blochs über einen dritten – Martin Heidegger, zu dem Sartre sich auch noch bekannte, als nach 1945 dessen fatale Nähe zum Nazismus publik wurde. Dies entwerte nicht, sagte Sartre, Heideggers frühere Schriften. Ganz anders bei Bloch: „Haupt­nicht­denker Heidegger – den Nazis bis zum bitteren Ende treu. Er hat Ahnen gesucht: Kierke­gaard, Sokrates, Augustin. Scheinhaft anthro­polo­gischer Charakter des Existen­tialismus. Zwischen diesen ›Ahnen‹ liegen gesell­schaftliche Abgründe. Intro­vertierte Irratio soll geschaffen werden. Kommt von Husserl her, Umschlag von Wesen­heiten zur Befind­lichkeit, in der ich bin. Erlebnis­serei bei verdun­kelter Außenwelt. Worte werden zu Tode gehetzt, etymo­logisch falsch, berüch­tigte Heidegger-Sprache. Raunende Weisheit. Je tiefer, um so weniger verstanden, es muß gefühlt werden – Philosophieren zum Hysteri­schen hin. Das Buch Sein und Zeit macht aus Hölderlin einen orphischen Unfug. Es gibt eine Aufsatz­sammlung von Heidegger, die mit Recht Holzwege Feldwege heißt, darin steckt viel klein­bürger­lich Entlarvendes, es ist ein Rennsteig höherer Ordnung. Gegenstand der Philosophie ist laut Heidegger, daß sie keinen hat. Mit Recht fragt er: Warum ist etwas, warum ist nicht nichts? Seine Antwort bezieht sich nicht auf Seiendes, sondern auf Sinn, der muß heraus­gefunden werden. Das Sein wird er­schlos­sen durch unsere Grund­befind­lichkeit Angst – dann folgt die Sorge. Zu alldem gibt es keinerlei Ursachen­forschung bei Heidegger. Transzen­den­tales Denken wird von ihm auf psycho­analy­tische tiefere Schichten übertragen. Angst ist das wichtigste Element und auch heute noch der Hauptaffekt des west­deut­schen Bürgertums. Im Dritten Reich entsprach diese Menta­lität einer vorlaufenden Ent­schlossen­heit in den Tod, die sich mit der Ideologie des Faschis­mus und dem deutschen Todes­rausch verband. Heidegger hat das bedenkliche Verdienst, auf das Nichts hinge­wiesen zu haben, er tummelt sich im Nichts – am Ende bleibt nur Nihilismus.“

 

Diese Hypertrophierung von Angst, die zudem nur konstatiert und etabliert, jedoch nie in ihren gesellschaftlichen Ursachen analysiert wird, ging dem Hoffnungs­denker Bloch entsetzlich auf den Geist, sozusagen auf den Geist der Utopie, er bezeichnete den derart pessimistisch philo­sophierenden Kollegen gern als „Professor für Angst und Sorge.“

 

Blochs vorhin zitierte Definition „Haupt­nichtdenker Heidegger“ ist rigoros, liest man jedoch nach, was der getreue NSDAP-Gefolgs­mann Martin H. – Mitgliedsnummer 3125894 – äußerte, ist sie berechtigt. So „schätzte Heidegger im Jahr 1931 an Hitler besonders hoch dessen Bereit­schaft zum Handeln“, und bei seiner Rektorats­antritts­rede 1933 formulierte er: „Hitler ist mehr als die Idee, denn er ist wirklich.“ Da kann man doch zugunsten des viel­gerühmten Weltweisen nur annehmen, dass er all das nicht gedacht, sondern gefühlt hat. ( Ende IZ-Text 4)

 

Um Bloch nicht weiter zu belasten, mied ich ab Herbst 1956 das Philo­sophische Institut und stellte auch die privaten Besuche in der Wilhelm-Wild-Straße ein. In den Ver­nehmungen betonte ich energisch meine Zurück­haltung, was die Herren Genossen verwirrte, doch ihre Geheim­informa­tionen bestätigten meine Worte. Aller­dings reagierte Bloch selbst etwas verwirrt auf mein Ausbleiben, was ihn später verun­sicherte, weil dienst­bare Klein­geister andeuteten, ich sei umgedreht worden und als geheimer Kund­schafter in den Westen gegangen.

 


 Eine DDR-Schwalbe namens
 Dandy?  Fritz Raddatz

Hans Mayer, der es besser wusste, schwieg dazu, als Bloch ihn danach fragte. Das verübelte ich Mayer, war er doch hin­reichend informiert. Das bringt mich auf Fritz J. Raddatz, der sich in seinen jüngst ver­öffent­lichten Tage­büchern über seinen früheren Herzens­freund Mayer auf unfeine Art lustig macht. Ich lese eben den Vorabdruck Was tun wir alle miteinander uns an? (FAZ 5.9.2010) Das Blatt führt den Text in derselben schäbigen Tonart ein: „Die beschriebene Welt: der Schrift­steller- und Kritiker-Kosmos. Also: die Hölle der Lemuren, Monster und einsamen Sucher nach Liebe.“ Im Austeilen von Häme, Eifersucht und vergif­teten Kompli­menten standen sich Raddatz und Mayer gewiss nicht nach. Nur hatte Mayer als der Ältere und als jüdischer Kommunist im Dritten Reich eine weitaus gefähr­lichere Leidens­zeit hinter sich. So entstehen Typologien. Mayer und Raddatz wollten immer, wo auch immer, etwas ganz Großes werden. Dafür erwies sich die kleine DDR als zu eng. Dennoch stehen sie als Ost-Typen in der Kultur­geschichte. Mayer – ein tragischer Fall, Raddatz – eine Schwalbe namens Dandy. Auch Gauck ist eine Ost-Type. Der stille Prediger von der Ostsee – heute strah­lender Sieger im Westen. Sarrazin spielt dagegen in der Zweiten Oberklasse, die auch noch reichen sollte fürs Germanische National­museum.

 

Das Epochen-Werk von Marx ist die Dekon­struktion des Kapitals als Pro­duk­tiv­kraft und Ver­nichtungs­qualität. Erst die Chinesen zogen daraus die Konse­quenz, den Kapitalismus unter das Kommando einer kommunis­tischen Führung zu stellen. Vom Sieg Maos ausgehend und den sowje­tischen Abstieg voraus­sehend ent­wickelten Chinas Kommunisten ihre spezifische Art, das Riesen­reich zu fragmen­tieren, bis die „Sonder­wirt­schafts­zone“ Shenzhen entstand. Inzwischen folgten weitere Sonder­wirtschafts­zonen mit Mil­lionen­städten, das chinesische Wunder entfal­tete sich, das keines ist, sondern eine realisierte marxistische Möglichkeit, wie Staatschef Deng Xiaoping es 1980 geplant hatte. Voraus­setzung war die Dekon­struktion der Macht­frage. Die Situation galt als aussichtslos, wie der Untergang der Sowjet­union bald bewies. Aus dem unter Stalin ange­haltenen Marxismus, der zum Moskau-Marxismus entfremdete, war kein Gewinn zu ziehen. Der Erfolg Chinas ist das Resultat einer marxistischen Dekon­struktion – plus. Exakter gesagt: Die Universalie „marxistische Polit­ökonomie“ wird in ihre pragmatischen Konkreta und Details aufgelöst. Der Rest ist Phantasie, Logik, Sach­verstand und Subjekt-Revolte, wie in der Disser­tation des Karl Marx aufgezeichnet: Die Dekon­struktion des Vergangenen ins Neue.

 

Ob Chinas 3. Weg auf Dauer erfolg­reich sein wird und sich gegen USA / Europa behaupten kann, steht in den Sternen, jedenfalls nicht mehr in einer Bezie­hung zum verglühten Sowjetstern. Im Gegensatz zu Pekings roter Elite befinden sich die christ­lichen Eliten hinter dem Mond.

 

In der Außen­wirtschaft und Export­industrie wächst notge­drungen das Ver­ständnis für Chinas 3. Weg. Man will produ­zieren und verkaufen. In der Innen­politik wächst die Blindheit. Das Wahlvolk ist sauer. Also werden alte Ideen als neue verkauft. Ein Sarrazener reitet auf seinen Genen durch die Lüfte und erzeugt Miasmen. Ein flotter von und zu baut die Bundeswehr von der Nachfolge-Wehrmacht zur weltweit aktiven Söldner­armee um. An den tv-Stammtischen, vordem Talkshows genannt, schwadro­nieren als Schafe getarnt Werwölfe nach Moderatoren­laune. Vorgestern zeigten Pleite-Banken, wo's lang geht, gestern bestimmten atomare Strom-Riesen den Kurs, heute blüht auf der Heide ein kleines Blümelein – Erika – wie im alten Landser­lied, da fehlt dringend ein Song über Pestnelken. Wer hat Schuld am 2. Weltkrieg? Deutschlands Adolf. Aber Polen hatte schon am 26. März 1939 mobilisiert, zwar nur teil-, doch Hitler hat erst am 1.9. „ab 4 Uhr 45 zurück­geschos­sen“.

 

Im Neuen Deutschland vom 11/12.9.2010 stellt Karlen Vesper kühl eine solide Liste der Abfolge vor, in der FAZ vom 13.9. braucht Herr Lorenz Jäger viele Wort samt Rauch­zeichen des offenbar wieder aufer­standenen FAZ-Heraus­gebers Joachim Fest, die Kriegs­histori­kerin Steinbach rein­zuwaschen. Und über allem der heilige Helmut Schmidt, der tapfer seine Flak­batterie an der Ostfront befehligte und an einer Kriegs­gerichts­verhand­lung gegen Führer-Atten­täter teilnahm, aber von Dachau und Auschwitz erst in engli­scher Kriegs­gefan­gen­schaft hörte. Wir wollten Gerechtig­keit und bekamen den Rechts­staat, klagte Frau Bohley und starb an Krebs. Draußen vor der Tür stammt von Wolfgang Borchert, ebenso der Satz: Dann gibt es nur eins – Sag NEIN! Schon reitet Prof. Baring mit Getöse in der Anne-Will-Runde für Sarrazin auf, nicht alles richtig, was Thilo schreibt, doch … Wir kennen den Text und wir kennen die Herren Verfasser, wie schon Heine konstatierte. Wir wundern uns, der frühere POP-Beauftragte der SPD, neuerdings zur Spitze aufgerückt, dieser Engel Gabriel erweist sich plötzlich als GEN-resistent und sucht seine rosaschwarze Vereins­mann­schaft antirassistisch aufzumöbeln: „Ich will keine Selektion nach Genetik und Erbmaterial!“ Wer will das schon außer den Beton-Konservativen, die sich eine Partei zwischen CDU/CSU/SPD/FDP und der Wand wünschen. Das lange Wegducken der Werwölfe soll enden, jetzt wollen sie endlich wieder laut heulen.

 

Wie also begann der Krieg? Polen macht zuerst mobil. Diesem Publikum ist alles zu verkaufen. Inklusive der eigene Untergang. Ich erinnere mich, wie wir vom National­komitee Freies Deutschland die Wehrmacht aufforderten, den Krieg zu beenden. Meinem Freund Heinrich Graf Einsiedel war wie mir klar, was Furchtbares geschehen würde, müsste die sowjetische Armee das Reich im Kampf erobern. In diesen Wochen gibt es tsche­chische Dokumen­tationen mit Bildern von Massenmorden an Deutschen. Prag beginnt aufzuarbeiten. In Berlin arbeiten mehr und mehr Leute zurück.

 

Da die Müllmäuler die Geschichte tüchtig umschichten, um die eigene dunkle Vergangen­heit zu begraben, sei hier der Tausende von Emigranten, der Politiker, Künstler, Schriftsteller gedacht, die sich, tödlicher Bedrohung im Dritten Reich entkommen, ab 1933 in Prag aufhalten durften. Im Geblöke der Unschuldslämmer bleibt die Tragödie der erst innerhalb Nazi­deutschlands und dann auch außerhalb verfolgten Kollegen und Genossen unerwähnt. Als Öster­reich sich anschließen ließ, wurde schon der Zugriff auf Prag operativ geplant. Sudeten­deutsche Männer sammelten sich zu Tausenden auf sächsischem Gebiet, wo sie zu bewaffneten Einheiten zusammen­gefasst wurden. Nach der Besetzung des Sudeten­landes dauerte es nicht lange, bis die stolze, siegreiche Wehrmacht auch die tsche­chische Hauptstadt mit Feldgrau und Partei­braun beglückte. Damit verloren Anti­faschisten, dem Rassenwahn Entkommene und Exilanten ihre dortige Zuflucht. Bald blieben nur noch die Schweiz, England und die USA, denn nach Prag wurde auch Paris besetzt. Wenn also heute eine tschechische Schuld ange­prangert wird, dann sollte erst einmal dafür gedankt werden, dass Prag so vielen vom Deutschen Reich Verfolgten Schutz bot, obwohl Berlin Wohl­verhalten zu erpressen suchte und vor dem Mord an Exilanten nicht zurückschreckte. Der Vater Gerhard Schröders hätte nicht ein Soldaten­grab in fremder Erde finden müssen, wäre die Mehrheit der Reichs- und Sudeten­deutschen nicht den Widerstand schuldig geblieben.

 

Die aus Berlin vertriebene Weltbühne erschien als Neue Weltbühne in Prag, wo sie die intellektuelle Opposition um sich sammelte. Die deutsche Bundes­kanzlerin sollte Prag endlich den bisher aus­stehenden Dank und Respekt aussprechen. Sie sollte schleunigst hinfahren und vor dem Hause Me­lantricho­va 1 einen Blumen­strauß niederlegen. Im Dachgeschoß sind zwei winzige Kammern, in denen die Zeitschrift ihren Redak­tions­sitz hatte und den verfolgten deutschen Intellek­tuellen ihren Widerstand zu arti­kulieren ermöglichte. Um Namen zu nennen: Johannes R. Becher, Ernst Bloch, Lion Feuchtwanger, Stefan Heym, Heinrich Mann, Walter Mehring, Theodor Plivier, Erwin Piscator, Gustav Regler, Friedrich Wolf, Arnold Zweig. Wären Reichs- und Sudeten­deutsche den anti­faschis­tischen Aufrufen gefolgt, hätten weder Ostpreußen noch Schlesier oder Sudeten­deutsche ihre teure Heimat verloren. In Zeiten der Kriege trifft es Schuldige wie Schuld­lose. Wer den Krieg beginnt, sollte nicht in der Nieder­lage sein Los beklagen, das er anderen zugedacht hatte.

 

 

„Dieses rote Judenaas muss
verrecken“(Joseph Goebbels)

Erich Mühsam

Das früheste Nazi-Opfer unter den Weltbühnen-Mitarbeitern war im Jahr 1934 Erich Mühsam. In der Neuen Weltbühne widmete Johannes R. Becher dem Ermordeten diese Zeilen:

 

Sie haben auf ihre Weise
Sich tüchtig angestrengt,
Damit der ›Rote Jud‹
Sich endlich selbst erhängt.

Es blieb der ›Rote Jude‹
Ein ehrlicher Rebell
Und meldete sich am Morgen
Stets wieder zum Appell.

Sie sahen, dass er freiwillig
Nicht in die Schlinge schlüpft.
Da haben ihn die Henker
Selber aufgeknüpft …

Darüber viel zu sprechen,
Erich erübrigt sich.
Wir werden alle rächen,
Erich, auch Dich! Auch Dich!

Zum Tode Carl von Ossietzkys schrieb Bertolt Brecht:

Der sich nicht ergeben hat
Ist erschlagen worden
Der erschlagen wurde
Hat sich nicht ergeben.

Der Mund des Warners
Ist mit Erde zugestopft
Das blutige Abenteuer
Beginnt.

Über das Grab des Friedensfreundes
Stampfen die Bataillone
War der Kampf also vergebens?

Wenn, der nicht allein gekämpft hat, erschlagen ist
Hat der Feind
Noch nicht gesiegt.

 

Das wurde 1938 in der Neuen Weltbühne zu Prag gedruckt. Die Zeilen bilden ein Gedicht, dessen lyrisches Ich auf den Schlacht­feldern verblutet. Vier Strophen als Menetekel. 1945 – sieben Jahre später wird Gerech­tig­keit zur Rache und Rache zu Gerechtig­keit. Wer trauert noch um die so verfolgten wie vergeb­lichen Prager Warner?

 

Ingrids Berichte von Blochs Leipziger Schwanen­gesang am 17.12.1956 ent­halten eine ent­schlüssel­bare Botschaft, wenn's noch Zeit sein sollte. Der Hiatus von 1956/57 illegali­sierte den intel­lektuel­len Marxismus in der DDR, der in Moskau schon von Trotzkis Verban­nung an verteufelt worden war. Mit der DDR ver­schwan­den die letzten über­lebenden Links­intellek­tuellen gleicher­maßen in Ost wie West aus Universitäten, Medien, Politik. Einig Vaterland wieder marxisten­frei wie von 1933 -1945? Blochs favori­siertes Lenin-Zitat vom „Träumen nach vorwärts“ prallt ab an den uralten Träumen nach rückwärts. Die existen­tielle Differenz lautet: „Wir, unsere Helden an der Spitze, befanden uns immer nur einmal in Gesell­schaft der Freiheit, am Tage ihrer Beerdigung.“ (Marx) Es fehlt eine Inter­na­tionale der Post­marxisten.

Ein weiteres Nachwort ist für Montag, den 27.09.2010, geplant.

Fotos zur Lesung mit Gerhard Zwerenz aus der Sächsischen Autobiographie am 19.11.2009 im Haus des Buches, Leipzig   externer Link

Lesungs-Bericht bei Schattenblick  externer Link

Interview mit Ingrid und Gerhard Zwerenz bei Schattenblick  externer Link

Gerhard Zwerenz    20.09.2010    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz