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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 56. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  56. Nachwort

Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie


Peter Gingold   Peter Gingold

Kohl verweigerte ihm den Ehrenplatz in Paris


Hier wird Sachsen weder gelobt noch gemobbt, sondern dekliniert und nach innen erweitert. Ich stamme nicht von Sachsen ab, wurde im Land geboren und lebte Dreiviertel der Zeit außerhalb. Als Bodenkammer­kind sprach ich, sobald ich sprechen konnte, das oberfränkische Sächsisch der Großmutter, in deren Obhut ich aufwuchs. Meine erste Fremdsprache war hochdeutsch. Mit fünf Jahren galt ich als erwachsen genug, zum Bauern zu gehen und Wurscht zu kaufen. In der Schule erfuhr ich, die Wurscht heißt in Wirklichkeit Wurst. So lernt man hinzu. Später in Leipzig war ich gehalten, bei Prof. Frings die „Mittel­hoch­deutsche Laut­verschie­bung“ zu studieren. Da begriff ich meine eigene Kindheits-Laut­verschie­bung als erste Expe­dition ins Gebiet der Herren- und Sklaven­sprache.
  Sachsen ist ein Land der Kontinuität. Wer das erklärt haben möchte, lese die 99 Folgen und bisher 55 Nachworte. 1813 liefen die Sachsen, bis dahin für Napo­leon weltweit unterwegs, zu den Russen, Preußen und Österreichern über. Das war ein übler Verrat und zugleich eine Revolte. 1945 kehrten die Russen, als Rote verkleidet, an Elbe und Pleiße zurück. Da Preußen im Feuer unter­ging, wurde Sachsen so eine Art Preußen der DDR. Unser Groß-Sachsen. Jedenfalls auf Zeit und ab 1990 wieder Klein-Sachsen: „Mein guter Freund, das wird sich alles geben – Sobald du dir vertraust, Sobald weißt du zu leben.“ (Mephisto – Auer­bachs Keller) Mein Leipzig lob ich mir, das ist ein Stück von Welt. Solange es kein Unverstand entstellt. (Mephisto – Paraphrase)

Am 16. Januar 2011 um 23 Uhr 35 ZDF-History: „Davon haben wir nichts ge­wusst – die Deutschen und der Holocaust“. Um Mitternacht sitze ich zwischen abge­schaltetem Guckkasten und auf­geschla­genem Bettzeug und bin so dumm wie zuvor, weil ich so dämlich gewesen bin, nicht zu den Unwis­senden zu gehören. Das hatte Folgen. Und warum befragt das ZDF nur wenig infor­miertes Volk, dazu zwei überlebende Juden und einen engli­schen Professor? Warum nicht die angeblich so entschiedenen Nazi-Gegner Helmut Schmidt und Helmut Kohl? Als ich meinen alten Freund, den jüdischen Kom­munisten und Résistance-Kämpfer Peter Gingold für die PDS-Gruppe zu einem Kolloquium in den Bonner Bundestag einlud, wollte außer den Genossen niemand davon Kennt­nis nehmen. Am 14. Juli 1994, dem franzö­sischen National­feiertag, para­dierten zum ersten Mal nach Kriegende 200 deutsche Soldaten inklusive Panzern durch Paris. Mitterrand hatte auch deutsche Wider­stands­kämpfer der Résistance zum Fest eingeladen, um sie zu ehren. Kohl verhinderte ihre Teilnahme und sagte, es seien alles Links­extremis­ten und Kom­munis­ten. Statt Peter Gingold und der Anti­faschisten saß Kohl breit und bräsig in der ersten Reihe neben Mitterrand. Soviel zum deutschen Wider­stand, wenn er von Linken herrührt. Er wird verleugnet, beschimpft, wo nicht verfolgt. Helmut Schmidt wiederum konnte nichts von Dachau und Auschwitz wissen, wie er wieder­holt bekundete, denn er kämpfte zu dieser Zeit als Leutnant an der Ostfront, saß danach in Berlin als Zuschauer beim Prozess gegen die Hitler-Attentäter und da blieb weder Gedanke noch Gelegen­heit zur Kenntnis­nahme der Imponde­rabilien.


      Trägt Klaus Ernst seinen Porsche nun auf
      die Almhütte?

Am selben Abend, als im ZDF die Geschichte von der ewigen deut­schen Unkennt­nis lief, infor­mierte die ARD in titel thesen tempe­ramen­te über deut­sche Wut­bürger und das Mani­fest des Stéphane Hessel, das Frank­reich aufrüttelt. Dazu Jakob Augstein – Der Freitag: „Es macht keinen Spaß, diese Fest­stel­lung zu treffen: In Frank­reich wurde ein Buch der Hoff­nung zum Best­seller. In Deutsch­land ein Buch der Nie­der­tracht. Wie kommt es, dass die deutsche Empö­rung etwas Böses hat und die franzö­sische etwas Befrei­endes? Wie kommt es, dass die Franzosen Stéphane Hessel haben und wir Thilo Sarrazin?“ Trotzdem, es tut sich was bei uns.
  Seit Tagen häufen sich empörte Leserbriefe im Neuen Deutschland gegen Klaus Ernst, der sich im stern-Interview keck und zugespitzt zu äußern wagte. Der SED-Unter­genossen­verstand inszeniert den Aufstand der Belei­digten bis hin zu grotesken Fehl­inter­pretationen. Ernst sagte: „Wenn wir immer so tun, als tragen wir das ganze Leid der Welt auf unseren Schultern, interessiert sich doch kein Schwein für uns.“ Daraus schließen schwer gekränkte Leser, Ernst hätte tüchtige linke Genossen mit Schweinen verglichen.
  Die deutsche siegreiche friedliche Revo­lution emi­grierte nach Tunesien und siegte unfried­lich. Algerien geht in Warte­stellung. In Ägypten drohen die Pyramiden zu wackeln. In einer der ARD-Märchen­stunden talkt das FDP-Brüderle. Neben ihm sitzt ein Spiegel-Fleischhauer, aus böser elter­licher Links­familie entsetzt zur guten Rechts­front geflüchtet, den grauenhaften Kom­munis­mus bekämpfend, bis sein Gegenüber Lafon­taine ihn kurz und bündig fragt, weshalb er als glücklich ver­gesell­schafteter Spiegel-Journalist gegen genos­sen­schaft­lichen Mit­besitz pole­misiere. Gleich ist die Luft raus, Fleisch­hauer ver­zwergte zum Fleisch­hauerchen auf dem Weg zum Vege­tarier. Inzwischen ist Klaus Ernst in den Alpen angelangt, schleppt seinen Porsche auf dem Rücken den steilen Fußweg hoch zur Alm­hütte ohne Wasser- und Strom­anschluss, welchen Luxus ihm die Genossen in Leser­briefen noch heftiger verübeln werden. Am Morgen hat er in der nachts sau­kalten Hütte ver­schlafen. Wacht um 9 Uhr auf, muss zur Vor­stands­sit­zung um 11 in Berlin sein. Was hilft der Porsche bei Eis und Schnee im Stau auf der Auto­bahn. Ein Hub­schrauber­porsche muss her, den Mit­glie­dern der Linken gerade recht zur neu ange­fachten Empörungs­frust­lust. Dieser kernige Gewerk­schafts­boss­typ aus Bay­ern passt einfach nicht in den VEB-Schuh­karton. Dafür proben die Verlierer von 1989 in Berlin den Kom­munis­mus. Fünf starke Genos­sinnen – darunter drei mit erhobenen – Fäust­chen groß im Bild. Wer ist das?

Im führenden Kapital­blatt vom Main durfte am 14 Januar 2011 wiedermal der fürs ange­brannte Essen zuständige Peter Carstens die Leser alarmieren:

Im Text geht es, obzwar um etliche Jahrzehnte verspätet, auf­klärend weiter, denn damals „… hatten sich sowohl beim BKA als auch bei BND und BfV hau­fen­weise Leute eingenistet, die als Gestapo-Männer, geheime Feld­poli­zisten, SD-Agenten oder Angehörige von Massen­mord­kommandos der SS und der Polizei an den Verbrechen der Nazizeit unmittel­bar betei­ligt waren.“ Das klingt ja beinahe so, als seien die Anklagen aus der inzwischen verbli­chenen DDR gar nicht so falsch gewesen, wie es bisher immer behaup­tet wurde. Ist das etwa die Nostal­gie, vor der Bundes­präsident Wulf soeben warnte? Meine Nostal­gie sieht so aus:
 
„Als der Offiziersaufstand vom 20. Juli 1944 scheiterte und der Hitlergruß in der Wehrmacht als verbindlich eingeführt wurde, wusste ich, jetzt gilt es, den Gehorsam ein für allemal aufzukündigen. Fort aus diesem Vaterland. Als im März 1956 die Informationen über Chruschtschows Anti-Stalin-Rede auf dem 20. Parteitag in Moskau zu uns drangen, war ich mir sicher, jetzt war die Reformchance greifbar. Nach unserem Scheitern und meinem Weggang wurde ich im Oktober 1957 in Westberlin von Geheimen befragt, und als ich subtile Auskünfte verweigerte, drohte man mir, mich ins Auto zu setzen, nach Ostberlin zu fahren und vor dem Polizeipräsidium hinauszuwerfen. Da werden die sich drüben freuen ...
  Der Herr, von dem mir dies so liebevoll ausgemalt wurde, war ein mindestens zehn Jahre älterer, unverkennbarer Wehrmachtsheldentyp. Da wusste ich doch gleich, auf welche Insel der Freiheit ich mich gerettet hatte. Das Exempel erhellt exakt eine Situation, die ich 1997 auf dem Ernst Bloch gewidmeten fünften Walter-Markov-Kolloquium in Leipzig mit den Worten schilderte: ›Die DDR bestand aus zwei Republiken. Die Macht lag in Moskau, das den unterworfenen deutschen Vertrauten das untaugliche Modell verschrieb. In der Gesellschaft aber bildeten sich die Konturen eines anderen Modells heraus, das unterdrückt zu haben die Schuld der Machtinhaber ist, die sich und den sozialistischen Versuch damit zur Untauglichkeit verurteilten, und es ist die Schuld derer, die zum Dritten Reich keinen hinreichenden Bruch zulassen wollten, so geschehen im Westen.‹
  Diese verhinderte zweite DDR, eine mögliche, aber nicht realisierte Republik, die durch Blochs Emigration nach Tübingen sich Richtung BRD öffnete, lässt an eine kulturelle Europäisierung denken, wie sie nach dem Ersten Weltkrieg von der Weltbühne Jacobsohns, Tucholskys, Ossietzkys angestrebt worden ist. Keine schlechten Ahnen am Vorabend des drohenden Weltbürgerkrieges zwischen amerikanischen religiösen Fundamentalisten und den islamischen Massen, denen das geölte, waffenstarrende US-Imperium als modernisierte Kolonialherrenmacht entgegentritt, die jede Widersetzlichkeit mit Strafaktionen ahndet wie das Römische Reich seine Sklavenaufstände.“ (Sklavensprache und Revolte, Seite 315)



Alain Badiou
Marx ja, doch keine Partei?

Der französische Philosoph Alain Badiou, unsern Lesern kein Unbekannter, wurde am 18./19 Dezember 2010 vom ND-Chefredakteur Jürgen Reents zum Kommunis­mus befragt. Die Antworten: Wieder bei Null anfangen … Keine Partei … keine der üblichen Organi­sationen … Kein Zurück zu sowje­tischen Theorien/Praktiken … Marx ja, aber wir „geben auch den historischen Deter­mi­nismus von Marx auf.“ Folgt der Satz: „Der Kapita­lismus wird wohl noch recht lange bestehen.“ Das kann sein. Oder nicht. Ist jedenfalls schön gesagt. Den Fall behandelte ich im Nachwort 22: „Trotz –Trot­zalledem – Trotzki“, wo von Luxemburg-Lieb­knecht-Trotzki nahtlos zu unseren französischen Dekon­strukti­visten über­gegan­gen und endlich Derrida aus der Distanz gewürdigt wird. Er hatte 1993 mit seinen in Spectres de Marx gesammelten Vorträgen zu neuer Marx-Lektüre aufgefordert, sodass die ideologische Polemik gegen die üblichen „Marx-Gespenster“ gegen­stands­los wurde. Das Elend unserer Epoche beginnt mit der Verken­nung von Marx durch seine Feinde wie seine Freunde, soweit sie Macht exeku­tieren können. Gleich ist der Mar­xismus im Eimer. Das heißt: Vom Marxismus zurück zu Marx und seiner Dekon­struktion von Kapital und Arbeit. Sein Revo­lutions­kon­zept aus dem 19. Jahr­hundert verlor spätes­tens mit Lenins Tod und Stalins Sieg über Trotzki seinen Gebrauchs­wert. Trotzki sagte voraus, Stalins Sozia­lismus in einem Land werde die ganze Welt dagegen mobili­sieren und die Sowjetunion nach Art der Münste­raner Wiedertäufer zur Wagen­burg­mentalität zwingen.
  Was aber bleibt dann von Stalins Sieg über Hitler? Für die deutsche Rechte reichten Stalin­orgel und T 34. Man stelle sich jedoch vor, die Weißen hätten die Roten einst besiegt und die alte Zarenherrschaft wieder etabliert. Die russischen zaristischen Armeen waren ab 1914 von Deutschland geschla­gen worden, obwohl das Kaiser­reich im Zwei­fronten­krieg stand. Hitlers Wehrmacht hätte ein reakti­vier­tes Zaren-Russ­land gnaden­los ver­nichtet. Wer die Folgen einer nazis­tischen deutschen Welt­herr­schaft zu bedenken wagt, wird noch das kleinste Rotarmisten- oder T 34-Denkmal hoch­zuschätzen lernen.


Fünf superstarke Genossinen – ein Trio davon spielt Drei Fäuste für ein Halleluja

Fünf starke Genossinnen mit gereckten Armen groß im Bild. Wer ist das? fragte ich. Den Bericht der jungen Welt von der Rosa-Luxemburg-Konferenz schmückte am 10.1.2011 das possier­liche 5-Frauen-Foto. Links eine Betriebs­rats­vor­sitzende Dornheim, mit Recht die Passivität der Kol­legen beklagend, dann Claudia Spatz (Antifa-Linke Berlin), daneben Ulla Jelpke (MdB Die Linke), die jüngst in der jW unseren 1961 aus Westberlin in die DDR entführten Freund Heinz Brandt erwähnte, in dessen Familie übrigens ein ille­gitimer Sohn Erich Mielkes aufwuchs.


Prof. Holz agitiert für Stalin-Lektüre

Als dritte ist die momentane DKP-Vor­sit­zende zu sehen, deren Partei von 40.000 Mit­glie­dern auf unter 4.000 ab­schmolz, und wenn ihr Ideo­logie-Pro­fessor Holz weiter­hin Stalins geniale Bücher empfiehlt, werden es bald noch weniger sein. Als fünfte Genos­sin reckt Inge Viett als gepan­zerte Jung­frau-Genos­sin von Orleans die steile Faust. Einst Bewegung 2. Juni . Danach lange Haftjahre. Sie ver­büßte zwar ihre Strafe, doch darf mit ihr, so die mediale Bür­ger­weis­heit, nicht gespro­chen werden. Das war beim ver­ur­teilten Kriegs­ver­brecher Albert Speer natür­lich anders, dem der Rechts­intel­lektu­elle und FAZ-Heraus­geber Joachim C. Fest beim le­gen­den­bildenden Bücher­schrei­ben treu zur Seite stand. So ist es gute Sitte beim bourgeoisen Ober­nazi, bei kleinen Linken ist es pfui. Das wird Moral genannt.
  Die Luxemburg-Konferenz war allerdings listiger­weise als vorgezogener Karnevals­scherz geplant. Erstens ließ man Rosas Kampf- und Leidens­genossen Karl Liebknecht außen vor. Zweitens schickten die Herren junge Welt-Marxisten fünf Frauen an die Front, plus Gesine Lötzsch, die aber vor den Diffe­renzen zurück­schreckte, drittens funktionierte der Trick. Der los­brechende Aufruhr der status- und staats­sichernden Klein­geister beweist den von Spengler und Sarrazin prophezeiten Untergang des Abend­landes. Es verendet an der faulen­zerischen, an­alpha­betischen Dummheit seiner so dreisten wie tristen Eliten.

„Was an Gregor Gysi stört, ist seine Vergangenheit“ lautete am 20.1.2011 der Eröffnungssatz zur ARD-Sendung Die Akte Gysi. Was da unter Dokumentation firmiert, ist eine Ansammlung obskurer Vermutungen, schräger Verdächtigungen und juristischer Spiegelfechtereien. Aus Angst vor Gysis rechtlichen Sanktionen hangeln die Ankläger sich von Ast zu Ast wie Affen im Urwald auf der Flucht vorm stärksten der Primaten. Die Linkswut richtet sich jedoch gegen einen kleingewachsenen linken Juden mit DDR-Vergangenheit, der den Rechtstrend stört und auch noch staatsbürgerliche Garantien in Anspruch zu nehmen wagt. Er jagt gar nicht kleine Affen, er wird gejagt von großen Amts-Affen, die ihm sein Menschenrecht auf DDR-Herkunft und rote Loyalität absprechen möchten. Eine Mandantin verübelt ihm seine Hilfe aus DDR-Haft ins englische Exil. Befreiung wird zum Delikt. Ein Wunder, dass sie bei ihrer Klage nicht wieder in tv-Tränen badete wie sonst üblich. Die Zeugen gegen den per Film Angeklagten, die vor Gericht als nicht verlässlich abgewiesen werden, erscheinen als miniaturisierte Gespenster. Der Jude und Delinquent wird nicht mehr verbrannt, doch vorveruteilt und in effigio verdammt.

Einer anderen Generation entstammend ist mir zumute wie beim Blick auf einen Ameisenhaufen. Das sind die Nachkommen – die schon vorher da waren. Gerade jetzt sendet dieser Dr.ricalb (Richard Albrecht) die Holzhaufenballade per E-mail ins Haus, die er fürs www eingerichtet hat. Der Hauptmann entkam, er ging in den Westen, man sagt, er sei noch einer der besten. Meine DDR ist nicht untergegangen. Sie entgleiste am 30. Januar 1957. Die Mutter der Freiheit heißt Revolution.


General Tschuikow und seine Garde eroberten Berlin

Roter Triumpf mit warmen Füßen

Im Berliner Bundestag, der im früheren Reichstag domiziliert, der 1933 ausbrannte, wird Gesine Lötzsch mit Vorwürfen zugeschüttet, weil sie Wege zum Kommunis­mus besprach und die bluti­gen, mörde­rischen Irrwege beschwieg, was rechte Ab­wehr­fronten organi­siert, die das Land, vormals Deut­sches Reich, so linken­frei sor­tier­ten, dass es Siege vom Himmel regnete und welt­weit alle Volks­genos­sen heim ins Groß­deutsche Reich Nazis­ti­scher Nation strebten, bis sich Marschall Tschui­kows Armeen, die schon Stalin­grad vom Aussatz befreiten, in ihren wärmenden Walenkis samt Stalin­orgeln und T 34 auf den Weg machten, um die sowjet­kom­munis­tische Sieges­fahne auf die Reichs­tags­ruine zu pflanzen, sodass verschreckte christliche Mit­glieder des Bundes­tages noch heut­zutage einen argwöhnischen Blick hoch zur Kuppel werfen: Flattert da etwa erneut die rote Besieger­fahne? Keine Bange, ihr deut­schen Helden­nach­fahren, die letzten aufgetauten Kommunisten wollen nur spielen. Sie müssten sich sonst bis in den tiefsten Seelen­­grund befragen, weshalb sie, die alles Weltrecht der Befreiung auf ihrer Seite hatten, so halt- und schamlos mit dem besof­fenen Altkader Jelzin und dem Neo-Sozi Gorbatschow an der Spitze eine derart verheerende Pleite hinlegten. Da kann wohl, Genossen, mit eurem Kom­munis­mus etwas nicht richtig funk­tioniert haben. Jetzt verstehe ich erst den Geschichtsjokus der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2011 – eine Karnevals­sitzung sollte der West-Eliten Paranoia im blamablen Polit-Medien-Kollektiv hervor­locken. Die sind tatsächlich auf eure faden Witze hereingefallen. Ich schlage vor, beim nächsten Ehren­spazier­gang an die Gräber von Luxemburg und Liebknecht wird auch am Gedenkstein für Stalins Opfer innegehalten. Die einen halten links und gedenken Trotzkis, die anderen halten rechts und bleiben Hitlers Kinder. Tertium non datur? Doch gibt es ein Drittes. Abfahrt in die Mussolini-Kurve. Von unten links nach rechts oben. Das kann ja heiter werden.

David North, US-Journalist, Chefredakteur der World Socialist Web Site und Autor des Buches Verteidigung Leo Trotzkis (Mehring Verlag), entwirft in Neues Deutschland am 28.12.2010 von Karlen Vesper befragt ein atem­beraubendes Porträt des US-Kapitalismus inklusive „Wieder­bele­bung der Arbeiter­bewegung“ und neuer „Klassen­kämpfe“. Nerven hat der Mann: „Wir werden die Rückkehr der Geschichte erleben.“ Dabei ist er so ganz von heute, dass Karlen Vesper ab­schließend die gewünschte „vereinte Menschheit“ in eine „vernetzte Menschheit“ über­setzt, denn: „Die Welt­revolution kommt via Internet.“ (Wir bleiben zuhause)

Der zweite dreißigjährige Krieg begann 1914 mit den Schüssen in Sarajevo und endete 1945 mit dem Schuss Hitlers in die eigene Birne, dabei hätte der Bauchredner des deutschen Volkes der Symbolik wegen in seinen Bauch hinein abdrücken müssen. Unsere Geschichte ist von Kugeln durchsiebt. Die Konter­revo­lution begann im Januar 1919 mit den Todes­schüssen auf Liebknecht und Luxemburg, ausgeführt von Prä-Nazis, ange­stiftet vom sozial­demo­kratischen Genossen Noske. Der letzte KPD-Vor­sitzende Ernst Thälmann wurde 1944 auf Befehl des Führers nach langjähriger Haft ins KZ Buchenwald gebracht und hinter­rücks erschossen. Deutschland, ein Kugel-Land. Fast eine Million Juden wurde außerhalb der Vernichtungs­lager erschossen. Hitlers Kommissar­befehl, den die Wehrmacht angeblich nicht befolgte, zog 3.400 beweisbare Exe­kutionen nach sich und eine Dunkelziffer von „noch einmal mehreren Tausend Fällen.“ (Wolfram Wette in Die Zeit 15.1.2009)
  Da ich dies notiere, sind die Medien beschäftigt mit einer aus der Gorch Fock-Takelage zu Tode gestürzten jungen Offi­ziers­anwärterin und einem beim Frei­heits­krieg am Hindu­kusch auf rätsel­hafte Weise per Kopfschuss gefällten Bundes­wehr-Soldaten. Der sanfte Jürgen Todenhöfer rät am Sonntag­abend, dem 23.1.2011 bei Anne Will, mit dem Schießen in Afghanistan endlich aufzuhören. Thomas Ostermeier, Intendant der Berliner Schaubühne und kriegs­verwei­gernder Sohn eines BW-Feldwebels, macht so vernünftige Vorschläge, dass es dem kriegs­beja­henden Matthias Matussek vom Spiegel vor flockiger Wut fast sein längst in den Orkus gerut­schtes Hirn zerreißt. Eine Woche zuvor hatte der ebenso aus einer linken Familie zur neuen Rechtsfront gewechselte Spiegel-Journalist Fleisch­hauer kalt­kriegerisch rum­schwadroniert, bis Lafontaine ihm gelassen lächelnd die Luft rausließ, dass er platt war. Im Spiegel aber muss es ein Nest von Ernst-Jünger-Enkeln geben, was in der FAZ gewiss Eifersucht erregt, die allerdings noch die beiden SA-Männer Carl Schmitt und Martin Heidegger so gern wie oft präsen­tiert, mit denen wiederum Rudolf Augstein einst lange ehrfürchtige Spiegel-Gespräche führen durfte, ebenso mit Ernst Jünger.
  Wie auch immer, Matussek erklärte Stalin­grad und Vietnam zu alten Hüten, und Afghanistan ist ihm sein Herzens-Schlacht­feld. Ange­sichts so toller Talk-Heroen, die selbst in Asien per Kugel, Bombe und Drohne für Frieden sorgen lassen wollen, während es ihre schwäch­lichen Väter nur bis zur Wolga schafften, wird der Blick zurück in unsere DDR, die gar keinen Krieg führen konnte, ganz nostalgisch. Das muss verhindert werden. Dazu dient die Apartheidspolitik der Schwarzen gegen die Roten. Ganz wie von 1933 bis 1945 und unter Adenauer auch danach. Ein Deutschland ohne Linke, dafür kapital­stark in Wehr und Waffen, unser linker Albtraum generiert zum Wunschtraum der rechten Schreibtischfront mit ihrer unbezwing­baren Lust, andere ins Feuer zu schicken. Nachdem sie schon DDR samt SU besiegten, hält sie in ihrem Amoklauf sicherlich weder USA noch China mehr auf. Wie sagte doch Jean Ziegler: „Kapitalismus ist stiller Massenmord.“ Keine Angst, bald wird alles im universalen Knall enden.
  Die Rosa-Luxemburg-Konferenz hatte jedoch außer der fetzigen, losen Karnevalssitzung über Wege zum Kommunismus eine exorbitante Rede des israeli­schen Historikers und Soziologen Moshe Zuckermann zu bieten, der resümierte: „Sollte es einen regionalen Krieg geben, bleibt … nicht sehr viel von Israel übrig, aber auch nicht sehr viel von den anderen Staaten in der Region …“ Diese möglicher­weise letzte Warnung vor dem „Einsatz des Äußersten“ beunruhigte keinen der auf Lauer liegenden Medienhysteriker, die sich voll und ganz der Abwehrschlacht gegen den drohenden Kommunismus widmeten – deutsche Befindlichkeiten im Jahr 2011. Na dann gute Reise ins Jenseits von Apartheid und Nostalgie.
Gerhard Zwerenz    31.01.2011    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz