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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 65. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  65. Nachwort

Pekings große gegen Berlins kleine Mauer



   Karl Liebknechts
Geburtshaus in Leipzig



Die Verteidigung Sachsens zielt nicht auf den mir unbekannten Freistaat, sondern auf den freien Staat, dessen Konturen schon öfter sichtbar wurden. Chemnitz hat seinen Marx-Nischel, Leipzig hatte seine Karl-Marx-Universität und hat noch immer sein Liebknecht-Haus, wo die Stadt-Genossen am 13. August 2011 Karl Liebknechts 140. Geburts­tag statt des Berliner Mauerbaus 1961 feierten. Wusste der Leipziger Ulbricht vom Datum-Doppelsinn? Marx besuchte die Lieb­knechts 1874 in Leipzig und war Pate jenes jungen Karl Liebknecht, den Genosse Noske 1919 von Prä-Nazis umbringen ließ. Im zuletzt erschienenen 64. Nachwort stellte ich die 136 Toten der Berliner Mauer in Bezug zu anderen Opfern und nannte neben denen des Warschauer Aufstands 185 Antifaschisten, die in Plötzen­see in einer einzigen Nacht hingerichtet wurden.

Otto Köhler riskiert tabui­sierten Mord­vergleich in der Zeit­schrift Ossietzky
Im soeben ausge­lieferten Heft 17/11 von Ossietzky setzt Otto Köhler die Berliner Mauertoten in Bezie­hung zu den bis zu 142 Menschen, die in Afgha­nis­tan Opfer des Bom­ben-Mas­sa­kers wurden, das Bundes­wehr-Oberst Klein befohlen hatte. Das ist scharf nach vorn gedacht. Köhler: Seit dem Fall der Mauer sind die Deut­schen von Hem­mungen befreit und führen wieder ihren Krieg. Wir empfahlen die Zeitschrift Ossietzky schon häufig zur Lek­türe. Im Unter­schied zur Tucholsky-Ossietzky-Weltbühne, die 1933 emi­grie­ren musste, gibt es sie noch mitten in Berlin.
  Wie die Weltbühne als Vorbild ist Ossietzky in Analyse und Kritik ein­same Spitze im Kon­trast zur kapital­bour­geoisen Presse­land­schaft und zugleich konzen­trierter als Neues Deutsch­land oder junge Welt. Abge­sehen von inter­nen Unter­schieden der Richtung und Qualität teilen sie jedoch gemein­sam mit der Weimarer Weltbühne eine Art von Zukunfts­absti­nenz, die dem sozialis­tischen Charakter und seinen Motiva­tionen widerspricht. Übrigens beging zudem Fidel Castro seinen 85. Geburts­tag am 13. August. Die Mauer, Liebknecht, Castro – der Tag der Dreiuneinigkeit. Dass die Linke, stilvoll oder nicht, dem Kubaner gratulierte, versetzte die rechte Medienelite in Wut. Die Stahl­helm­fraktion in Fernsehen und Presse strebt zurück in vorrevolutionäre Zustände. Am liebsten wäre ihnen 1914, danach wollen sie's packen und statt deutscher Nieder­lagen nur noch Siege ernten.
  Würde die Linkspartei in den anste­henden Wahlkämpfen das radikal-linkssoziale, auch links­sozial­demokra­tische Leitmotiv Lafon­taines im ganzen Land nur klug und resistent genug durchhalten, ohne in alte Konflikte zu verfallen, bliebe ihre 10%-Gesamtquote intakt, unerachtet des Umstands, dass die Gegner stets Gründe zur Margina­lisie­rung liefern werden. Das hat eine lange Tradition. Kommt's drauf an, ziehen die Linken den Kürzeren und die Rechten obsiegen. Dann zieht das ganze Land den Kürzeren. Bis ihnen ein Stalin heimleuchtet.
  Der allgemeine Niedergang von heute hellt die Anfänge der DDR allerdings bis an die Grenze des Unerwarteten und Märchenhaften auf. Ein sozialistischer Staat war entstanden? Unglaublich. Sein dumpfes Ende beweist es. Das waren keine Marxisten. Das war die zweite Auflage der Wiedertäufer von Münster. Und wir alle sind dabei gewesen. Unschuldig schuldig und trotzdem schuldlos soweit begreifbar.
  Soeben hob Gregor Gysi im ARD-Sommer-Interview das Allein­stellungs­merkmal der Links­partei hervor. Tatsäch­lich sind die anderen mit ihr verglichen eine abstruse Kollektion. Ein Gewimmel von Anti­marxisten, die gemeinhin als Antikommunisten gelten, weil Ungenauigkeit der Sprache zum ungenauen Denken gehört. Die Uhr zeigt an, es ist Endzeit. Die DDR sollte ursprünglich gar nicht entstehen. Wir haben Glück gehabt. Sie musste nicht untergehen. Wir haben kein Glück gehabt. Ich wollte eine andere DDR. Für den realen und irrealen DDR-Sozia­lismus muss sich niemand mehr verbeugen. Nicht SED, nicht NVA, Stasi oder sonst was. Das Konstrukt Deut­sche Demo­kratische Republik litt an einem Webfehler. Statt Befehle aus dem Kreml zu befolgen, hätte das Politbüro in Ostberlin das Lied des Gefangenen­chors aus Beethovens Fidelio singen sollen:

O, welche Lust
in freier Luft den Atem
leicht zu heben, O, welche Lust
nur hier, nur hier ist Leben,
der Kerker eine Gruft, eine Gruft!


Die Zeiten laufen immer schneller ab. Neoliberale suchen das linke Ufer, FAZ- Schirrmacher will Sozis an Bord der Titanic holen, im Spiegel werden plötzlich Links­bürgerliche empfohlen, die bisher auch pfui waren. Was der böse Westen alles seinem bösen Klas­sen­feind im Osten zufügte, seit er ihn besiegte, das können wir inzwi­schen singen. Ich frage, wie es dazu kommen konnte, dass die Sieger­macht Sowjet­union so wehrlos wie ehrlos unterging als wäre sie zum Ende hin nur noch ein Possen­spiel gewesen. Der dumme August hieß Gorbi statt Orlow. Und wie geschah es, dass China sich nicht dem Unter­gang anschloss, sondern zur zweiten Weltmacht aufstieg. Das hat seine guten und schlechten Gründe.

Im Nachwort 55 Welche Revolution darfs denn sein? verwies ich auf meinen frühen ND-Artikel vom 22.11.1990. Die foto­kopierte Seite endete mit dem Verweis auf die Niederschlagung des Kronstädter Aufstands von 1921. Das Nachwort 55 erschien am 17.1.2011 im poetenladen. Wie eine Antwort darauf nimmt sich der ND-Text von Prof. Helmut Bock aus, der am 5.3. 2011 im Neuen Deutsch­land unter dem Titel Die Ur­sünde der bolsche­wisti­schen Revolution zu lesen war.
  Bock schiIdert kenntnisreich und relativ unerschrocken den gesamten Tatbestand. Seine Revision der früher gewünschten Sicht macht die Revolution mit den heutigen Bedürfnissen der Linkspartei kompatibel. Das hat ziemlich lange gedauert. Die Nieder­schlagung der Konsti­tuante 1918 und des Kron­städter Matro­sen­auf­stands als Ursünde der Revolution zu beurteilen lässt allerdings die Frage offen, was bei einem nicht erfolgten Eingreifen aus der Oktober­revo­lution geworden wäre – vielleicht die Ursünde einer vernich­tenden Nieder­lage? Man sehe nach in Dantons Tod, wo Georg Büchner für vergleichbare Situationen melancho­lische Auskünfte erteilt. Auf die Franzö­sische Revo­lution folgte Napoleon.

Heft 18 – Rosa-Luxemburg-Stiftung,
Leipzig   (Zoom per Klick)

Theater der Zeit - Heft 3 /1957 Titelseite
 
Am 8.3. zog Prof. Jörg Roesler in junge Welt die neuen Geschichts­linien weiter mit Wagnis und Vorbild – vor 90 Jahren begann in Russland der Übergang vom Kriegs­kommunis­mus zur Neuen öko­nomischen Politik. Roesler zieht über NÖP und NÖS die Linie bis zum heutigen China durch. Ich wiederum war schon auf frühere Arbeiten Roeslers einge­gangen in Bloch, Behrens und der Chine­sische Drache – Anmer­kungen zum Verschwin­den der Sowjetunion und zur prakti­zierten Reforma­tion des Marxismus in Asien und anderswo. ( Diskurs Heft 18 Rosa-Luxem­burg-Stif­tung Sachsen 2005) Vor einiger Zeit las ich Volker Gransows Essay Behrens, Zwerenz und der chine­sische Drache. Offenbar gerät da etwas in Bewe­gung. Ich bin dankbar, fühle mich aller­dings auch an Aristo­teles, Brecht oder Zwerenz von Peter Hacks erinnert. (Theater der Zeit, Beilage zu Heft 13 Jahrgang 1957) Meine freundliche Erwiderung Aristo­teles, Brecht oder Hacks wurde nicht gedruckt, sondern bei einer Haus­suchung von der wachsamen Staats­sicher­heit beschlag­nahmt. Was solls, das Haus­archiv bewahrt eine Kopie für bessere Zeiten auf. Zu Peter Hacks siehe Folge 79 im poeten­laden. Dass Walter Ulbricht für Hacks nur höhni­sche Ableh­nung erübrigte, entsprach seinen post­stalinis­tischen Normen, wonach diese aus dem Westen zuge­laufene Intel­ligenz den Marxismus als Sado­maso­chismus miss­versteht und goutiert.
  Gransow belegt in seinem auf Englisch vorlie­genden Essay die vielen verstreuten Quellen zum Leben und Wirken von Fritz Behrens, an den in Sklaven­sprache und Revolte erinnert wird, wo es ab­schlie­ßend dazu heißt: „Ich sehe in Menschen wie Behrens mit ihrer nicht zu unter­drü­ckenden Wahr­heits­liebe und dem unkor­rumpier­baren Scharf­blick die wahren Zeitzeugen. Statt es sich oppor­tunis­tisch, mit verle­gener List, in der Sonne der Macht wohl sein zu lassen, gehen sie, ohne Trauer, jedoch mit dem Zorn der Gerechten, den schweren Gang in die Anonymität. Wenn es denn Helden gibt, hier sind sie, wenn auch von keinem Nietzsche zum Über­menschen geadelt.“
  Behrens' Ökonomie-Konzept, in der DDR abgelehnt, in China einbezogen, was Volker Gransows Essay belegt, konnte heutige Risiken noch nicht berücksichtigen. Zwar entging China den Folgen einer erstarrten Philosophie und Ökonomie, an denen SU und DDR scheiterten, steht aber auf Dauer wie Japan 2011 vor einer von der Gesell­schafts­struktur unabhängigen atomaren Gefahren­situation. Im globalen Existenz­kampf wird die Hölle angebohrt. Mag sein, der Samurai stürzt sich in sein Schwert. Der Marxist sollte Besseres in petto haben. Wieviel Marx ist also in China vorhanden und was kann es helfen?
  Von Prof. Helmut Peters, DDR-China-Kenner und zeitweise Botschafter in Peking gab es in der jungen Welt vom 21. und 22.2.2011 Über­legungen zu den Beziehungen zwischen Peking und Washington. Analysen dieser fundierten Art finden sich, sporadisch und auf den Außen­handel beschränkt, höchstens noch im FAZ-Wirt­schafts­teil, wogegen sich schneller Unmut der Leser regt: „Ir­ritie­rend und entlarvend … Das Lob über die Macht­haber in Peking fällt oft so überschwäng­lich aus, dass man fast an der Treue der deutschen Wirtschafts­elite zur Demokratie zweifeln könnte.“ (FAZ 15.3.2011) Wir verstehen, da möchten welche den Verfas­sungs­schutz gegen die FAZ-Wirtschafts­elite einschalten. Welch sonderbare Ent­wicklung deutet sich hier an? Leser-Unmut äußerte sich auch in der jW, als dort ein prominenter Chinese zwei Seiten Platz erhielt, Chinas 3. Weg zu vertreten. Gleich wurde ihm entgegen­gehalten, China befinde sich auf keinem marxis­tischen Kurs. Die Herren Genossen kapieren gar nicht, es ging zwar um Marx, doch auch ums Überleben. Ohne Kurs­korrekturen des Maoismus wäre Peking wie die SU und die DDR verschwun­den.
  Statt einer weiteren Erwi­derung hier die erste Seite eines Berichts von Monika Runge, die mit einer Zustands­analyse immer­hin hoffen lässt:



Monika Runge: Bericht aus Peking
Wegen Platz­mangel und weil die Serie im Prinzip aus Frag­menten besteht, bricht der Nachdruck des Runge-Reise­berich­tes hier ab, in dem die sächsische Linke ein sozialis­tisches China als Möglichkeit konzi­piert. Wer heute vom Ende des Sozialis­mus redet, vergisst Chinas 3. Weg, ohne den das Land, das ein Kontinent für sich ist, wie SU und DDR vergan­gen wäre. Hatten beide auch die Chance eines 3. Weges? Statt des ewigen Streits um die Mauer ist zu fragen, was nach dem Mauer­bau hätte geschehen können und müssen. Das an Blochs eingrei­fendes Denken anschlie­ßende Ökonomie-Modell von Fritz Behrens bot den Ausweg. Ulbricht ver­suchte es mit der NÖSP – zu spät und inkon­sequent. Die Möglichkeit zur Trans­forma­tion wurde nicht genutzt. Der gestrige Unter­gang im Osten ist als Vorspiel zum heutigen Untergang im Westen ent­schlüssel­bar, wo man vor der refor­mato­rischen Trans­formation zurück­scheut, weil ideolo­gische Blindheit herrscht.


FAZ vom 30.6.2011


Die deutsche Mauer bestand am 22. Juni 1941 aus 3000 Panzern, 5000 Flug­zeugen und 3 Millionen Wehr­macht- und SS-Sol­daten. Die Mauer rollte auf Rädern bis Leningrad, Moskau, Stalingrad – danach zurück bis zum Berliner Reichstag, den nun die Siegesfahne der Roten Armee schmückte. Anschlie­ßend erstarkte die Mauer zum stei­nernen Gesamt­kunstwerk mitten in Berlin, zwergen­haft zwar vergli­chen mit der großen chine­sischen Mauer, doch nicht weniger dauerhaft. Noch in tausend Jahren werden die ver­uneinigten deutschen Volks­genossen wie anno 2011 im Abstand von fünfzig Jahren ihrer 136 Mauer­toten gedenken, um die 55 Millionen Toten des 2. Welt­kriegs besser igno­rieren zu können, die das ganze Unter­nehmen Barbarossa beim Barte der Propheten Kaiser Wilhelm, Ludendorff, Hindenburg, Hitler produ­zierte. Epochal eingeteilt handelt es sich um Prä­faschismus, Hitler­faschis­mus und Post­faschismus. Letzterer ist noch akut. Am 24.8.2011 gedachte die getreue FAZ des eben ver­stor­benen belgischen Gelehrten Piet Tommissen, der als eminent fleißiger Carl-Schmitt-Biograph geehrt wird, was dem Blatt in sein gehei­ligtes Trio Heidegger, Jünger, Schmitt passt. Denn: „Im 2. Weltkrieg hatte er sich frei­willig zur Wehr­macht an die Ostfront gemeldet – und nicht zur Waffen-SS –, deren Neuheidentum für den Katholiken untragbar war.“ Besser ist der aktuelle deutsch­mediale Zustand von Post­faschismus nicht artikulier­bar. Die SS war's, die neuheid­nisch den Judenmord beging, was katholisch untragbar ist. Die Wehrmacht hingegen bekämpfte an der Ostfront nur den heid­nischen Bolsche­wismus, was im Namen des Anti­tota­litaris­mus legitim war und inzwischen zur deutschen, wo nicht euro­päischen Staats­räson erklärt wird, das walte Carl Schmitt, der erst die Weimarer Republik, danach den Führer Adolf H. und endlich die Herren Nachfolger in der BRD plausi­bili­sierte.

Pythagoras Brustbild | ingografrunge
Das Nachwort 64 endet mit der inge­niösen Instal­lation Gruß Pythagoras von ingo­graf­runge. Wir über­setzen über mehr als zwei Jahr­tausende hinweg das a 2 + b 2 = c 2 als rechts plus links gleich rechts und links, ergo Reaktion plus Revo­lution gleich Reforma­tion, was als Formel einer sich ständig erneu­ernden Demo­kratie gelten darf, die im histo­rischen Deutsch­land bis heute ausge­schlos­sen werden soll, wo rechts plus links = rechts ohne links gilt. Entweder unterwirft die Linke sich der Rechten wie die Sozial­demo­kratie ab 1914 oder sie wird wie 1933 mit allen Linken zusammen abgeschafft. Nehmen wir also das Jahr 1945 – ein nach Freiheit dürstendes Volk hätte statt Adenauer/Heuss keine anderen als Hitlers Häftlinge Niemöller/Kogon an die Spitze des neuen Staates geholt. Die alte Leier ging jedoch weiter. Kein Jahrzehnt später trium­phierte die Aufrüstung, die ausge­bluteten Kommunis­ten wurden erneut verboten. Der vielparteiliche Herbert Wehner baute die sanft widerstrebende SPD adenauer­kompatibel um. Die DDR errichtete ihre Mauer, ich schrieb sofort, das wird ihr erst nutzen, dann ewig schaden. Die Pytha­goras-Formel der DDR lautete: Links plus rechts gleich links. Da war bald nur noch Abbau. Jetzt wirkt die Mauer auch nach Abbruch in den Köpfen als Ideologie weiter. Deutsch­land als permanenter Staat ohne Linke sucht die inzwischen entstandene neue Links­partei zu unter­werfen. Diese Linke lernte aus ihren bitteren histo­rischen Nieder­lagen so wenig, dass sie sich linken lässt. Statt Murx wäre Marx gefragt. Ungescheut anti­faschistisch und anti­stalinistisch. Eine linke Mitte der Phantasie und Logik. Vielleicht ließe sich von China was lernen: Dekon­struktion plus Harmonie. Unter­des­sen schlägt die bürgerliche Unruhe immer höhere Wellen. Am 23.8.2011 warnt die aufge­schreckte FAZ vor zwei eigenen Unter­gangs­propheten: „Die amerikanischen Ökonomen Paul Krugman und Nouriel Roubini sehen das Ende des kapita­listischen Systems gekommen.“ Im Text wird es konkret wie auf der Schlachtbank, denn „Der eine erwog jüngst die Chancen, mit einem Krieg gegen Außerirdische die Weltwirtschaft vor der Rezession zu retten. Der andere sieht den Kapita­lismus mit Verweis auf Karl Marx dem Unter­gang geweiht.“ Wem das noch nicht reicht, der kann im Feuilleton der Frankfurter Allge­meinen Sonntags­zeitung – FAS- vom 28.8.2011 die exakte, leider sehr ver­spätete Selbst­kritik des emsigen SPD-Intel­lektuel­len Michael Naumann genießen: „Auch die Linken haben nichts geahnt … Aber gibt es sie über­haupt noch? Links sind höchstens noch die Erinnerungen …“ Folgt eine generelle Abwatsche seiner Genossen von Helmut Schmidt bis Gerhard Schröder samt Nachfolgern beim kapitalen Absturz als wäre der multifunktionale Sozial­demokrat Naumann nicht selbst am rasenden End­lauf ins pro­grammierte Chaos beteiligt – früher als Staats­minister und Zeit-Chef­redakteur, jetzt als Chef­redakteur bei Cicero, wo er auf bürger­liche Kontrollen beim bürgerlichen Absturz hofft, dabei passte er besser zur Zeitung Die Welt und zur Jungen Freiheit.

Google-Bilderseite | Liebknecht-Haus mit GZ   (Zoom per Klick)
Jacques Derridas Zentral­kate­gorie der Dif­ferenz differiert ihrer­seits mit dem auf Feind­schaft gerich­te­ten Dif­fe­renz­denken Carl Schmitts. Wir werden ein- und aus­gemauert, ein- und ausge­grenzt, ideo­logi­siert und ent­ideo­logi­siert. Fremd­heit, Fremd­bestim­mung, Feind­schaft nehmen zu statt ab. Folgt aus der Dif­ferenz ein Feind­denken, wie es der FAZ-Favorit Carl Schmitt lehrte oder kann daraus Derridas intel­lektua­lisierte Gegner­schaft werden. Feinde dif­feren­zieren nicht. Sie verall­gemei­nern. Gut ist stets das eigene Lager. Das andere ist Feind. Ein Drittes gibt es nicht. Seit Mauerfall und Wende ist der Westen der Sieger, der Osten der Besiegte. In Wirk­lichkeit sind wir alle Besiegte, gelingt es nicht, unsere Dif­ferenzen zu intel­lektua­li­sieren. Derrida statt Carl Schmitt. Lässt sich Feindschaft ver­gessen? Wenn nicht, ist sie bar­barisch. Bei google findet Ingrid soeben eine Seite mit wechselnden Vorderansichten des Leipziger Lieb­knecht-Hauses, und mitten­drin schaue ich selber auf einem Schnapp­schuss etwas bedrückt drein. Wie zu lesen ist, beherbergt das Gebäude auch die Wahlkreis­büros der Bundes­tags­abge­ordneten Dr. Barbara Höll und des Land­tags­abgeord­neten Dr. Volker Külow. Und wo bleibt die SPD? Wilhelm L. ist ein unver­gess­barer Sozial­demokrat, sein Sohn Karl war es, bis er als Kommunist zusammen mit Rosa Luxemburg ermordet wurde. Gehörte die Stafette SPD – KPD – DKP – SED – PDS – Links­partei nicht endlich als deutsche Euro-Linke vereinigt und frei­heit­lich sozialisiert ins Liebknecht-Haus? Moderne Revo­lu­tionen finden nicht reforme­risch, sondern reformatorisch in den Köpfen statt. Sachsen ist Martin-Luther- und Thomas-Münzer­land. Soeben mahnt der Krimi­klassiker John le Carré: „Goethe ginge heute auf die Barri­kaden.“ Wenn in der gegen­wärtigen Weltlage gar bürgerliche Ökonomen, denen das Wasser bis zum Halse steht, die Kapital-Analyse von Marx neu empfehlen, wäre die Rückkehr unserer ver­schieden ver­feindeten Links­genos­sen zu Marx ein empfeh­lens­werter 3. Weg – zwar anders als in China, doch anders auch als bisher bei uns. Von den Chinesen ließe sich zumindest ein anderer Blick auf die Mauer lernen. An diesem zentralen Punkt könnte die in Leipzig kompri­mierte sächsische Geschichte der Arbeiterbewegung von der provinziellen in die europäische, wo nicht universelle Dimension wechseln.

Was Sie bis jetzt lasen ist die pure Vernunft, also stinknormal, d. h. heute Utopie ergo Denkgebäude von gestern und chancenlos. Die beim Namen genannten Personen samt ihren Parteien sind einander spinne­feind und leben davon. Erwartungs­gemäß wird man sagen, Chinas große Mauer diente der Verteidigung, die kleine Berliner Mauer jedoch der Volks­flucht­verhin­derung. So der zwergen­formatige Kleingeist. Darauf antwortete ich schon am 30. Januar 1957 in der Leipziger Kongress­halle und es braucht daran keiner­lei Korrek­turen:

Die alte Erde hält den Atem an,
heißer Brodem der Revolution
erfüllt wieder die Räume.
Die Menschen schreien nach Zeitung.
Babys schauen erstaunt,
Bettler schmecken Hoffnungsträume.

Missratne brüten Rache,
ein Vertrockneter weint Jauche,
Aufgeblasene ärgern sich krumm.
Leben – ruft die Menge
Und baut Brücken ins Diesseits.
Die Epigonen schreien stumm …

Die Revolution ist keine Mütze,
in der sich sanft schlafen lässt,
Bommeln baumelnd am Rücken.
Ozeane sind keine Pfütze,
Sand, leicht wassergenässt
Den Buben zum Entzücken.


Am 13. August 2011 gedachten Genossen im Leipziger Liebknecht-Haus unserer guten Vergangenheit, indem sie Karl Lieb­knechts 140. Geburtstag feierten. Karl Marx kam auf einen Sprung von Chemnitz herüber, wo er jeweils zur Stunde Null Ausgang erhält. Mein im Mendelssohnhaus wohnengebliebenes Pseudonym Gert Gablenz zeigte dem Nischel die Universität, die seinen Namen trug, bis er aus der Stadt vertrieben wurde. Klassen­kampf! murmelte das Denkmal. Und: Dieser Genosse Noske ließ meinen Patensohn Karl zusammen mit Rosa ermorden? Klassen­kampf – sagte Ernst Bloch, der schon 1957, als die Universität noch nach Marx benannt war, aus ihr verjagt wurde. Darauf Genosse Marx: Kann mir das alles mal einer so dialektisch wie historisch erklären?
  Soviel zur heimatlichen Märchen­stunde Leipzigs als Kopfbahnhof der Pleiße, die hier endet, mit den Fabriken an ihren Ufern aber sichere Wahl­kreise für Bebel und Liebknecht bereithielt, Urzellen der Sozial­demo­kratie, bis sie 1914 für Kaiser Wilhelm in den Krieg zog und es Burgfrieden nannte. Der Rächer Walter Ulbricht stammte auch aus Leipzig.
  Als der Burg­frieden ausbrach, waren Georg Lukács und Ernst Bloch in Heidelberg gerade auf Marx-Kurs gegangen. 1957 wurde Lukács in Budapest und Bloch in Leipzig exkommunistiziert. So ent­wickelte sich der Leipziger Uni­versalien­streit. Auf den ursprüng­lichen Uni­versa­lien­streit der römisch-katho­lischen Kirche tausend Jahre früher war Bloch schon in den ersten Vor­lesun­gen zu sprechen gekommen. In meinen Mitschriften von 1952 heißt es dazu:



Fünf Jahre später sollte ich gegen Bloch auftreten, trug aber stattdessen am 30. Januar 1957 in der Leipziger Kongress­halle mein Gedicht Die Mutter der Freiheit heißt Revolution vor, denn Bloch war inzwischen verboten worden, das Philo­sophi­sche Institut der Karl-Marx-Univer­sität zu betreten. Drei Jahrzehnte später musste auch Karl Marx die Universität verlassen und überdauert in Chemnitz als Denkmal. Da werden wir wohl noch ein paar märchen­hafte Geheim­nisse entschlüs­seln müssen. Angelas Papa, ein hochachtbarer freiwilliger DDR-Pastor auf der Suche nach einem 3. Weg, verstarb am 6.8.2011 im Alter von 85 Jahren. Seine Tochter riskierte anfangs den sozia­listi­schen 2. Weg, bis die Karriere zurück zum kapitalen 1. Weg führte. Heute steht Merkel vor dem letzten Kreuzweg. Entweder retour in die nationale Klitsche oder voran in die Trans­ferunion genannte Welt­schulden­falle. Beides wird so teuer, dass der Schwarze Freitag von 1929 zur Idylle verblasst. Unser guter Rat: Lasst euch von den Chinesen aufkaufen. Deren große Mauer ist noch im ruinen­haften Zustand von imposanter Halt­barkeit. Die Mutter der Freiheit hieß bei ihnen Revolution.
Gerhard Zwerenz    12.09.2011    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz